TGA-Newsletter: 05b-2019 | 23.05.2019

Heizungstechnik

Heizungsbestand: Überwiegend veraltet und ineffizient

Nach den Erhebungen des Schornsteinfegerhandwerks gab es im Jahr 2018 insgesamt über 32 Mio. Feuerungsanlagen. Die Zahl umfasst Heizungsanlagen, aber auch Warmwasserbereiter, Raumheizer und Einzelraumfeuerstätten wie Kamin- und Kachelöfen, die vom Schornsteinfeger im gesetzlichen Auftrag erfasst und überprüft werden. Die jährlichen Erhebungen bieten einen detaillierten Einblick in die Struktur des Wärmemarktes und liefern wichtige Eckdaten für die Umwelt- und Klimapolitik.

Gas mit weitem Abstand führend

Nach wie vor dominieren fossile Energieträger den Wärmemarkt in Deutschland. Von den rund 18,8 Mio. Heizungsanlagen nutzen 5,4 Mio. den Brennstoff Öl (28,9 %), 13,4 Millionen heizen mit Gas (71,1 %). 6,9 Mio. (36,8 %) dieser Öl- und Gas-Heizkessel sind Brennwertgeräte, hauptsächlich Gas-Brennwertgeräte (6,3 Mio.).

0,8 Mio. Heizungsanlagen erzeugen Wärme mit erneuerbaren Energien in Form von Pellets, Scheitholz und Hackschnitzel. Hinzu kommen ca. 11,2 Mio. Einzelraumfeuerstätten, die jedoch nur gelegentlich als zusätzliche Wärmequelle genutzt werden. Im Bereich der Kamin- und Kachelöfen oder Heizeinsätze steht Scheitholz als Brennstoff an erster Stelle, es folgen Pellets deutlich vor Kohle.

Hohes Alter im Heizungsbestand

Jede zweite Heizungsanlage in Deutschland ist älter als 20 Jahre. Schon ab einem Alter von 15 Jahren gilt ein Heizkessel als potenziell energetisch ineffizient.

Seit 2017 bewertet das Schornsteinfegerhandwerk die Energieeffizienz von Öl- und Gas-Heizkesseln mit einem Betriebsalter von über 15 Jahren. 1,8 Mio. Heizkessel haben bereits ein Energieeffizienzlabel vom Schornsteinfeger erhalten. Wie viele Heizkessel im Anschluss an das Labeling ausgetauscht wurden, wird zurzeit ermittelt. ■

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