TGA-Newsletter: 02-2007 | 14.03.2007

AKTUELLES

Büros stellen auch ältere Arbeitskräfte ein

VBI
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62% der vom Verband Beratender Ingenieure (VBI) befragten Ingenieurbüros sind bereit, auch ältere Ingenieure einzustellen. Dies ist eines der Ergebnisse der diesjährigen VBI-Konjunkturumfrage, an der sich über 600 Ingenieurunternehmen beteiligt haben. Die Bereitschaft, erfahrene Ingenieure in die Unternehmen zu holen, zeigt deutlich, dass die Konjunktur auch in der Consultingswirtschaft angesprungen ist, so VBI-Hauptgeschäftsführer Klaus Rollenhagen.

Positive Konjunkturzeichen
Die Zahlen des VBI belegen, dass sich die Erholung der Bauwirtschaft auch 2007 und 2008 fortsetzen wird. Die Planer blicken bereits jetzt sehr optimistisch auf das laufende Geschäftsjahr, so der VBI. Was die Ingenieure heute planen, wird von Bauindustrie und -gewerbe in ein bis zwei Jahren gebaut. Die Zahlen im Einzelnen: 34% der Unternehmen erwarten Umsatzsteigerungen in 2007 (Vorjahr 27%). 52% gehen von gleich bleibenden Umsätzen aus. Lediglich 14% befürchten rückläufige Umsätze (2006: 21%, 2005: 45%).

Neue Arbeitsplätze
Auf Basis der deutlich verbesserten Auftragslage der Büros prognostiziert die Branche 2007 neue Arbeitsplätze im fünfstelligen Bereich. Allein die 628 befragten VBI-Unternehmen wollen Personal in der Größenordnung von 542 Stellen aufbauen. Rechnet man diese Zahl auf die 53.000 Ingenieurbüros in Deutschland hoch, so sind über 40.000 zusätzliche Jobs in der Consultingwirtschaft möglich. Nur noch 7% glauben, dass sie 2007 Personal abbauen müssen.

Es wird wieder verdient
25% der vom VBI befragten Ingenieurunternehmen erwarten einen Anstieg der Umsatzrendite. 57% glauben, zumindest den Stand des Vorjahres zu erreichen. Pessimistisch blicken lediglich 17% in die Zukunft. Derartig positive Zahlen wurden in diesem Jahrzehnt noch nicht ermitteln.

2006 schon erfolgreich
Die Bilanz für das Geschäftsjahr 2006 zeigt sich gegenüber 2005 deutlich verbessert. 2006 konnten 43% der Unternehmen ihre Umsätze steigern (2005: 25%), bei 36% waren die Umsätze stabil und bei 20% gingen sie zurück (2005: 39%). Die Umsatzrendite verbesserte sich immerhin bei 36% der Unternehmen, blieb unverändert bei 37%, ging jedoch bei 26% der Unternehmen weiter zurück.

Ohne Honoraranhebung nur Makulatur
Es ist unverkennbar: Es geht aufwärts in den Planungsbüros. Aber: Eine nachhaltige Gesundung des Berufsstands kann nur mit einer Erhöhung der Honorare erzielt werden, so Rollenhagen. Seit elf Jahren sind die Honorare der Ingenieure und Architekten nicht gestiegen. Der VBI fordert daher das Bundeswirtschaftsministerium auf, endlich die Novellierung der HOAI mit einer Honoraranhebung abzuschließen. ToR

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