TGA-Newsletter: 12-2008 | 25.11.2008

ERNEUERBARE

Elektro-Roadster Tesla erobert Europa



Juwi-Gründer und -Vorstand Matthias Willenbacher fährt mit seinem Elektro-Roadster Tesla vor dem Brandenburger Tor vor. Der 100-%-Sticker am Tesla steht für die Zukunftskampagne von juwi, mit der das Unternehmen die Umstellung auf eine Stromversorgung forciert, die komplett aus erneuerbaren Energien gespeist wird.
In Berlin ist gestern der erste in Europa ausgelieferte Elektro-Roadster „Tesla“ präsentiert worden. Besitzer des bahnbrechenden kalifornischen Elektro-Sportwagens, der mit Strom aus einfachen Lithium-Ionen-Akkus in weniger als 4 s auf 100 km/h beschleunigt und eine Reichweite von fast 400 km hat, ist Matthias Willenbacher. Der 39-Jährige ist Gründer und Vorstand der juwi-Gruppe, einer der führenden Projektentwickler von Windkraft-, Solar- und Bioenergieanlagen.

Elektromobilität regenerativ
„Elektromobilität muss die Verkehrssysteme der Zukunft prägen, doch das alleine reicht nicht. Wenn die Emissionen vom Auspuff einfach zum Kohlekraftwerk verlagert werden, dann haben wir mit Blick auf die Klimakatastrophe nichts gewonnen. Elektromobilität macht nur Sinn, wenn der Strom aus erneuerbaren und damit sauberen Energieträgern kommt - zum Beispiel aus Wind-, und Sonnenenergie. Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen“, so Willenbacher bei einem Hintergrundgespräch der Agentur für Erneuerbare Energien in Berlin.

Autohersteller haben Trend verpennt
Konkret heißt das: Juwi will so schnell wie möglich den über 80 Wagen umfassenden Firmen-Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge verschiedener Hersteller umstellen. „Wir würden am liebsten gestern damit anfangen, doch bislang haben wir trotz intensivster Suche keinen Autohersteller gefunden, der uns entsprechende Elektrofahrzeuge liefern könnte“, kritisiert Willenbacher und verweist auf eine weitere wichtige Funktion von Elektroautos. „Sie dienen auch als intelligente Stromspeicher. Elektrofahrzeuge werden zum Aufladen der Batterie üblicherweise nachts an die Steckdose gesteckt, sodass sie etwaige Überschüsse an Windstrom aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben können.“ ToR

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