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10.09.2013
Viessmann / Panasonic

0,75-kW-PEM-Brennstoffzelle ab April 2014

Dr. Martin Viessmann (rechts) und Kazuhiro Tsuga, Präsident der Panasonic Corporation (links), präsentierten ihr gemeinsames Projekt zum Brennstoffzellen-Heizgerät in der japanischen Botschaft in Berlin. In der Bildmitte Botschafter Takeshi Nakane.
Dr. Martin Viessmann (rechts) und Kazuhiro Tsuga, Präsident der Panasonic Corporation (links), präsentierten ihr gemeinsames Projekt zum Brennstoffzellen-Heizgerät in der japanischen Botschaft in Berlin. In der Bildmitte Botschafter Takeshi Nakane.
Die Viessmann Group und die Panasonic Corporation haben gemeinsam eine KWK-Anlage mit einer PEM-Brennstoffzelle mit einer elektrischen Leistung von 0,75 kW und einer thermischen Leistung von 1 kW entwickelt. Mit dieser Technik ist sie europaweit die erste Anlage für Ein- und Zweifamilienhäuser. Das System wird von Viessmann in Deutschland ab April 2014 vertrieben. In Japan bietet Panasonic seit 2009 brennstoffzellenbasierten KWK-Systemen für Eigenheime an und hat bereits über 20.000 Anlagen verkauft.

Zusammenbau des Komplettsystems bei Viessmann


Seit 2011 arbeiten Viessmann und Panasonic an einem auf den europäischen Markt abgestimmten integrierten System. Panasonic war für die Entwicklungsarbeit der PEM-Brennstoffzelleneinheit (Polymer-Elektrolyt-Membrane) zuständig. Sie wird in Japan gebaut und dann an Viessmann geliefert. Die Einheit mit dem Gas-Spitzenlastheizkessel und der hydraulischen Anbindung wurde von Viessmann entwickelt. Auch der Zusammenbau zum Komplettsystem erfolgt durch Viessmann. Die Entwicklungspartner gehen davon aus, dass in Europa bis zum Jahr 2020 eine fünfstellige Zahl von Systemen installiert sein wird.

Zwei Einheiten mit Fernsteuerung via App


Rechts der Warmwasserspeicher mit Spitzenlastkessel, links die Brennstoffzelleneinheit. (Quelle: Viessmann)
Rechts der Warmwasserspeicher mit Spitzenlastkessel, links die Brennstoffzelleneinheit.
Das Brennstoffzellen-Heizsystem besteht aus zwei Einheiten: einem integrierten Warmwasserspeicher mit Spitzenlastkessel und der Brennstoffzelle selbst – beide mit einheitlichem Design. Benutzer von Tablet-PCs oder Smartphones erhalten über entsprechende Apps Informationen zum Systemstatus. Das System kann zudem ferngesteuert werden. Außerdem lassen sich Daten zur Stromerzeugung, zur Wirtschaftlichkeit und zum Umweltnutzen abrufen sowie Wartungsinformationen anzeigen.

Leistungsdaten


  • Elektrische Leistung: 0,75 kW (Bemessungsleistung)
  • Thermische Leistung: 1,0 kW
  • Elektrischer Wirkungsgrad: 37 % (Hi)
  • Kombinierter Wirkungsgrad: 90 % (Hi)
  • Standzeit: 60.000 h (4000 An- und Abschaltvorgänge)
  • Lebensdauer Stack: 10 Jahre
  • Lebensdauer komplette Einheit: 20 Jahre
  • Kesselleistung: 3,2 bis 19 kW
  • Brennstoffzelle: (HBT) 1670 × 480 × 475 mm, 125 kg
  • Kesseleinheit: (HBT) 1950 × 600 × 600 mm, 175 kg


Erst der H-Gas-Markt, dann der L-Gas-Markt


Nach der Einführung der Brennstoffzellen-Technik auf dem H-Gas-Markt ist das nächste Ziel die Expansion in den L-Gas-Markt in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und weiteren Nachbarstaaten. In Zukunft sollen alle europäischen Staaten mit dieser Technik versorgt werden. ■
Jochen Vorländer

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