TGA-Newsletter: 05-2007 | 11.05.2007

BERLIN

Feinstaub: 13% durch Holzverbrennung

Holz
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Auf die private und gewerbliche Holzverbrennung entfallen in Deutschland ca. 13% der Emissionen von Feinstaub. Sie liegen damit etwa gleich hoch wie die motorbedingten Emissionen des Straßenverkehrs, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/4811) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (Artikel in TGA-Infoletter 03-2007). Aus Holzfeuerungsanlagen seien im Jahr 2005 etwa 24 kt Feinstaub ausgestoßen worden, davon etwa 22 kt aus privaten und 2 kt aus gewerblichen Anlagen. Die regionalen Schwerpunkte der Emissionen lagen der Regierung zufolge sowohl beim Straßenverkehr als auch bei den Holzfeuerungsanlagen innerhalb von Siedlungsgebieten. Da diese Emissionen in der Regel in relativ niedriger Höhe aufträten, müsse ihre umwelt- und gesundheitspolitische Bedeutung hoch eingestuft werden, schreibt die Regierung.

Rund 15 Mio. Holzfeuerungen
In Deutschland gibt es der Antwort zufolge derzeit etwa 30 Mio. Kleinfeuerungsanlagen, von denen etwa die Hälfte feste Brennstoffe verwenden. Die geplante Änderung der ersten Bundesimmissionsschutzverordnung (ein Entwurf soll Ende Mai vorgestellt werden) soll dazu führen, dass Öl- und Gasfeuerungen nicht mehr so häufig überwacht werden müssen. Dadurch würden die Haushalte finanziell entlastet. Demgegenüber sollen Festbrennstofffeuerungen verstärkt überwacht werden. Gefordert werde ein Austausch der emissionsträchtigen Altanlagen.

Emissionen werden noch ansteigen
Nach Schätzungen des Umweltbundesamts würden die Feinstaubemissionen aus kleinen Holzfeuerungen bis zum Jahr 2015 noch auf etwa 26 bis 27 kt/a ansteigen und danach wieder sehr langsam zurückgehen. Dem lägen die Annahmen zugrunde, dass der längerfristige Trend zum verstärkten Einsatz von Holz anhält und sich bis 2020 gegenüber 2005 um etwa 40% erhöht und dass jährlich etwa 3% der kleinen Holzfeuerungen ausgetauscht werden. Den Anteil der Feinstaubemissionen aus Holzpelletfeuerungen nennt die Regierung gering. Diese Anlagen verzeichneten aber hohe Wachstumsraten, so dass in den nächsten Jahren mit deutlich höheren Emissionen zu rechnen sei. ToR

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