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Flächenheizung für historische Gemäuer

Wer sich mit dem Pkw der niederbayerischen Marktgemeinde Mallersdorf-Pfaffenberg nähert, sieht schon von Weitem die auf einer Anhöhe thronende vierflügelige Klosteranlage. Seit 1869 ist das ursprünglich von Benediktinern gegründete Ensemble in der Hand der „Ordensgemeinschaft der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie“. Die meist „Mallersdorfer Schwestern“ genannte Kongregation hat sich neben der Seelsorge, der Alten- und Krankenpflege sowie dem Bierbrauen vor allem der Erziehung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen verschrieben. So befinden sich auf dem Gelände der Abtei eine von den Nonnen geführte Mädchenrealschule (Nardini-Realschule) und die 1889 als interne Ausbildungsstätte für „Bewahrschulschwestern“ gegründete Fachakademie für Sozialpädagogik. Sie bereitet junge Frauen auf den Beruf der staatlich anerkannten Erzieherin vor.

Beide Einrichtungen sind in Gebäuden mit zum Teil besonders erhaltenswerter Bausubstanz untergebracht. Dies gilt vor allem für das Realschulgebäude, das zum denkmalgeschützten „alten Klosterviereck“ zählt und im Kern bis ins 17. und 18. Jahrhundert zurückreicht. Sowohl die Räumlichkeiten der Realschule als auch die der Fachakademie wurden kürzlich saniert und an heutige Anforderungen angepasst. Dies ging nur mit einem planerischen Konzept, das denkmalpflegerische Aspekte, aktuelle Vorgaben zum Brand-, Wärme- und Schallschutz und eine moderne Nutzung in Einklang brachte. Entwickelt hat es der unter anderem auf Schulbauten spezialisierte, vor Ort ansässige Architekt Norbert Hecht. Hecht machte aus der Not eine Tugend und bezog die historische Bausubstanz als gestalterisches Element mit ein. Zum Beispiel ließ er das Gebälk im zuvor weitgehend ungenutzten Dachgeschoss der Realschule freilegen. Das durch Bürsten von Farbe und Verwitterung befreite Holz schmückt nun die auf einer Nettogrundfläche von 720 m2 neu eingerichteten sieben Projekt- und Mehrzweckräume. Das Gleiche passierte bei den ehemaligen Gefängniszellen von St. Josef, die nach ihrem Umbau als Wohnheim für die Schülerinnen und angehenden Erzieherinnen dienen.

Bei Decken und Fußböden forderte die Statik ihren Tribut. Im „alten Klosterviereck“ mussten die Holzbalkendecken durch eine bewehrte Holz-Beton-Verbundkonstruktion ertüchtigt werden, bevor mit dem Aufbau des Fußbodens begonnen werden konnte. Für die Bereiche mit Gewölbedecken und sichtbarem Gebälk lautete das Motto „so trocken wie möglich“. So entschied sich der Architekt durchgängig für die mit dem BVF-Gütesiegel ausgezeichneten Trockenestrichsysteme von Lindner GFT.

Zur Verstärkung von Schallschutz und Statik wurde im Dachgeschoss der Realschule auf dem Ausgleichsbeton zunächst eine Schicht aus klassischen Norit-TE-20-Elementen verlegt. Darüber folgten Gipsfaser-Platten Norit-TE 30 Therm. Als Systembestandteil der Norit-Fußbodenheizung fungieren sie als lastverteilende Schicht und nehmen auch die Heizrohre auf. Bei nur 70 mm Aufbauhöhe konnte so eine Estrichlösung samt Fußbodenheizung realisiert werden, die die für Schulgebäude geforderte Feuerwiderstandsklasse F120 erfüllt.

Bei der Sanierung des Herrenhauses von St. Josef stand für den Estrich lediglich eine Aufbauhöhe von 30 mm zur Verfügung. Die in diesem Fall für insgesamt 140 m2 Fußboden favorisierte Lösung – eine 10 mm dicke Norit-Holzweichfaserplatte zur Schallabsorption und Norit-TE-20-Trockenestrichelemente – hält diese Vorgabe ein. Bei der Fachakademie, wo eine Fläche von 170 m2 bearbeitet wurde, besteht der Systemaufbau über der Holzbalkendecke aus einer Splitfüllung, ebenfalls einer 10 mm dicken Norit-Holzweichfaserplatte und der Fußbodenheizung Norit-TE 30 Therm GF.

www.lindner-norit.com www.bvf-siegel.de