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03.04.2017
Uponor

Expertenforum wird fortgesetzt

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr setzt Uponor das Trinkwasser-Expertenforum für Planer, Betreiber und Verarbeiter fort. Bei sieben Veranstaltungen informieren die Experten wieder in einem interdisziplinären Format über die nachhaltige und regelkonforme Planung, Ausführung und Kontrolle von Trinkwasser-Installationen:

Am 9. Mai 2017 in München, am 11. Mai 2017 in Weimar, am 16. Mai 2017 in Düsseldorf, am 1. Juni in Nürnberg, am 8. Juni 2017 in Hannover, am 13. Juni in Potsdam und am 29. Juni in Mannheim. Anmeldung: www.uponor.de/expertenforum2017

Achtgeschossiges Gebäude als roter Faden

Michael A. Heun, Leiter der Uponor Academy, greift zur Einführung der Veranstaltungen aus Sicht des Betreibers die wichtigsten Fragen rund um die effiziente Warmwasserbereitung, die Planung und Installation des Rohrnetzes bis zur Entnahmestelle des Trinkwassers anhand eines Praxisbeispiels mit gemischter Nutzung auf, das als roter Faden durch die Veranstaltung führt.

Er versetzt sich dafür in die Rolle eines so genannten UsI (Unternehmer oder sonstiger Inhaber), der als Eigentümer eines multifunktionalen Bestandsgebäudes nach einer Probennahme mit einem leicht erhöhten Legionellenbefund konfrontiert ist. Anhand der verschiedenen Nutzungen und Rahmenbedingungen in dem achtgeschossigen Gebäude zeigt er mögliche Ursachen auf, wie zu lange Ausstoßzeiten, kritische Wassertemperaturen an Zapfstellen, Leerstände oder die unregelmäßige Nutzung von Wohnungen.

Trinkwasserhygiene ist oft überlebenswichtig

Welche besondere Sorgfalt für die Trinkwasserhygiene in Arztpraxen, Kliniken, Pflegeeinrichtungen, aber auch im privaten Wohnraum geboten ist, betrachtet PD Dr. Lothar Erdinger. Der Mikrobiologie vom Universitätsklinikum Heidelberg erläutert, warum für Menschen mit akuten Infektionen die Trinkwasserhygiene oftmals überlebenswichtig ist. Bei der Prävention sind für den Mikrobiologen neben einer regelmäßigen Durchströmung der Leitungen vor allem möglichst geringe Rohrdurchmesser von Bedeutung.

Ablauf einer Gefährdungsanalyse

Ansgar Borgmann bringt die Sicht eines Sachverständigen ein und spricht darüber, wie er das Praxisbeispiel im Rahmen einer Gefährdungsanalyse beurteilt. Der Sachverständige stellt den genauen Ablauf dar und zeigt im Beispielgebäude deutliche Verstöße gegen die DIN 1988-200 auf. Er erklärt, welche Regelwerke zu beachten sind, wie Fehler in der Planung und Ausführung zu vermeiden sind, und geht dabei vor allem auf die Aspekte Anlagenhydraulik, Stagnationsvermeidung und Systemtemperaturen ein.

Rechtliche Konsequenzen

Welche rechtlichen Konsequenzen die falsche Auslegung, die Nichteinhaltung der anerkannten Regeln der Technik oder schlicht die Unkenntnis der Verantwortlichkeiten bei der Trinkwasserverordnung haben können, führt Dr. Sandra Sutti aus. Die Fachanwältin erläutert die Haftungsfragen und die Rechtsfolgen und zeigt Haftungsrisiken bei Versäumnissen für die Baubeteiligten auf. Als Sachverständige für die Trinkwasserverordnung spricht sie über den Bestandsschutz von Gebäuden und erläutert aktuelle Beispiele aus der Rechtsprechung zur Trinkwasserhygiene.

Lösungsempfehlungen zur Problemvermeidung

Im Schlussteil gibt Prof. Dr.-Ing. Michael Günther, Referent der Uponor Academy, dann Lösungsempfehlungen, mit denen sich die verschiedenen Problemfelder im Beispielgebäude vermeiden bzw. beheben lassen. Die anschließende Expertenrunde mit allen Beteiligten bietet Raum für Diskussionen und Erfahrungsaustausch. ■

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