TGA-Newsletter: 06-2014 | 16.04.2014 (16.KW)

PLANUNGSBÜRO

Ingenieurbüros: gute konjunkturelle Lage

(c) Viega
(c) Viega
Bei der aktuellen Konjunkturumfrage des Verbands Beratender Ingenieure (VBI) haben von den 405 teilnehmenden Mitgliedsunternehmen 14 % ihre wirtschaftliche Situation als sehr gut und 51 % als gut beurteilt (gut oder besser: 65 %). Lediglich 2 % sehen schwierige Zeiten auf sich zukommen und bewerten ihre Lage als mangelhaft.

  • Auftragsbestand: Die gute konjunkturelle Situation bei den unabhängig planenden und beratenden Ingenieuren spiegelt sich auch in den Auftragsbüchern wider. 60 % bezeichnen ihre Auftragslage als sehr gut oder gut, 22 % verzeichnen immerhin eine befriedigende Auftragslage.
  • Umsatzentwicklung: 2013 konnten 43 (2012: 42) % der Umfrageteilnehmer ihren Umsatz steigern, bei 33 % blieb er auf Vorjahresniveau, 19 % verbuchten einen Umsatzrückgang.
  • Ertragslage: Im Jahr 2013 hat sich die Ertragslage zwar gegenüber dem Vorjahr leicht gebessert, blieb aber nach wie vor hinter der positiven Umsatzentwicklung zurück: 34 (2012: 29) % der befragten Ingenieurbüros konnten ihre Umsatzrendite steigern, 14 (2012: 25) % mussten einen Rückgang hinnehmen, bei 44 % stagnierten die Umsatzrenditen.
  • Umsatzerwartung: Bei der Umsatzerwartung für 2014 blicken 79 % der Befragten optimistisch auf die kommenden Monate. 26 % erwarten einen Umsatzanstieg, 53 % gehen von stabilen Umsätzen aus, nur 14 (2013: 21 %) befürchten ähnlich wie im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang.

Schwierige Personalbeschaffung


2013 setzte sich der seit einigen Jahren vom VBI beobachtete Trend zu steigenden Mitarbeiterzahlen fort: 31 % der befragten Büros stellten zusätzliche Mitarbeiter ein, nur 13 % bauten Stellen ab. Auch 2014 wollen wiederum 31 % der Büros Personal einstellen, lediglich 2 % planen Stellen abzubauen.

70 % der VBI-Mitglieder geben an, vakante Ingenieurstellen nicht schnell und qualifiziert besetzen zu können. Mehr als ein Drittel (37 %) der Befragten plant vor diesem Hintergrund, EU- weit nach geeigneten Ingenieuren zu suchen. Allerdings gaben 40 % der Umfrageteilnehmer an, bislang auch auf dem EU-Arbeitsmarkt erfolglos geblieben zu sein. VBI-Präsident Dr.-Ing. Volker Cornelius: „Eine der Ursachen dafür ist die schmale Ertragslage und die direkte Konkurrenz großer Industrieunternehmen im Wettbewerb um die besten Köpfe.“

48 % ihres Umsatzes erzielten die unabhängigen Ingenieurunternehmen 2013 mit Leistungen für öffentliche Auftraggeber, 46 % des Umsatzvolumens stammt aus privatwirtschaftlichen Aufträgen, nur 6 % des Umsatzes der Umfrageteilnehmer wurde im Ausland generiert. In puncto Zahlungsmoral gaben die Umfrageteilnehmer an, dass 60 % ihrer privaten Auftraggeber Rechnungen fristgerecht begleichen, aber nur 49 % der öffentlichen Auftraggeber. ■

Mit Grafiken aufbereitete Übersicht der Ergebnisse der VBI- Konjunkturumfrage 2014
Jochen Vorländer

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