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12.01.2010
DEPV

Pelletproduktion stieg 2009 nur geringfügig

In Deutschland sind im Jahr 2009 rund 1,6 Mio. t Holzpellets produziert worden. Das bedeutet eine geringfügige Steigerung von etwa 100.000 t gegenüber dem Vorjahr (rund 1,5 Mio. t). Der Deutsche Energieholz- und Pelletverband (DEPV) ermittelt die Produktionswerte regelmäßig unter den heimischen Pelletproduzenten. Danach bleibt Deutschland bei der Pelletproduktion in Europa weiterhin Spitzenreiter. Trotz der winterlichen Witterung zum Jahresbeginn 2010 ist die Bevorratung an Pellets bundesweit gut. „Die Versorgungssicherheit mit Pellets in Deutschland ist gewährleistet. Selbst bei länger andauernden Minustemperaturen steht dem Verbraucher Ware in ausreichender Menge zur Verfügung“, sagte hierzu die DEPV-Vorsitzende Beate Schmidt. Dies liege daran, dass Pelletproduzenten und -handel im Herbst 2009 größere Mengen für den Winterverkauf eingelagert hätten. Wegen der witterungsbedingt schwierigen Straßen- und Zustellverhältnisse rät der DEPV Verbrauchern jedoch, Bestellungen rechtzeitig vor dem Leerstand ihres Pelletlagers aufzugeben.

Inlandsverbrauch ist 2009 deutlich gestiegen
Der Inlandsverbrauch von Holzpellets ist 2009 gegenüber dem Vorjahr um 200.000 t auf 1,1 Mio. t gestiegen. Allerdings werden in Deutschland immer noch erheblich mehr Pellets produziert als verbraucht. 28 % der Produktion wurden 2009 exportiert (2008: 40 %). Nicht zuletzt wegen einer Zunahme der bei Gewerbe und Kommunen betriebenen großen Pelletheizungen geht man beim DEPV für 2010 von einer weiteren Zunahme des Inlandsverbrauchs auf rund 1,3 Mio. t aus. Als Rohstoffgrundlage für die Pelletproduktion standen 2009 Sägeresthölzer mit einem Anteil von etwa 70 % weiterhin an erster Stelle. Rund 30 % der Pellets wurden aus nicht sägefähigen Rundholzsortimenten produziert. Durch die rückläufige Schnittholzproduktion und einer damit einhergehenden Reduktion von Sägeresthölzern ist der Anteil dieser Holzsortimente gegenüber 2008 angestiegen. Keine nennenswerte Rolle spielten für die Pelletproduktion bislang Hölzer aus landwirtschaftlichen Kurzumtriebsplantagen.

Bei Produktion in 2010 wenig Bewegung erwartet
Die Pelletproduktion 2009 war vor allem durch eine hohe Erzeugung in den zweiten und dritten Jahresquartalen geprägt. Nur im ersten Quartal wurden weniger Pellets produziert als im vergleichbaren Zeitraum 2008. Für 2010 geht der DEPV von einer gleichbleibenden bis leicht steigenden Produktionsmenge aus. Dieser Trend gelte auch für die Produktionskapazität. In Deutschland werden Holzpellets gegenwärtig von ca. 70 Unternehmen produziert. Der Handel mit Pellets nimmt kontinuierlich zu. Der DEPV geht von etwa 300 Firmen aus, die dem Verbraucher Holzpresslinge anbieten – vom großen Handelsunternehmen über den spezialisierten Pellethandel bis zu kleinen Energiehändlern, die ihr traditionelles Sortiment Heizöl um Pellets erweiterten. Ungefähr 60 % der Pelletheizungen werden in Bayern und Baden-Württemberg betrieben. Die Versorgung im Norden und Osten wird aufgrund der steigenden Nachfrage laut DEPV aber immer besser.

Neue Entwicklungen bei Qualitätssicherung
Die DEPV-Vorsitzende wies darauf hin, dass sich in nächster Zeit bei der Qualitätssicherung neue Entwicklungen ergäben. So werde das Deutsche Pelletinstitut (DEPI) in diesem Jahr mit dem ENplus-Zeichen (www.enplus-pellets.de) eine zusammen mit dem Deutschen Biomasseforschungszentrum in Leipzig und dem österreichischen Pelletverband Pro Pellets Austria entwickelte Pellet-Zertifizierung anbieten, mit der die neue europäische Norm für Holzpellets (EN 14961-2) umgesetzt werde. Ergänzend zu der heute alleine das Produkt Pellets betreffenden Zertifizierung wird beim ENplus-Zeichen künftig auch der Pellethandel mit einbezogen. ToR

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