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10.05.2011
IG Passivhaus Deutschland

Schon 32.000 Passivhäuser in Europa

Ein Passivhaus spart 80 bis 95 % an Energie und CO2-Emissionen und ist dabei kaum teurer als ein konventionell errichtetes Gebäude. Im Neubau muss man laut IG Passivhaus Deutschland mit Mehrinvestitionen von etwa 2 bis 5 % und bei Altbausanierungen von 8 bis 15 % rechnen. Europaweit gibt es bereits 32.000 Passivhäuser mit 13,9 Mio. m2 Nutzfläche. Sie vermeiden 175 Mio. Euro/a an Energiekosten und 200.000 t/a CO2-Emissionen. Der Passivhaus-Standard ist Trendsetter für energieeffizientes Bauen und beschreibt auch die Basis des „Nearly zero energy buildings“ (Niedrigstenergiegebäude der EU-Gebäuderichtlinie).

Internationale Passivhaustagung in Innsbruck


Vom 27. bis 28. Mai 2011 trifft sich die Branche in Innsbruck auf der 15. Internationalen Passivhaustagung mit Passivhaus-Fachausstellung. Auf dem weltweit größten Kongress für energieeffizientes Bauen werden über 1200 Kongressteilnehmer aus über 50 Nationen Lösungen für nachhaltiges Bauen diskutieren. Inzwischen sind auch rund 800 Altbausanierungen auf Passivhaus-Standard realisiert – ein weiterer Schwerpunkt der Tagung. Mit insgesamt sieben Exkursionstouren, u.a. zu den beiden weltweit größten Passivhaus-Wohnhausanlagen sowie mehreren Schulen und Kindergärten, wird den Tagungsteilnehmern auch die Gelegenheit geboten, die theoretischen Erkenntnisse gleich selbst vor Ort realisiert zu besichtigen.

27 Passivhaus-Leuchtturmregionen


Die EU-Gebäuderichtlinie verpflichtet die öffentliche Hand beim Niedrigstenergiegebäude mit gutem Beispiel voranzugehen. „Derzeit gibt es bereits 27 Passivhaus-Leuchtturmregionen mit insgesamt 25 Mio. Einwohnern in Europa, die per Selbstverpflichtung für öffentliche Bauten den Passivhaus-Standard vorgeschrieben haben“, freut sich Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Feist. Das Passivhaus-Konzept sei für alle Regionen rund um den Globus prädestiniert. Nicht nur aus Klimaschutz- und Energiegründen werde das Passivhaus mit der europäischen Gebäuderichtlinie in ganz Europa etabliert. Die Bauschadensreduzierung, Wertsicherung und der erheblich gesteigerte Komfort seinen ebenso entscheidend. ■
Jochen Vorländer

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