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26.01.2009
Förderung

Warum die Effizienz von Kälte gefördert wird

Das Energieeinsparpotenzial bei der gewerblichen Nutzung von Kälte ist enorm. Oft kann der Energieverbrauch schon mit geringen
Eingriffen deutlich reduziert werden. „Durch den Einsatz von Hocheffizienzkomponenten erreicht die Energieeinsparung für individuelle Kälteanlagen bis zu 60%“, so kürzlich Michael Müller MdB und Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesumweltminister im Interview mit der Redaktion TGA Fachplaner.

Der Einsatz von Hocheffizienzkomponenten habe absolute Priorität, dazu diene auch die Ende Juni 2008 in Kraft getretene Klimaschutz-Förderrichtlinie Gewerbekälte (Richtlinie, Themenseite des Bundesumweltministeriums, Themenseite beim BAFA), die es jetzt verstärkt in Anspruch zu nehmen gilt, so Müller: „Die Entwicklung dieses Marktes wollen wir unterstützen. ... Wir müssen und wollen dafür werben, dass vermehrt die Lebenszykluskosten als Entscheidungsgrundlage dienen. Heute nehmen viele Betreiber die laufenden Energiekosten hin, weil sie von der riesigen Einsparpotenzialen nichts wissen.“

In dem Interview geht Müller auch ausführlich auf Sinn und Zweck der Klimaschutz-Förderrichtlinie Gewerbekälte ein und bewertet in ihrem Kontext die Energieeffizienz von Kälteanlagen als Handlungsprämisse eindeutig höher als die Frage nach der Kältemittelwahl.

"Die Wirtschaftskrise zwingt uns zu einem neuen Denken"
Zur Förderung der Energieeffizienz von Kälteanlagen steht im Jahr 2009 im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums ein Fördervolumen von 11 Mio. Euro zur Verfügung, das bei entsprechend qualifizierter Inanspruchnahme möglicherweise noch aufgestockt werden könnte. Hierfür wirbt der engagierte Umweltpolitiker mit den Worten: „Wir haben momentan durch die Wirtschaftskrise eine Riesenchance, weil die Wirtschaftskrise uns einfach zu einem neuen Denken zwingt. Wir erleben im Augenblick nicht nur eine Krise, wir erleben einen Epochenbruch. Ich glaube, dass die Zeit, wo der Finanzkapitalismus alles bestimmt hat, vorbei ist. Und jetzt geht es darum, wie die neue Epoche aussehen wird.“

Die neue Epoche wird nach Auffassung von Müller vor allem eine sozialökolgische Epoche werden: „Es geht aber auch um die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors. Ich möchte alles dafür tun, dass die Kälte- und Kühltechnik in Deutschland bleibt, weil sie hier nicht nur viel Tradition, sondern auch viel Potenzial für Innovationen hat.“

Das komplette Interview ist in Ausgabe 02-2009 von TGA Fachplaner (Erscheinungstermin: 30. Januar 2009) nachzulesen. ToR

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