Aus wie vielen Primärenergiequellen speisen sich die von Menschen nutzbar gemachten erneuerbaren Energien? 3, 5 oder 7?
DIN 4108-2 (Entwurf)
Überarbeitet: Norm für den Wärmeschutz
Im Oktober 2011 ist der Normenentwurf DIN 4108-2 „Wärmeschutz und EnergieEinsparung in Gebäuden – Teil 2: Mindestanforderungen an den Wärmeschutz“ erschienen. Er ist als Ersatz für die gleichnamige Ausgabe von Juli 2003 vorgesehen [2].
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Der Überarbeitungsentwurf DIN 4108-2 enthält zahlreiche Änderungen und Ergänzungen. Unter anderem wurden im Nachweisverfahren für den sommerlichen Wärmeschutz die Nachtlüftung und die Kühlung aufgenommen.
Für Bauteile mit Flächenheizungen und Flächenkühlungen sind Mindestanforderungen aufgenommen worden.
Die Zuordnungskarte für der Klimaregionen A, B und C für den sommerlichen Wärmeschutz wurde überarbeitet. Fünf Städte sind gegenüber ihrer Umgebung „hochgestuft“ worden.
DIN 4108-2 legt die Mindestanforderungen an die Wärmedämmung von Bauteilen und im Bereich von Wärmebrücken in der Gebäudehülle von Hochbauten fest. Die Anforderungen gelten für
alle Räume, die mit Innentemperaturen ≥19 °C beheizt werden,
alle Räume, die auf niedrige Innentemperaturen ≥12 °C und <19 °C beheizt werden sowie
Räume, die über einen Raumverbund beheizt werden.
Die Norm gibt wärmeschutztechnische Hinweise für Planung und Ausführung von Aufenthaltsräumen und beinhaltet auch Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz. Für Räume, die auf niedrige Innentemperaturen ≥12 °C und <19 °C beheizt werden, wird eine sinngemäße Anwendung empfohlen.
In dem aktuellen Überarbeitungsentwurf [1] sind u.a. folgende Änderungen vorgenommen worden:
Überarbeitung der Symbole, Größen und Einheiten
Überarbeitung der Mindestanforderungen für Wärmedurchlasswiderstände in Tabelle 3 in [1] (übersichtlicher und detaillierter gestaltet)
Mindestanforderungen für Wärmedurchlasswiderstände an Bauteile mit Flächenheizung und Flächenkühlung wurden ergänzt (Tabelle 4 in [1])
Unbedenklichkeitskriterien hinsichtlich Schimmelbildung für Ecken wurden aufgenommen
die Mindestanforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz wurden an die neuen Wetterdaten angepasst und eine neue Klimakarte (Bild 3 in [1]) in die Norm aufgenommen
das Nachweisverfahren für den Wärmeschutz im Sommer wurde überarbeitet und die Nachtlüftung und Kühlung ergänzt
die Anforderungen an die Luftdichtheit von Außenbauteilen wurden überarbeitet
im neuen informativen Anhang A werden Symbole physikalischer Größen gegenübergestellt
Deutlich wird in Abschnitt 4.3.2 auf Probleme aus der Luftdichtheit von Außenbauteilen und auf den Mindest[außen]luftwechsel hingewiesen, um die Hygiene, die Begrenzung der Raumluftfeuchte sowie die Zuführung von Verbrennungsluft nach bauaufsichtlichen Vorschriften zu erfüllen. Dies ist laut [1] in der Heizperiode der Fall, wenn ein durchschnittlicher (Außenluft)-Luftwechsel von nAUL = 0,5 h–1 durch die Planung sichergestellt wird.
Bemerkenswert sind die ergänzenden Ausführungen zu Maßnahmen und die Festlegung von Kriterien zur Vermeidung von Schimmelpilzbildung in Kanten bzw. linienförmigen Wärmebrücken, Ecken bzw. punktförmigen Wärmebrücken und die Determinierung der Randbedingungen. Beim sommerlichen Wärmeschutz sind zur überarbeiteten Karte mit der Eintragung der Klimaregionen A, B und C fünf Städte aufgeführt, die abweichend von der Umgebung der Klimaregion B zu zuordnen sind.
Das Kapitel zum sommerlichen Wärmeschutz wurde neu strukturiert (z.B. Nachweisführung mit Grundsätzen, Voraussetzungen für Verzicht auf einen Nachweis und Berechnungsrandbedingungen). Das Verfahren „Sonneneintragswerte“ beinhaltet in der Tabelle 8 von [1] Anhaltswerte für den Abminderungsfaktor Fc, untergliedert in Sonnenschutzglas und Wärmedämmglas (dreifach und zweifach).
Die Tabelle 9 wurde in [1] grundlegend überarbeitet. Sie beschreibt die anteiligen Sonneneintragswerte zur Bestimmung des zulässigen Sonneneintragskennwerts. Sie berücksichtigt u.a. Aspekte der Nachtlüftung, untergliedert in Wohngebäude und Nichtwohngebäude, in Abhängigkeit der Bauschwere und des Außenluftwechsels der Nachtlüftung und den Einsatz von passiver Kühlung als Funktion der Bauschwere. Unhandlich für die praktische Anwendung sind die neun zum Teil sehr umfangreichen Randbemerkungen zu Inhalten der Tabelle 9.
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Literatur
[1] DIN 4108 (Entwurf) Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 2: Mindestanforderungen an den Wärmeschutz. Berlin: Beuth Verlag, Oktober 2011
[2] DIN 4108 Wärmeschutz und Energie-Einsparung in Gebäuden – Teil 2: Mindestanforderungen an den Wärmeschutz. Berlin: Beuth Verlag, Juli 2003
Inhaltsübersicht
- Überarbeitet: Norm für den Wärmeschutz
- Prof. Dr.-Ing. Achim Trogisch
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