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08.08.2018
ZIV / BDH

Mehr als 1 Millionen Wärmepumpen in Deutschland

Auf Basis der Erhebungen des Schornsteinfegerhandwerks haben der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) und Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) die Bestandszahlen der zentralen Wärmeerzeuger im Jahr 2017 vorgelegt. Erstmals überstieg die Zahl der installierten Wärmepumpen in Deutschland 1 Mio. Stück. Damit tragen Wärmepumpen 5 % des Gesamtbestands von knapp 21 Mio. zentralen Wärmeerzeugern. 2017 wuchs der Absatz um 17 % auf 78.000 Heizungswärmepumpen. Manfred Greis, Präsident des BDH. „Drei Jahre in Folge wächst der Absatz von Wärmepumpen nunmehr überproportional. Mit 1 Mio. Stück im Bestand sehen wir den Marktdurchbruch dieser Effizienztechnologie gegeben.“

Weniger als ein Drittel ist Brennwerttechnik

Mit 7,5 Mio. Stück übersteigt der veraltete Bestand an Gas-Heizwertheizkesseln immer noch bei weitem den Bestand an den effizienteren Gas-Brennwertheizkesseln von 5,8 Mio. Stück. Noch gravierender ist die hohe Diskrepanz zwischen veralteten Öl-Heizwertheizkesseln mit 5 Mio. Stück bei nur 0,7 Mio. Öl-Brennwertheizkesseln. „13,5 Mio. der ca. 21 Mio. Heizkessel in Deutschland sind veraltet und entsprechen nicht dem Stand der Technik“, so Oswald Wilhelm, Präsident des ZIV.

Politik soll (mehr) Anreize für Heizungsmodernisierung setzen

ZIV und BDH fordern die Politik dazu auf, die energetische Modernisierung des veralteten Heizungsanlagenbestands anzureizen. „Es gibt genug privates Kapital für die energetische Sanierung, allerdings muss dieses durch entsprechende staatliche Anreize mobilisiert werden“, so Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH. Als kontraproduktiv würde sich das in einigen politischen Kreisen angedachte Auslaufen der Förderung der preisgünstigen und hocheffizienten Brennwerttechnik erweisen. „Solche Signale zu setzen, blockiert die energetische Modernisierung. Die ambitionierten Klimaschutzziele der Bundesregierung rücken damit in immer weitere Ferne“, ergänzt Lücke (siehe auch im TGAnewsletter: Brennwertförderung? Vielleicht, aber eigentlich nein.)■

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