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01.02.2011
Vattenfall

Virtuelles Kraftwerk erweitert

Mit der Anbindung einer Reihenhaussiedlung in Hamburg Bramfeld werden jetzt von Vattenfall mehr als 6000 Wohneinheiten in Hamburg und Berlin durch die Steuerung des Virtuellen Kraftwerks mit Wärme versorgt. In dem Anlagenverbund befinden sich derzeit Wärmepumpen von 10 bis 25 kWth und Blockheizkraftwerke (BHKW) mit einer Leistung von 5,5 bis 2000 kWel.



Im Oktober 2010 hatte Vattenfall das Virtuelle Kraftwerk mit den ersten 15 Anlagen in Betrieb genommen. Zusammen mit den Blockheizkraftwerk-Experten vom SenerTec Center Berlin-Brandenburg und von SES Energiesysteme GmbH sowie dem Wärmepumpenhersteller Stiebel Eltron soll es die Zukunft der dezentralen Wärmeversorgung und die Integration erneuerbarer Energien in das Stromnetz aufgezeigt werden. Die Überwachung und Steuerung der derzeit 25 dezentralen Anlagen mit einer Gesamtleistung von 30 MWth erfolgt aus der Wärme-Leitwarte in Berlin, aus der auch die großen Kraftwerke gesteuert werden.

100.000 Wohnung bis zum Jahresende


Das Virtuelle Kraftwerk kombiniert BHKW und Wärmepumpen zu einem vernetzten, flexibel regelbaren und zentral gesteuerten Anlagensystem. Es ist das erste Kraftwerk, das während der Wärmeproduktion sowohl in der Lage ist mit den BHKW Elektrizität zu produzieren, als auch über die Wärmepumpen gezielt regenerativen Strom zu verbrauchen. Die zentrale Steuerung kann beispielsweise bei Windstromüberschuss im Netz die Wärmepumpen aktivieren, die dann den Windstrom in Wärme umwandeln, die bis zum Verbrauch gespeichert wird. Nach Auskunft von Dr. Frank May, Vorstandsvorsitzende der Vattenfall Europe Wärme AG, läuft die Kommunikations- und Steuerungstechnik zuverlässig. Unternehmensziel ist es, bis Ende des Jahres 100.000 Wohneinheiten über das Virtuelle Kraftwerk mit Wärme zu versorgen. ■
Jochen Vorländer

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