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05.08.2013
GEA Air Treatment

Jubiläum: 60 Jahre GEA Happel

1954, ein Jahr nach Gründung der GEA Konvektorenbau Happel KG, war das erste Produkt marktreif: der Konvektor K 54. (Quelle: GEA)
1954, ein Jahr nach Gründung der GEA Konvektorenbau Happel KG, war das erste Produkt marktreif: der Konvektor K 54.
In den Produkten von GEA Air Treatment steckt mittlerweile das Know-how von sechs erfolgreichen Jahrzehnten: Im Jahr 1953 wurde GEA Happel – heute GEA Air Treatment (Segment von GEA Heat Exchangers) – als Tochterunternehmen der „Gesellschaft für Entstaubungsanlagen mbH“ an der Dorstener Straße in Wanne-Eickel gegründet.

Elliptische Rippenrohre


Dynamisches Wachstum bei GEA Happel: Ende der 1970er-Jahre wurden in Herne zur Fertigung zusätzlich Zelte errichtet. (Quelle: GEA)
Dynamisches Wachstum bei GEA Happel: Ende der 1970er-Jahre wurden in Herne zur Fertigung zusätzlich Zelte errichtet.
Um das von GEA-Firmengründer Otto Happel entwickelte, elliptische Rippenrohr zu vermarkten, wurde acht Jahre nach Kriegsende die GEA Konvektorenbau Happel KG mit 28 Mitarbeitern aus der Taufe gehoben. Schon nach zwölf Monaten war der Konvektor K54 marktreif, 1955 ging der erste Großauftrag ein – 1200 Konvektoren, die im Sonderzug nach Istanbul und Ankara rollten, um dort im Diplomatenviertel sowie im Hilton-Hotel eingesetzt zu werden. Innerhalb weniger Jahre wurde das weiterentwickelte Wandtherm-Luftheizgerät mit Lüftungs- und Filterfunktion die Basis für ein weiteres Geschäftsfeld. Hallenneubauten sowie ständig notwendige Erweiterungen zeigten, dass der Kurs stimmte: Plattenheizkörper, Elektroheizer, Rollroste, Öl- und Gaslufterhitzer, Dachlüfter – die Produktpalette wuchs. Unter dem Motto „Dezentrale Komfortlüftung“ kam im Jahr 1967 der Gebläsekonvektor in den Verkauf. Bald darauf begann die Herstellung der ersten Zentralluftgeräte.

Über Schwimmhallen-Entfeuchtung zur Kältetechnik


Die Siebzigerjahre begannen mit Jubiläen – 1970 war nicht nur der 50. Geburtstag des Stammhauses (die Gesellschaft für Entstaubungsanlagen (GEA) wurde 1920 gegründet), gefeiert wurde auch der 500.000 Luftheizer, ein Meilenstein in der Geschichte von GEA Happel. Der Erfolg riss dank vielschichtiger Forschung und rascher Entwicklung nicht ab: Erste eigene Planungssoftware und Regelungstechnik vervollständigten die Produktpalette, gleichzeitig erfolgte die Umstellung auf elektronische Messmethoden. Mit dem Einstieg in die Schwimmhallen-Entfeuchtung kam das Unternehmen zur Kältetechnik.

Neuer Standort, neue Anschrift


Standortwechsel: Nach Fertigstellung aller Gebäude an der Feldkampstraße zog auch die GEA-Happel-Verwaltung 1974 nach Wanne-Eickel (heute Herne). (Quelle: GEA)
Standortwechsel: Nach Fertigstellung aller Gebäude an der Feldkampstraße zog auch die GEA-Happel-Verwaltung 1974 nach Wanne-Eickel (heute Herne).
Die nächsten Jahre brachten viele grundlegende Veränderungen: GEA Happel erwarb 1973 als neuen Standort an der Feldkampstraße 90.000 m2 Grund, groß genug für neun Hallen. Im Herbst des Jahres erfolgte die Aufteilung in die Unternehmensbereiche Entwicklung und Vertrieb, Klimatechnik und Lufttechnik. Im Jahr 1974 übernahm Dr. Otto Happel, Sohn des Firmengründers, im Alter von 27 Jahren die Leitung des Gesamtunternehmens. Er stellte die Weichen neu. Unrentable Produkte wurden eingestellt, Schwimmhallen- und Wärmepumpenaktivitäten ausgeweitet. Es gab auch ungewöhnliche Neuerungen: Nach einer Zusammenlegung von Wanne-Eickel und Herne Mitte der 1970er-Jahre lautete die neue Firmenanschrift auf Herne, Südstraße 48.

Markteinführung des Zentralluftgeräts GEA Aerotherm


GEA Multitherm-Geräte, die Vorgänger des GEA MultiMaxx, sind auch heute noch in vielen Betrieben im Einsatz. (Quelle: GEA)
GEA Multitherm-Geräte, die Vorgänger des GEA MultiMaxx, sind auch heute noch in vielen Betrieben im Einsatz.
Highlight der Achtzigerjahre war die Markteinführung des Zentralluftgeräts GEA Aerotherm, ein Vorläufer der heute aktuellen GEA Cair-Serie. Nach der damaligen Rezession und Zusammenbruch des Wärmpumpenmarktes gelang dem Unternehmen die wirtschaftliche Erholung mit Innovationen wie der Sekundärluftjalousie für die GEA-Multitherm-Luftheizgeräte sowie einer 1985 eingeführten Mikroprozessor-Regelung für Gebläsekonvektoren. Dem Börsengang der GEA-Gruppe 1989 folgte ein Jahr später der Erwerb der Berliner Delbag Luftfilter GmbH – die Luftfiltertechnik passte nahtlos zur den Filterprodukten des Stammhauses. Während der 1990er-Jahre entwickelte sich die GEA-Gruppe durch Integration weiterer Unternehmen zu einem „Global Player“.

GEA Air Treatment, in der das Tätigkeitsfeld der ehemaligen GEA Happel heute angesiedelt ist, gehört seit der Umstrukturierung des Konzerns im Jahre 2010 zum Segment GEA Heat Exchangers. Die Luftbehandlungsgeräte aus dem Bereich erfüllen heute Klimatisierungsaufgaben in modernen Sportarenen, Fabrikhallen, Einkaufsmärkten, Flughafengebäuden, Schwimmbädern, Büros, Museen oder Hotels. Die GEA Group plant allerdings, sich mittelfristig aus dem Segment GEA Heat Exchangers zurückzuziehen (Bericht von TGA Fachplaner). ■
Jochen Vorländer

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