TGA Heizungstechnik

TGA Ausgabe 08-2010
Schräder Abgastechnologie

Elektrostatischer Partikelabscheider

Prüfstandsaufbau zum Vergleich von Partikelabscheidern für Biomasse-Kleinfeuerungen bis 50 kW. (Quelle: Deutsches BiomasseForschungsZentrum (DBFZ), Leipzig)
Prüfstandsaufbau zum Vergleich von Partikelabscheidern für Biomasse-Kleinfeuerungen bis 50 kW.

Wirksam und förderwürdig, so präsentierte sich der ­elektrostatische Partikelabscheider AL-Top der Schräder Abgastechnologie in einem Vergleichstest verschiedener Abscheider. Die Messungen führte das Deutsche ­BiomasseForschungsZentrum (DBFZ) durch.

Partikelabscheider sollen den Feinstaub in den Abgasen von Feuerstätten reduzieren und somit Mensch und Umwelt schützen. Das Deutsche BiomasseForschungsZentrum DBFZ in Leipzig hat dazu aus aktuellem Anlass (Novellierung der 1. BImSchV) im Rahmen des sogenannten Monitorings sieben verfügbare Partikelabscheider für Biomasse-Kleinfeuerungen bis 50 kW miteinander verglichen und sie gemäß den Richtlinien zur Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (Marktanreizprogramm, MAP) begutachtet.

Das Forschungszentrum arbeitete in diesem Projekt mit dem Euro­päischen Institut für Energieforschung (EIFER) aus Karlsruhe zusammen. Die Messungen wurden am Abscheiderprüfstand des DBFZs in Leipzig durchgeführt. Ziel der Messreihe war ein praxisnaher Test ausgewählter ­Abscheidesysteme unter gleichen Bedingungen sowie die Untersuchung der Auswirkungen unterschiedlicher Staubqualitäten in Bezug auf Brennstoff und Feuerung.

Für das Projekt wurde eine Kurzzeitprüfung mit realen Gasen gewählt, um der natürlichen Nutzung einer Feuerstätte möglichst nahe zu kommen. Gemessen wurden die Menge des Staubs und seine Zusammensetzung ­(insbesondere Kohlenstoffmonoxid, Stickstoffmonoxid und Sauerstoff) bei Feuerungen mit einem Kaminofen, einem Holzpellet-Heizkessel und einem Multi-Fuel-Kessel. Als Brennstoffe kamen Buchenholzscheite, DIN-Holzpellets, Roggen-, Misch- und Strohpellets zum Einsatz.

Der elektrostatische Partikelabscheider von Schräder schnitt besonders bei holzartigen Brennstoffen gut ab: Der Abscheidegrad für Gesamtstaub lag sowohl bei Scheitholz als auch bei Holzpellets bei über 80 %. Beim Einsatz von Agrarbrennstoffen in dem Multi-Fuel-Kessel lagen die Werte bei 23 % für Strohpellets, 52 % bei Getreide und 48 % bei Mischpellets. Daraus resultierend macht das Leipziger Forschungszentrum die Aussage: „Der an einer Holzfeuerung während der quasistationären Verbrennungsphase festgestellte Abscheidegrad betrug 82 %. Der Rohgasstaubgehalt bezogen auf 11 % O2 ­betrug 0,042 g/Nm3.“

Damit erfüllt der Partikelabscheider die Kriterien zur Innovationsförderung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Für den Betreiber einer Feuerstätte bedeutet das: Jede Biomasseanlage bis zu einer Nennwärmeleistung von 100 kW, die mit dem AL-Top von Schräder nach­gerüstet wird, bringt ihm pauschal 500 Euro Förderung durch das Markt­anreizprogramm (Mindestkriterium zur Förderfähigkeit: Staubabscheidung >50%). Bei neu errichteten Gebäuden ist eine Förderung ebenfalls möglich, wenn über die Biomasseanlage Prozesswärme zur Verfügung gestellt wird (siehe Infokasten). DR

Inhaltsübersicht

  1. Teil: Elektrostatischer Partikelabscheider
  2. Teil: Partikelabscheider AL-Top
  3. Teil: Auszug aus dem Marktanreizprogramm
  • Der elektrostatische Partikelabscheider Schräder AL-Top bei verschiedenen Verbrennungssituationen im Vergleich.
Schräder Abgastechnologie
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