Springe auf Hauptinhalt Springe auf Hauptmenü Springe auf SiteSearch
BDH

2012-1.Q: 7 % mehr Heiztechnik verkauft

Der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) meldet einen gestiegenen Wärmeerzeuger-Absatz für das erste Quartal 2012, beklagt aber weiterhin die zu geringe Modernisierungsaktivität. Nun soll der neue Umweltminister Peter Altmaier die Wende bringen. BDH-Hauptgeschäftsführer Andreas Lücke: „Ohne Erschließung der hohen Energieeinsparpotenziale im Gebäudebestand, auf den über 40 % des deutschen Energieverbrauchs entfallen, wird die Energiewende scheitern. Von Altmaier erhoffen wir uns ein starkes Signal für die Aufhebung der Modernisierungsblockade im Gebäudebestand. Gut zu wissen ist, dass der neue Umweltminister um die Schlüsselrolle des Wärmemarktes für das Gelingen der Energiewende weiß. Wir begrüßen es, dass sich der Minister für Steueranreize zur beschleunigten Modernisierung einsetzt.“1)

Vom Neubau getriebene Marktentwicklung


Der deutsche Markt für Heiztechnik ist im 1. Quartal 2012 um 7 % gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Das geht aus aktuellen Marktzahlen hervor, die der BDH auf den Berliner Energietagen präsentiert hat. Aus den Zahlen lässt sich ableiten, dass der höhere Absatz insbesondere auf die gestiegene Neubautätigkeit zurückzuführen ist. Die Nachfrage nach Wärmepumpen stieg um 21 %, von Festbrennstoffkesseln um 15 %, von Gas-Brennwertheizungen um 13 %, von solarthermischen Anlagen um 7 % (Bericht von TGA Fachplaner) und von Fußbodenheizungen um 16 %. Auch zentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung profitieren von der Marktentwicklung: 11.000 Anlagen wurden im ersten Quartal 2012 geordert. Das waren 23 % mehr als noch im Vorjahreszeitraum. ■

1) Peter Altmaier ist bereits seit mehr als 200 Tagen Verhandlungsführer der Bunderegierung für das Gesetz zur steuerlichen Förderung energetischer Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden im gemeinsamen Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat. Auch das Rüffeln der Länder durch die Bundeskanzlerin (Bericht von TGA Fachplaner) hat nicht zu einer Einigung geführt. Bereits bis zur Anrufung des Vermittlungsausschusses hatte sich die Bundesregierung 110 Tage Zeit gelassen.