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10.03.2017
ZVSHK

Lieber ein neues Bad als eine neue Heizung

Die Bereitschaft der Eigenheimbesitzer in Deutschland, in die Wertsteigerung ihrer Immobilie zu investieren, ist weiterhin hoch. Dies bestätigt eine im Auftrag des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) Ende Februar 2017 durchgeführte repräsentative Kantar-Emnid-Umfrage unter 1000 Hausbesitzern. Gefragt nach ihren Renovierungsplänen erklärten 21 % der Immobilienbesitzer, sie beabsichtigten sich in den nächsten fünf Jahren ein neues Bad oder eine neue Heizung anzuschaffen. 12 % favorisieren eine Badmodernisierung, 5 % wollen ihre Heizungsanlage erneuern, 4 % streben beide Maßnahmen an.

„Die Modernisierungsbereitschaft der Hauseigentümer scheint ungebrochen“, kommentierte Friedrich Budde, Präsident des ZVSHK, das Umfrageergebnis anlässlich eines Pressegesprächs zur ISH vom 14.3. bis 18.3.2017 in Frankfurt. „Seit 2008 registrieren wir in unserem Markt den Trend, in die Haus- und Gebäudetechnik der eigenen Immobilie zu investieren.“ 2016 erwirtschaftet das SHK-Handwerk mit 41,7 Mrd. Euro einen neuen Rekordumsatz. Wachstumstreiber war das Modernisierungsgeschäft bei Bädern und Heizungen im Altbau. Hier lag der Umsatzanteil bei 72 %. Hauptkundengruppe waren mit einem Anteil von 61,4 % private Auftraggeber.

Legt man die geplanten Heizungserneuerungen von 9 % innerhalb von 5 Jahren um, ergibt sich ein Wert von unter 2 %/a. Die tatsächliche Sanierungsrate lag in den letzten Jahren bei 3 %. Das deutet an, dass die Heizungsmodernisierung weiterhin maßgeblich vom technischen (oder regulatorischen) K.o. geprägt ist und der erhebliche Sanierungsstau nicht ohne bessere Aufklärungsarbeit und weitere Anreize aufgelöst werden kann. ■

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