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08.03.2019
TZWL

TZWL investiert in neue Prüfstände

TZWL-Gründer Prof. Peter Müller (rechts) und Prüfstellenleiter Taner Özbiyik besprechen die Pläne für die neuen Prüfstände. (Quelle: TZWL)
TZWL-Gründer Prof. Peter Müller (rechts) und Prüfstellenleiter Taner Özbiyik besprechen die Pläne für die neuen Prüfstände.

Das Europäische Testzentrum für Wohnungslüftungsgeräte TZWL, Dortmund, wird noch in diesem Jahr neue, leistungsstarke Prüfstände für Wohnungslüftungsgeräte in Betrieb nehmen. Damit reagiert das TZWL auf die strukturellen Veränderungen des Marktes für Wohnungslüftungsgeräte:

Sowohl kleinere dezentrale Lüftungsgeräte und Umschaltgeräte als auch stetig größer werdende zentrale Lüftungsgeräte spielen am Markt eine stärkere Rolle. Der neue Prüfstand vereinfacht die Messung von kleinen dezentralen Geräten und Umschaltgeräten. Für die großen zentralen Lüftungsgeräte steht deutlich mehr Luft- und Kühlleistung zu Verfügung. Geplant ist zudem ein Prüfstand zur schalltechnischen Untersuchung (ab 2020). Eine verbesserte Automatisierung wird den Prüfablauf insgesamt beschleunigen.

Prof. Peter Müller, Gründungsvorstand des TZWL: „Der Bedarf an Prüfungen kleinerer und großer Wohnungslüftungsgeräte steigt kontinuierlich. In einer Zeit starker Klimaveränderungen und der zunehmenden Bedeutung der Schadstoffbelastung in Wohnräumen ist Wohnungslüftung, insbesondere zur Verbesserung der Luftqualität, eine Schlüsseltechnologie.“ Für einen Teil der Prüfstände erhält das TZWL von progresNRW eine Landesförderung.

Prüfstände für Geräte bis 800 m3/h Luftleistung

Die neuen Prüfstände können Wohnungslüftungsgeräte verschiedener Gerätetechniken in einer großen Bandbreite bemessen. Thermodynamik, Lüftungstechnik und Dichtheit sind die drei Schritte, die jedes Lüftungsgerät erfolgreich durchlaufen muss, um am Ende die Bauartzulassung beim Deutschen Institut für Bautechnik (DIBt) in Berlin oder die Zertifizierung als passivhausgeeignete Komponente beim Passivhaus-Institut in Darmstadt zu erlangen. Auch das neue Ökodesign-Label zur Kennzeichnung energierelevanter Produkte setzt eine Geräteprüfung voraus. Oft nutzen Hersteller die Prüfstände aber auch, um ihre Geräte in normierter Umgebung weiterzuentwickeln.

Taner Özbiyik, Leiter der TZWL-Prüfstelle: „Mit den neuen Prüfständen können wir u.a. Geräte mit bis zu 800 m3/h Luftleistung bemessen. Damit schließen wir eine wichtige Lücke im Bereich der Prüfung von Lüftungsgeräten. Die Kälteleistung wird über Direktverdampfer mit einstellbarer Verdichterleistung zur Verfügung gestellt. Die Regelbarkeit der Kühlleistung ist dadurch in einem weiten Bereich möglich.“

Intensive Beratung und fachliche Betreuung

Jörg Köntopp, Geschäftsführer Vertrieb: „Die stärkere Automatisierung der Messungen schafft überdies deutliche Freiräume, die unsere Prüfingenieure vor allem in die Betreuung und Beratung unserer Kunden fließen lassen können. Der gute Kontakt zu den Herstellern und die fachliche Betreuung während der Prüfung ist ein Alleinstellungsmerkmal des TZWL. Wir bieten unseren Kunden eine intensive Betreuung auch über die Prüfungen nach Norm hinaus an. Durchgefallen, Stempel drauf und Tschüss... – das gibt es bei uns nicht. Wir kommunizieren, wo die Probleme liegen und zeigen Verbesserungspotenziale und Fehlerquellen auf. Hersteller entscheiden sich für TZWL, weil sie wissen, dass wir auch in der Phase der Prüfung intensiv beraten.“ ■

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