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03.01.2011
Bundesverband Solarwirtschaft

2010: Schwacher Absatz für Solaranlagen

Sinkende Heizenergiepreise und die lange Sperrung von Fördermitteln für das Marktanreizprogramm (MAP) haben 2010 den Absatz vor thermischen Solaranlagen erheblich reduziert. Nach Schätzungen des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) wurden zwar weit über 100.000 neue Anlagen installiert, 2009 lag der Zubau laut BSW-Statistik (Stand Juni 2010) jedoch noch bei 150.000 und 2008 sogar bei 210.000 Anlagen. Insgesamt waren laut BSW-Solar Ende 2010 gut 1,5 Mio. thermische Solaranlagen in Betrieb. Ihr Beitrag am gesamtdeutschen Endenergieverbrauch für Wärme lag 2009 mit 4725 GWh bei etwa 0,4 % (zum Vergleich: Heizungswärmepumpen: 4740 GWh), Quelle: BMU-Broschüre Erneuerbare Energien in Zahlen.

Steigende Heizkosten sollen Absatz ankurbeln


Für 2011 erwartet der Bundesverband Solarwirtschaft bessere Geschäfte. Steigende Heizkosten und ein hoher Sanierungsbedarf seien dafür wichtige Faktoren. Der stimulierende Einfluss steigender Kosten für Heizöl und Erdgas lässt sich durchaus aus der langjährigen Zubaustatistik erkennen. Der Sanierungsstau in den Heizungskellern hat sich in den letzten Jahren allerdings eher verstärkt. In welchem Umfang das Sanierungspotenzial tatsächlich aktiviert wird und der Solarthermie zugute kommt, bleibt also abzuwarten, denn der „Kesseltauschbonus“ im MAP (400-Euro-Bonus, wenn bei der Errichtung einer Solarkollektoranlage zur kombinierten Trinkwassererwärmung und Raumheizung gleichzeitig ein bisher betriebener Heizkessel ohne Brennwerttechnik durch einen neuen Öl- oder Gas-Brennwertkessel ersetzt wird.) kann seit dem 30. Dezember 2010 nicht mehr beantragt werden. ■
Jochen Vorländer

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