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28.09.2011
BDH / FGK

Effiziente Heizungen: Schwache Nachfrage

Der Markt für effiziente Heizungen mit erneuerbaren Energien und effiziente Klima- und Lüftungstechnik wird in diesem Jahr voraussichtlich bis zu 25 % unter dem Stand des Jahres 2000 liegen. Mit rund 377.000 Wärmeerzeugern lag der Absatz bei effizienten Heizungen Ende August nur knapp über dem niedrigen Niveau des Jahres 2010, so die aktuelle Marktstatistik des Bundesindustrieverbandes Deutschland, Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH).

Politisches Handeln bremst die Nachfrage


„Volatile Energiepreise, eine unstete Förderung und die zu starke Konzentration der Energie- und Umweltpolitik auf das Thema Strom behindern den energetischen Modernisierungsprozess im Wärmemarkt“, klagt Klaus Jesse, Präsident des BDH anlässlich der vierten Deutschen Wärmekonferenz am 27. September 2011. „Von dem Ziel der Energiewende, das energetische Modernisierungstempo zu verdoppeln, sind wir seit Jahren weit entfernt“, ergänzt Prof. Dr. Ulrich Pfeiffenberger, Vorsitzender des Fachverbands Gebäude-Klima (FGK), und erläutert: „Auch bei der Klimatisierung und Lüftung könnten durch konsequente Verbesserung der Rahmenbedingungen und eine stete und attraktive Förderung riesige CO2-Minderungs- und Energieeinsparpotenziale gehoben werden.“

BDH und FGK fordern Kurswechsel


Vor über 200 Vertretern aus Politik, Industrie, Öffentlichkeit und Wissenschaft forderten die beiden Verbände einen energie- und umweltpolitischen Kurswechsel, der durch Optimierung der ordnungsrechtlichen Rahmenbedingungen und eine verstetigte und attraktive Förderpolitik den erforderlichen Schub im Wärmemarkt bringen soll. Kein Verständnis zeigten die Vertreter der Industrie für die Blockadehaltung der Bundesländer gegen die Ausweitung der Förderinstrumente um eine Steuerabschreibung für energetische Modernisierungen. „Aus Steuerabschreibungen für energetische Modernisierungen resultiert zusätzliche Wertschöpfung bei gleichzeitiger Sicherung der Arbeitsplätze im Handwerk und in der deutschen Industrie“, argumentiert Jesse und fordert die die Steuerabschreibung blockierenden Finanzpolitiker auf, sich von einer rein kameralistischen Denkweise zu verabschieden. ■
Jochen Vorländer

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