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10.01.2016
Vaillant

Erster Heizkessel erhält Altanlagen-Etikett

Fachhandwerker Mirko Juricke (Embruch GmbH), Karl-Heinz Backhaus (Vaillant), Dr. Peter Ahmels (Deutsche Umwelthilfe) und Dr. Günther Schellinger (Anlagenbesitzer) (v.l.) haben den ersten Heizkessel mit einem Altanlagen-Etikett versehen. (Quelle: Vaillant)
Fachhandwerker Mirko Juricke (Embruch GmbH), Karl-Heinz Backhaus (Vaillant), Dr. Peter Ahmels (Deutsche Umwelthilfe) und Dr. Günther Schellinger (Anlagenbesitzer) (v.l.) haben den ersten Heizkessel mit einem Altanlagen-Etikett versehen.
Seit dem 1. Januar 2016 werden auch bestehende Heizkessel mit einem Energieeffizienz-Label versehen. Gemeinsam mit Schornsteinfegern und Energieberatern ist das SHK-Fachhandwerk berechtigt, das kostenlose Etikett anzubringen. Ziel des weltweit ersten „nationalen Effizienzlabels für Heizungsaltanlagen“ für installierte Heizkessel ist es, die aktuelle Kesseltauschquote von jährlich 3,0 auf 3,7 % zu erhöhen. Das entspricht einem Plus von 120.000 Heizungsmodernisierungen pro Jahr.

Am 5. Januar 2016 hat Vaillant mit der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und einem Berliner Fachhandwerkspartner eine veraltete Heizung in Berlin Mitte mit dem weltweit ersten Label für installierte Heizgeräte versehen.

Label-Pflicht ab 2017

Knapp drei Viertel der 20 Mio. in Deutschland betriebenen Heizkessel gelten als veraltet und werden sich damit im roten Bereich der Bewertungsskala wiederfinden. „Das neue Label unterstützt die Fachhandwerker, die Wärmewende im Heizungskeller voranzutreiben“, so Dr. Tillmann von Schroeter, Geschäftsführer Vaillant Deutschland. „Verbraucher sehen auf einen Blick, wie effizient ihre Heizung das eingesetzte Gas oder Öl nutzt und ob ein Kesseltausch sinnvoll wäre.“

2016 ist das Labeling zunächst noch freiwillig, ab 2017 wird es verpflichtend. Bis 2023 werden sukzessive alle Geräte, die älter als 15 Jahre sind, mit einem solchen Label versehen. Für die Berechnung des Labels sind keine Messungen notwendig. Rechtsgrundlage ist das Energieverbrauchskennzeichnungsgesetz (EnVKG).

Als Berechnungsgrundlage dienen entweder Marke und Modell des Heizkessels oder der Gerätetypus und das Baujahr. Gekennzeichnet werden Öl- und Gas-Heizkessel bis 400 kW. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) unterstützt das Fachhandwerk bei der Geräteeinstufung über eine App sowie im Internet (www.bmwi.de/heizungsetikett). Zudem erhält der Fachhandwerker zur Weitergabe an den Heizungseigentümer ausführliches Informationsmaterial über das Label und Fördermöglichkeiten für den Kesseltausch. Das Label und das dazugehörige Informationsmaterial können kostenlos im Onlineshop des Zentralverbands Sanitär Heizung und Klima (ZVSHK) bezogen werden.

Rotes Warnsignal für Energieverschwender

Analog zum ErP-Energieeffizienz-Label für Neugeräte steht Grün für sparsam und Rot für verschwenderisch. Die Effizienzklassen gehen zunächst von A++ bis G, ab 2019 von A+++ bis D. ■

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