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28.12.2010
AG Energiebilanzen

2010: Über 4 % höherer Energieverbrauch

Der Energieverbrauch in Deutschland wird in diesem Jahr um mehr als 4 % steigen. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) geht davon aus, dass infolge des guten Konjunkturverlaufs sowie der kühlen Witterung zu Beginn und am Ende des Jahres der Energieverbrauch in Deutschland 14.012 PJ (3.892 TWh bzw. 478,2 Mio. t SKE) erreichen wird. Das sind 549 PJ (153 TWh bzw. knapp 19 Mio. t SKE) mehr als im Vorjahr. Damit kehrt der Verbrauch aber noch nicht auf das Niveau vor dem konjunkturellen Einbruch des Jahres 2008 zurück.

Entwicklung der konventionellen Energieträger


Laut der Prognose stieg 2010 der Verbrauch an Mineralöl um gut 1 % auf 4.722 PJ (1.312 TWh). Ohne den kräftig erhöhten Einsatz von Biokraftstoffen (deren Beitrag bei den erneuerbaren Energien bilanziert wird) hätte der Zuwachs beim Mineralöl eine Höhe von rund 4 % erreicht. Der Absatz von leichtem Heizöl stieg um etwa 3 %. Der Erdgasverbrauch in Deutschland erhöhte sich um 3,7 % auf 3.048 PJ (847 TWh). Der Verbrauch an Steinkohle erhöhte sich kräftig um mehr als 15 % auf 1.694 PJ (471 TWh) oder 57,8 Mio. t SKE. Der Primärenergieverbrauch an Braunkohle lag mit 1.515 PJ (421 TWh) oder 51,7 Mio. t SKE leicht über dem Niveau des Vorjahres. Die inländischen Kernkraftwerke konnten ihren Beitrag zum Primärenergieverbrauch um knapp 3 % auf 1.514 PJ (421 TWh) steigern.

Entwicklung bei erneuerbaren Energien


Die erneuerbaren Energien trugen 2010 mit 1.312 PJ (364 TWh) zur Energiebilanz 2010 bei. Das sind 6,8 % mehr als im Vorjahr. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft (ohne Pumpspeicher) stieg um 2 %, die der Windkraft ging dagegen trotz Ausbau der Erzeugungskapazitäten um knapp 3 % zurück. Einen gewaltigen Sprung hat die Photovoltaik gemacht: Ihr Beitrag ist 2010 um mehr als 80 % von 24 PJ auf 43 PJ (12 TWh) gewachsen. Biogas und Biokraftstoffe konnten um 15 % beziehungsweise knapp 4 % zulegen. Der Anteil aller erneuerbarer Energien am Primärenergieverbrauch stieg trotz höherem Verbrauch voraussichtlich von 9,1 auf 9,4 %.

Knapp 4 % höhere CO2-Emissionen


Der höhere Energieverbrauch wird zu einem Anstieg des energiebedingten CO2-Ausstoßes führen, da sich nach den Berechnungen der AG Energiebilanzen beim Mix der Energieträger 2010 nur geringfügige Veränderungen zugunsten CO2-armer Energieträger ergaben und etwa zwei Drittel des gesamten Verbrauchszuwachses auf kohlenstoffhaltige Energieträger entfällt. Gerechnet wird mit einer Zunahme der energiebedingten CO2-Emissionen um knapp 4 %. ToR
Jochen Vorländer

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