TGA-Newsletter: 13-2015 | 22.10.2015 (43.KW)

SOFTWARE

Excel-Tool für Hallenheizsysteme

Welches Heizungssystem – zentral oder dezentral – ist für welches Hallengebäude die beste Lösung? Wie lässt sich schnell und einfach ein Energieausweis für Hallengebäude berechnen und erstellen? Beide Aufgaben löst das neue figawa hallen-tool, das jetzt Hilfe-Texte in jedem Berechnungs-Blatt und eine verbesserte Performance bietet. Bei der aktualisierten Version 2015 fließen zudem erstmals der Standort und die energetischen Effekte durch die Beleuchtung (Tageslicht, Kunstlicht) in die Planung ein.

Die Fokussierung auf Hallengebäude macht die Anwendung übersichtlich und liefert korrekte, nachvollziehbare Ergebnisse. Das des Excel-Tool ermöglicht den energetischen Systemvergleich von dezentraler (Warmlufterzeuger, Hell- und Dunkelstrahler) und zentraler Heizungstechnik mit dem EnEV-Referenzgebäude. Dabei sind die Normreihen DIN V 18599 Teile 1, 2, 4, 5, 8 und 10, das EEWärmeG und die EnEV 2014 zugrunde gelegt. Alle Grundlagen für die Berechnung des Energieausweises sind verfügbar.

Für die konkrete Umsetzung der Hallen-Heizungsanlage werden die Heizlastwerte nach DIN EN 12831 benötigt, welche von den Werten, die im Planungstool nach DIN V 18599 ermittelt wurden, erheblich abweichen können. Transmissionswärmeverluste an das Erdreich (bei großen Hallen ein erheblicher Faktor) werden nach DIN EN 12831 um bis zu 60 % niedriger berechnet. Die wesentlichen Unterschiede liegen in der Berechnung der Transmissionswärmeverluste von Bodenplatten, Lüftungswärmeverlusten und einer Höhenkorrektur für Hallen mit Raumhöhen über 5 m.

Um dem Planer die sonst erforderliche doppelte Arbeit zu ersparen und überhöhte Heizlastwerte zu vermeiden, hat figawa das Komponenten-Add-On entwickelt, das mit den zur Berechnung der energetischen Bewertung von Gebäuden nach DIN V 18599 bereits eingegeben geometrischen Gebäudeabmessungen und U-Werten automatisch auch die Heizlast nach DIN EN 12831 berechnet – es ist also keine Doppeleingabe und Neuberechnung notwendig. Auf einfache Weise erhält der Planer so die Berechnungsgrundlagen, mit denen der die erforderlichen Heizungskomponenten auslegen kann.

Darüber hinaus bietet das Komponenten-Tool als weitere Anwendungen die Berechnung von U-Werten (Berechnung von ebenen Wänden mit bis zu 8 Schichten, Berechnung von Luftschichten sowie die Berechnung der erforderlichen Dämm-Dicke bei vorgegebenem U-Wert). Weitere Features zur Arbeitserleichterung sind eine projektunabhängige U-Wert-Tabelle mit bis zu 100 Bauteilen, eine Baustoffliste nach DIN 4108 sowie die Möglichkeit, eine eigene Baustoffliste anzulegen. Insbesondere werden die Schwere des Bauteils und damit die Schwere des Gebäudes berechnet. Damit entfällt die möglicherweise fehlerhafte Einstufung nach DIN V 18599 in leichte, mittelschwere oder schwere Bauart.

Das figawa-Software-Paket ist durch das Institut für Technische Gebäudeausrüstung, ITG Dresden, ausführlich getestet worden und wird von DIN und ASUE empfohlen. Jeder, der interessiert ist, kann die Software in der Vollversion kostenlos downloaden und dann 4 Wochen kostenlos testen: www.figawa.org/verband/berechnungssoftware-fur-hallenheizungen

Die Schutzgebühr für das hallen-tool 2015 beträgt netto 89,00 Euro und für das Komponenten-Add-on 380,00 Euro (alle Preise zzgl. 19 % MwSt.). ■

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