TGA-Newsletter: 02b-2018 | 22.02.2018

Heizungstechnik

2017: Heizungsmodernisierung im Schneckentempo

Mit insgesamt 712.000 in Deutschland verkauften Wärmeerzeugern hat die Heizungsindustrie für 2017 ein Absatzplus von 3 % gegenüber dem Vorjahr verbucht. „Diese positive Entwicklung ist auf das dynamische Neubaugeschäft zurückzuführen. Im Bestand läuft die Modernisierung nach wie vor im Schneckentempo. Mit Blick auf die Klimaziele 2030 muss die Modernisierungsquote jetzt deutlich gesteigert werden“, sagt Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH).

Der größte Anteil am Gesamtabsatz entfiel auf die Gas-Brennwerttechnik mit 472.500 Geräten und einem Plus von 4 %. Erstmalig ist die Wärmepumpe mit 78.000 verkauften Anlagen (Heizungswärmepumpen ohne Warmwasser-Wärmepumpen) und einem Plus von 17 % die am zweitstärksten nachgefragte Technik zur Wärmeerzeugung. Ursächlich hierfür ist ebenfalls die positive Entwicklung im Neubau. Mit 63.500 Geräten sind Öl-Heizkessel auf Platz drei zurückgefallen. Bei Holz-Heizkesseln (ohne wasserführende Pellet-Kaminöfen) weist die BDH-Statistik mit 26.500 verkauften Wärmeerzeugern ein Minus von 8 % aus. Auch bei solarthermischen Anlagen gab es mit 78.000 Anlagen ein Minus von 16 % (Kollektorfläche: 625.500 m2 ).

Die 100 im BDH organisierten Unternehmen erwirtschafteten im Jahr 2017 einen weltweiten Gesamtumsatz von 14,5 Mrd. Euro. Dies entspricht einer Steigerung von ca. 4 % gegenüber dem Vorjahr. Der Aufwand für Forschung und Entwicklung lag mit 608 Mio. Euro leicht unter dem Rekordwert von 640 Mio. Euro des Vorjahres. 2017 waren in den BDH-Mitgliedsunternehmen weltweit rund 73.800 Menschen beschäftigt (+2,6 %). ■

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