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TGA news03.02.2012
VDMA-Fachverband Armaturen
2011: +12 % Gebäudearmaturen-Umsatz
Die deutschen Gebäudearmaturenhersteller konnten 2011 erneut beim Umsatz zulegen und erzielten ein nominales Umsatzplus von 12 % gegenüber dem Vorjahr. Dies meldet der VDMA-Fachverband Armaturen. Der Binnenmarkt war stabil; das Auslandsgeschäft trotzte der Euro-Krise. Der Auftragseingang der deutschen Gebäudearmaturenhersteller lag 2011 um nominal 10 % über dem Ergebnis des Vorjahres. Der Umsatz im Inland wuchs um 10 %, das Auslandsgeschäft um 15 %.
2011 wurde in die eigenen vier Wände investiert. Das kam der Branche zugute. Die Auftragsbücher des SHK-Handwerks sind nach wie vor voll. In den vom VDMA statistisch erfassten Produktgruppen entwickelten sich die Umsätze 2011 durchweg positiv. Die Hersteller von technischen Gebäudearmaturen erzielten insgesamt ein nominales Umsatzplus von 15 %, die Umsätze der Sanitärarmaturenhersteller stiegen um 11 %. Der Umsatz der Heizungsarmaturenhersteller wuchs um 14 %.
Nach Jahren der Wohnungsbauflaute in Deutschland gehen die Landesbausparkassen für 2011 von einem Sprung um 20 % gegenüber dem Vorjahr auf 225.000 genehmigte Wohneinheiten aus. Für 2012 prognostiziert die LBS ein weiteres Wachstum um knapp 5 % auf 235.000 Genehmigungen (Bericht von TGA Fachplaner). Die Beschäftigungs- und Einkommensperspektiven sind gut, die Zinsen niedrig, sodass nicht nur Bestandsimmobilien, sondern auch der Neubau auf ein breites Interesse stoßen.
Im restlichen Europa ist die Bauwirtschaft nach wie vor durch das gesamtwirtschaftliche Umfeld und die Konjunktureintrübung geschwächt. Euroconstruct rechnet in seiner aktuellen Studie für 2012 nicht mit einer nachhaltigen Erholung. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede in der länderspezifischen Entwicklung der Baukonjunktur. In Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden wurde der Tiefpunkt der Baukonjunktur bereits 2010 erreicht, und auch in Mitteleuropa entwickelt sich die Bauwirtschaft sehr stabil; das Wachstum ist hier jedoch etwas niedriger als in den skandinavischen Ländern. Mit Ausnahme Polens, dessen Bausektor ausgesprochen dynamisch ist, zeichnet sich in Ostmitteleuropa noch keine Rückkehr auf einen Wachstumspfad ab. Am ungünstigsten sind die Aussichten jedoch weiterhin in Spanien, Italien und Portugal sowie in Irland und Großbritannien.
Laut Angaben des Statistischen Bundesamts stieg der deutsche Export von Gebäudearmaturen von Januar bis November 2011 um rund 9 % auf knapp 2 Mrd. Euro. Frankreich, Österreich und die Niederlande behaupteten ihre Position als „Top drei Absatzmärkte“. Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft mit den USA (plus 33 % auf 131 Mio. Euro), Russland (plus 24 % auf 82 Mio. Euro) und China (plus 21 % auf 115 Mio. Euro). Während in den USA der Wohnungsbau noch in der Krise steckt und 2011 hauptsächlich Apartmenthäuser neu gebaut wurden, ist die russische Bauwirtschaft wieder in Schwung gekommen. Auch die chinesische Immobilien- und Bauwirtschaft hat sich 2011 trotz regionaler Immobilienblasen stabil entwickelt. Zunehmend machen der Branche jedoch restriktive Maßnahmen der Regierung sowohl bei der Steuerung der Kreditvergabe als auch der Nachfrage (Beschränkung des Wohnungskaufs pro Familie) zu schaffen. Hinzu kommt die weltweit nachlassende Konjunktur. Beide Effekte könnten sich 2012 gegenseitig verstärken.
Der Fachverband Armaturen blickt optimistisch ins neue Jahr und erwartet für 2012 einen weiteren Aufwärtstrend, der sich gegenüber 2011 aber abschwächt. Insgesamt rechnet der Fachverband mit einem nominalen Umsatzwachstum von 3 %. Dabei wird sich der Umsatz in der Produktgruppe der technischen Gebäudearmaturen mit plus 4 %, bei den Heizungsarmaturen mit plus 2 % und in der Produktgruppe der Sanitärarmaturen vermutlich auf dem Vorjahresniveau entwickeln.
