TGA-Newsletter: 07-2016 | 31.03.2016 (13.KW)

MSR-Technik

Smart-Home-Markt-Prognose: „überschaubar“

Die Zahl der deutschen Smart-Home-Haushalte wird bis 2020 laut Statista Digital Market Outlook (DMO) von gegenwärtig 300.000 auf 2,4 Mio. steigen. Damit bleibt der hiesige Smart-Home-Markt angesichts einer Gesamtzahl von über 40 Mio. Haushalten für die Marktforscher „überschaubar“, das prognostizierte Marktwachstum ist allerdings beeindruckend.

Kernaussagen des OMD für Deutschland

  • der Umsatz im Smart-Home-Markt beträgt 2016 etwa 697,3 Mio. Euro
  • laut Prognose wird im Jahr 2020 ein Marktvolumen von 2,457 Mrd. Euro erreicht; dies entspricht einem jährlichen Umsatzwachstum von 37 %
  • die Penetrationsrate liegt 2016 bei 1,21 % und erreicht im Jahr 2020 voraussichtlich 6,23 % (deutlich weiter ist die Heimvernetzung beispielsweise in den USA, wo dem DMO zufolge bis 2020 rund 18,6 % aller Haushalte Smart Homes sein werden, aktuell liegt die Penetrationsrate in den USA bei 5,82 %)
  • der durchschnittliche Erlös pro Smart Home beträgt derzeit 1.484 Euro
  • der Umsatz im Segment „Energie-Management“ (Steckdoseneinsätze, automatisierte Heizungssteuerung, Zeitschalter sowie damit verbundene Sensoren) beträgt 2016 nur 136 Mio. Euro bei einem durchschnittlichen Erlös pro Smart Home von 332 Euro
  • im Segment „Hausautomatisierung“ (zentrale Steuerungs- und Kommunikationseinheiten, programmierbare Steuerknöpfe, Sensoren und Aktoren sowie kommunizierende und fernsteuerbare Lichtquellen) beträgt 2016 der Umsatz etwa 293 Mio. Euro, der durchschnittliche Erlös pro Smart Home beträgt derzeit 623 Euro.

Für die Prognose umfasst Smart Home den Verkauf von vernetzten Geräten zur Hausautomatisierung an private Endnutzer und die zugehörigen Dienstleistungen. Teil der Betrachtung sind Geräte zur Steuerung, Kontrolle und Regelung diverser Funktionen im Privathaushalt, die über eine zentrale Steuerungseinheit direkt mit dem Internet verbunden sind. Nicht berücksichtigt sind Geräte, deren primäre Funktion nicht in der Automatisierung oder Fernsteuerung der Hauseinrichtung liegt (z. B. Smartphones oder Tablet-PCs) sowie Geräte deren Wert und Motiv zur Anschaffung nur in eingeschränktem Maße von der Vernetzung und Fernsteuerung abhängen (z.B. Kühlschränke, Smart-TVs oder Backöfen).

Der Statista Digital Market Outlook (DMO) enthält Marktdaten der Digitalwirtschaft für 50 Länder weltweit mit Umsatz- und Nutzerprognosen bis 2020, ein Teilbereich des DMO ist der Smart-Home-Markt. Dieser lässt sich im DMO nach Hausautomatisierung, Gebäudesicherheit, Smart Entertainment Systeme, Altersgerechte Assistenzsysteme und Energie-Management differenzieren. ■

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