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27.02.2012
VdZ

2011: Heizungswirtschaft wächst um 5 %

Nach Schätzungen des Münchener ifo Instituts zur konjunkturellen Entwicklung der Heizungswirtschaft1) hat sich der um Doppelzählungen2) bereinigte Umsatz der Branche gegenüber den Vorjahren wieder erhöht. 2011 erwirtschaftete die gesamte Heizungsbranche einen Umsatz von 28,8 Mrd. Euro. Das ist ein Plus von 5,0 % gegenüber 2010 mit einem Branchenumsatz von 27,5 Mrd. Euro.

Auslandsgeschäft wächst stärker


Im Inland belief sich der Umsatz auf 23,5 (2010: 22,6) Mrd. Euro, was einem Zuwachs von 3,8 % entspricht. Für das Auslandsgeschäft schätzte ifo 2011 ein Volumen von 5,3 Mrd. Euro gegenüber 4,8 Mrd. Euro im Jahr 2010. Während die heizungsrelevanten Hersteller aus der Industrie insgesamt und das Handwerk sowie die Installierenden Unternehmen und der Großhandel vom konjunkturellen Aufschwung stärker profitierten, nahm der Umsatz im zentralen Branchensegment „Herstellung von Heizungsanlagen“ unterdurchschnittlich um 2,8 % zu.

9000 neue Arbeitsplätze


Die Marktsegmente Industrie, Großhandel sowie Handwerk und Installierende Unternehmen konnten 2011 ihren Umsatz3) erhöhen: Für den Industriebereich allein schätzt das ifo Institut Erlöse von 12,4 (2010: 11,3) Mrd. Euro und für das Installierende Gewerbe 21,8 (2010: 21,0) Mrd. Euro. Auch der Großhandel verzeichnete ein spürbares Umsatzplus. Hier wurden im vergangenen Jahr Erlöse in Höhe von 9,2 (2010: 8,9) Mrd. Euro erwirtschaftet. Vom konjunkturellen Aufschwung im Industriebereich profitierten 2010 vor allem die Branchensegmente Heizungsanlagen, Regelgeräte, Brenner, Pumpen und Heizungsarmaturen. Die Zahl der Beschäftigten in der Haustechnikwirtschaft (inkl. Sanitärwirtschaft) ist nach Angabe von ifo von 463.000 auf 472.000 im Jahr 2011 gestiegen. Die größte absolute Zunahme gab es im Handwerk mit 335.000 statt 330.000 Arbeitnehmern; im Großhandel war die Beschäftigtenzahl mit rund 41.000 unverändert. Die Beschäftigtenzahl in der Industrie stieg von 92.000 auf 96.000 Arbeitnehmer.



Sanierungsquote ist zu gering


Aus dem unterdurchschnittlichen Wachstum von 2,8 % im Branchensegment „Herstellung von Heizungsanlagen“ lässt sich laut VdZ – Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik ablesen, dass für die Klimaschutzziele der Bundesregierung die momentane Modernisierungsgeschwindigkeit nicht ausreichend ist. Hierfür seien die Investitionen in effiziente Heizungsanlagen zu gering. Mit der derzeitigen Sanierungsquote bei der Heizungstechnik von 3 % pro Jahr und von 1 % bei der ganzheitlichen Gebäudesanierung lassen sich laut VdZ sowohl die mittelfristigen als auch die langfristigen Ziele nicht erreichen. Zum Erreichen der im Energiekonzept für 2020 gesetzten Ziele sei eine Verdopplung der Heizungs-Sanierungsquote erforderlich. ■

1) Feb. 2012, ifo Institut für Wirtschaftsforschung i. A. der Messe Frankfurt, VdZ, VDS, BDH, FGK
2) Hersteller von Heizkesseln, Brennern, Heizkörpern, Heizungspumpen, Regeltechnik und Armaturen, Großhandel und Installierende Unternehmen.
3 Diese Umsätze der einzelnen Bereiche sind nach ifo Angaben nicht um die Lieferungen zwischen den Vertriebsstufen bereinigt, wodurch sich Doppelzählungen ergeben, bereinigt.

Jochen Vorländer

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