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TGA Ausgabe 12-2010
Preis der deutschen Gaswirtschaft

Innovationspreis für Windkraft-Erdgas

Prämiertes Konzept: Mit überschüssigem Ökostrom wird Wasserstoff per Elektrolyse hergestellt und anschließend durch die Zugabe von Kohlendioxid in Methan umgewandelt. In der bestehenden Erdgasinfrastruktur können so große Mengen erneuerba (Quelle: ASUE)
Prämiertes Konzept: Mit überschüssigem Ökostrom wird Wasserstoff per Elektrolyse hergestellt und anschließend durch die Zugabe von Kohlendioxid in Methan umgewandelt. In der bestehenden Erdgasinfrastruktur können so große Mengen erneuerbarer Energie gespeichert werden.

Die Solar Fuel Technology GmbH ist für eine neue Technologie, die Elektrizität in synthetisches Erdgas umwandelt, im Rahmen des Preises der deutschen Gaswirtschaft für Innovation und Klimaschutz 2010“ in der Kategorie „Umweltschonende Mobilität“ und „Innovation“ mit dem Hauptpreis und einem Preisgeld von 25000 Euro ausgezeichnet worden. Das Verfahren wurde zusammen mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und dem Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik entwickelt. Dabei wird zunächst aus Elektrizität Wasserstoff und Sauerstoff per Elektrolyse erzeugt. Durch eine chemische Reaktion des Wasserstoffs mit Kohlendioxid entsteht dann Methan, der Hauptbestandteil von Erdgas. Der Wirkungsgrad bei der Umwandlung beträgt rund 66 %. Die übergeordnete Idee des Verfahrens ist es, aus überschüssigem Ökostrom – der durch den Ausbau der Windstromkapazitäten zunehmend nicht mehr vollständig genutzt werden kann – erneuerbares Erdgas zu produzieren. Das „Windkraft-Erdgas“ kann ohne weitere Bearbeitung in das Erdgasnetz eingespeist werden. So können regenerativ erzeugte Energiemengen aufgenommen und gespeichert werden. Das Speicherreservoir des sich durch Deutschland erstreckenden Erdgasnetzes beträgt über 200 Mrd. kWh – der Verbrauch von mehreren Monaten. Das synthetische Erdgas kann über KWK-Anlagen und GuD-Kraftwerke auch zur Regelung des Stromnetzes genutzt werden; außerdem steht es den Wärme- und Mobilitätsmärkten zur Verfügung. Eine im Auftrag von Solar Fuel Ende 2009 in Stuttgart errichtete Demonstrationsanlage beim Forschungsinstitut ZSW läuft bereits erfolgreich, eine Anlage im größeren Leistungsbereich ist für 2012 geplant. Ziel ist es, ab 2014 serienmäßig Anlagen zu produzieren. http://www.solar-fuel.net

http://www.asue.de

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