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02.06.2017
HDB

Bauprognose 2017: Umsatzplus von 6 %

Die Baukonjunktur läuft noch besser als zu Beginn des Jahres erwartet. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) hat deshalb seine Jahresauftaktprognose über die Entwicklung der baugewerblichen Umsätze im Bauhauptgewerbe von 5 auf 6 % (nominal) angehoben (real: 4 %). „Für 2018 rechnen wir mit einem weiteren Umsatzplus von 5,5 %“, sagte NDB-Präsident Peter Hübner, anlässlich des „Tages der Deutschen Bauindustrie“ am 31. Mai 2017.

Wohnungsbau bleibt Treiber

Treiber der Baukonjunktur bleibt auch 2017 der Wohnungsneubau, erwartet Hübner. Fertigungszahlen von bis zu 400.000 Einheiten pro Jahr ließen sich nach den langen Jahren der Krise im Wohnungsneubau aber nicht von heute auf morgen realisieren. Auch die Bauwirtschaft brauche Zeit, ihre Kapazitäten an das stark steigende Nachfrageniveau anzupassen. Der HDB rechne deshalb zwar für 2017 mit einem weiteren Anstieg der Fertigstellungszahlen auf 320.000 Einheiten, erst 2018 werde aber mit etwa 350.000 Fertigstellungen die Untergrenze des Bedarfs erreicht. Die Umsätze im Bauhauptgewerbe würden in diesem Segment entsprechend 2017 um 7,5 %, 2018 um 7 % zunehmen.

Wirtschaftsbau schafft Anschluss

Der Wirtschaftsbau wird 2017 den Anschluss an den allgemeinen Bauaufschwung schaffen, glaubt Hübner. Die Zuwanderung in die Ballungszentren habe nicht nur eine erhöhte Wohnungsbaunachfrage, sondern auch eine steigende Nachfrage nach Büroarbeitsplätzen und damit nach Büroraum ausgelöst. Gleichzeitig profitiere der Wirtschaftsbau von der Investitionsoffensive der Deutschen Bahn AG. Als weiterer Impulse komme hinzu, dass nach der Frühjahrsumfrage des Instituts der Deutschen Wirtschaft 44 % der Industriefirmen 2017 ihre Investitionen am Standort Deutschland ausweiten wollen. Der HDB habe deshalb seine Umsatzprognose für 2017 von 3 auf 4 % erhöht. Für 2018 erwarte die Branche ein weiteres Umsatzplus in dieser Sparte von 5 %.

Im öffentlichen Bau werde die deutsche Bauwirtschaft in den nächsten zwei Jahren von der Investitionswende im Verkehrswegebau des Bundes profitieren, ist Hübner überzeugt. Die Bauindustrie erwarte für 2017 ein Umsatzplus von 6 %, für 2018 von 4 %. ■

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