Zu Jahresbeginn hat der Optimismus unter den deutschen Verbrauchern zugenommen. Die Konjunkturerwartung sowie die Anschaffungsneigung haben sich weiter verbessert; die Einkommenserwartung bleibt auf hohem Niveau stabil. Die Hersteller können also mit positiven Geschäftserwartungen ins neue Jahr starten. Die Herausforderungen der SHK-Branche für 2012 werden neben der anhaltenden Euro-Schuldenkrise der Fachkräftemangel im Handwerk, der zunehmende Internethandel sowie hohe Energie- und Rohstoffkosten sein. ■
Mehr Umsatz für alle Produktgruppen
2011 wurde in die eigenen vier Wände investiert. Das kam der Branche zugute. Die Auftragsbücher des SHK-Handwerks sind nach wie vor voll. In den vom VDMA statistisch erfassten Produktgruppen entwickelten sich die Umsätze 2011 durchweg positiv. Die Hersteller von technischen Gebäudearmaturen erzielten insgesamt ein nominales Umsatzplus von 15 %, die Umsätze der Sanitärarmaturenhersteller stiegen um 11 %. Der Umsatz der Heizungsarmaturenhersteller wuchs um 14 %.
Gute Perspektiven für Wohnungsbau in Deutschland
Nach Jahren der Wohnungsbauflaute in Deutschland gehen die Landesbausparkassen für 2011 von einem Sprung um 20 % gegenüber dem Vorjahr auf 225.000 genehmigte Wohneinheiten aus. Für 2012 prognostiziert die LBS ein weiteres Wachstum um knapp 5 % auf 235.000 Genehmigungen (Bericht von TGA Fachplaner). Die Beschäftigungs- und Einkommensperspektiven sind gut, die Zinsen niedrig, sodass nicht nur Bestandsimmobilien, sondern auch der Neubau auf ein breites Interesse stoßen.
Schwache Baunachfrage im restlichen Europa
Im restlichen Europa ist die Bauwirtschaft nach wie vor durch das gesamtwirtschaftliche Umfeld und die Konjunktureintrübung geschwächt. Euroconstruct rechnet in seiner aktuellen Studie für 2012 nicht mit einer nachhaltigen Erholung. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede in der länderspezifischen Entwicklung der Baukonjunktur. In Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden wurde der Tiefpunkt der Baukonjunktur bereits 2010 erreicht, und auch in Mitteleuropa entwickelt sich die Bauwirtschaft sehr stabil; das Wachstum ist hier jedoch etwas niedriger als in den skandinavischen Ländern. Mit Ausnahme Polens, dessen Bausektor ausgesprochen dynamisch ist, zeichnet sich in Ostmitteleuropa noch keine Rückkehr auf einen Wachstumspfad ab. Am ungünstigsten sind die Aussichten jedoch weiterhin in Spanien, Italien und Portugal sowie in Irland und Großbritannien.
Gebäudearmaturen-Export stieg 2011 um 9 %
Laut Angaben des Statistischen Bundesamts stieg der deutsche Export von Gebäudearmaturen von Januar bis November 2011 um rund 9 % auf knapp 2 Mrd. Euro. Frankreich, Österreich und die Niederlande behaupteten ihre Position als „Top drei Absatzmärkte“. Besonders dynamisch entwickelte sich das Geschäft mit den USA (plus 33 % auf 131 Mio. Euro), Russland (plus 24 % auf 82 Mio. Euro) und China (plus 21 % auf 115 Mio. Euro). Während in den USA der Wohnungsbau noch in der Krise steckt und 2011 hauptsächlich Apartmenthäuser neu gebaut wurden, ist die russische Bauwirtschaft wieder in Schwung gekommen. Auch die chinesische Immobilien- und Bauwirtschaft hat sich 2011 trotz regionaler Immobilienblasen stabil entwickelt. Zunehmend machen der Branche jedoch restriktive Maßnahmen der Regierung sowohl bei der Steuerung der Kreditvergabe als auch der Nachfrage (Beschränkung des Wohnungskaufs pro Familie) zu schaffen. Hinzu kommt die weltweit nachlassende Konjunktur. Beide Effekte könnten sich 2012 gegenseitig verstärken.
Prognose 2012: 3 % Umsatzwachstum
Der Fachverband Armaturen blickt optimistisch ins neue Jahr und erwartet für 2012 einen weiteren Aufwärtstrend, der sich gegenüber 2011 aber abschwächt. Insgesamt rechnet der Fachverband mit einem nominalen Umsatzwachstum von 3 %. Dabei wird sich der Umsatz in der Produktgruppe der technischen Gebäudearmaturen mit plus 4 %, bei den Heizungsarmaturen mit plus 2 % und in der Produktgruppe der Sanitärarmaturen vermutlich auf dem Vorjahresniveau entwickeln.
Herausforderung 2012: Fachkräftemangel im Handwerk
Zu Jahresbeginn hat der Optimismus unter den deutschen Verbrauchern zugenommen. Die Konjunkturerwartung sowie die Anschaffungsneigung haben sich weiter verbessert; die Einkommenserwartung bleibt auf hohem Niveau stabil. Die Hersteller können also mit positiven Geschäftserwartungen ins neue Jahr starten. Die Herausforderungen der SHK-Branche für 2012 werden neben der anhaltenden Euro-Schuldenkrise der Fachkräftemangel im Handwerk, der zunehmende Internethandel sowie hohe Energie- und Rohstoffkosten sein. ■
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