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29.09.2007

2007-09: Etwas zu kühl und deutlich zu nass

Der September war in Deutschland insgesamt um 0,8°C kühler als das langjährige Mittel. Beim Niederschlag lag der Monat über, beim Sonnenschein etwas unter dem Durchschnitt. Der September 2007 beendet damit die Serie von zwölf teilweise deutlich über dem Durchschnitt liegenden warmen Monaten. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2200 Messstationen.

Im Süden deutlich kühler als im Norden
Die Mitteltemperatur lag mit 12,5°C um 0,8°C unter dem vieljährigen Mittel von 13,3°C. Der Monat begann ziemlich kühl und auch an den letzten Tagen blieben die Werte unter dem Schnitt. Dazwischen gab es auch mal angenehm warme Temperaturen und einzelne „Sommertage“ mit Werten über 25°C Grad. Der Norden verzeichnete teilweise sogar Abweichungen zur positiven Seite, zum Beispiel in Schleswig Holstein mit +0,2°C. Anders im Süden: Am kühlsten war es in Bayern mit durchschnittlich 11,5°C sowie in Baden-Württemberg und Thüringen. Dort traten vereinzelt auch die ersten leichten Nachtfröste auf. Der höchste Temperaturwert wurde am 23. in Bendorf bei Koblenz mit 27,3°C gemessen.

Insgesamt zu nass
Mit etwa 92 l/m² fielen in Deutschland im Flächenmittel 150% des vieljährigen Niederschlagswertes von rund 61 l/m². Vor allem die Stauniederschläge zu Anfang des Monats an Erzgebirge und Alpen brachte dort große Regensummen, örtlich mehr als 250% des Monatssolls. Die nassesten Orte waren dabei Reit im Winkl mit insgesamt rund 300 l/m² und Siegsdorf-Höll mit über 292 l/m². Aber es gab auch Gebiete in denen der klimatische Mittelwert nicht erreicht wurde, z.B. in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland, mit teilweise nur 50 bis 60% des Solls.

Sonnenscheinbilanz leicht negativ
Im September 2007 kamen in Deutschland mit durchschnittlich 139 Stunden Sonnenschein nur etwa 93% des langjährigen Mittels von 149 Stunden zusammen. Hohe und niedrige Monatssummen traten verstreut in den einzelnen Bundesländern auf. Begünstigt war vor allem die Oberrheinische Tiefebene, wo die Sonne etwas häufiger schien. Im Nachteil lagen hauptsächlich die Nordränder der Mittelgebirge und der Alpen mit zum Teil weniger als 80% Sonne. ToR

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