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12.06.2015
TZWL

Markteinschätzung Wohnungslüftung 2014

Die Markteinschätzung für 2014 von Prof. Peter Müller, Ehrenvorsitzender des TZWL e. V., ermittelt bei Lüftungsgeräten mit Luftleistungen unter 500 m3/h einen Geräteabsatz von ca. 40.000 zentralen und 32.000 dezentralen Wohnungslüftungsgeräten. Die Einschätzung des TZWL basiert auf dem Market Tracking Kontrollierte Wohnraumlüftung von Interconnection Consulting und dem eigenen Marktüberblick.

Der geschätzte Absatz bedeutet gegenüber den Vergleichszahlen von 2013 mit ca. 36.000 zentralen und 26.000 dezentralen Geräten nochmals eine Zunahme. Zusätzlich registriert TZWL für 2014 rund 6000 Lüftungsgeräte mit Wärmepumpe. Hierbei führen Luft/Luft- vor Luft/Wasser-Systemen. Den Absatz von Lüftungsgeräten mit höheren Luftleistungen schätzt TZWL auf rund 20.000 Geräte. Diese sind zu 75 % mit Wärmerückgewinnung ausgestattet und betreffen den Gesamtmarkt über alle Anwendungsgebiete.

Größte Dynamik bei dezentralen Lösungen

Die derzeit größte Dynamik herrscht im Dezentral-Marktsegment. Nach der Einschätzung von Müller liegt das an der vorrangigen Rolle der Investitionskosten bei der Kaufentscheidung: „Auch wenn vier Lüftungsgeräte je Wohneinheit eingesetzt werden, erreicht der Kaufpreis nicht die Höhe der Investition für eine zentrale Lüftungsanlage. Über die Unterschiede in der Bewertung der Systeme, nämlich im Hinblick auf einerseits den Faktor Gesundheit und andererseits die erzielbare Energieeinsparung liegen zu wenig brauchbare Informationen vor. Daher ist der Preis oft das entscheidende Kriterium.“

Ausblick

Als Ursachen für die voraussichtliche Stagnation im aktuellen Markt definiert TZWL fehlende verlässliche Informationen über die Zusammenhänge und Vorteile der Lüftung mit und ohne Wärmerückgewinnung, die nachlassende Wirkung gesetzlicher Vorgaben und die Ölpreisentwicklung. Auch neue Akteure im Markt verursachen zunehmende Konkurrenz und drücken die Preise, Systemanbieter aus der Heizungstechnik und der Fensterbautechnik greifen weiter das Segment an. Müller: „Wir erwarten die Fortsetzung des Trends mit einer gegenüber dem Heizungsmarkt überproportionalen Zunahme des Lüftungsgeräteabsatzes, wenn auch mit geringerer Dynamik. Dabei werden neben zentrale Anlagen im Neubau insbesondere auch die dezentralen Geräte im Sanierungsfall häufiger eingebaut.“ Außerdem werden intelligente, vernetzte Regelungstechniken und deren Einbindung in smarte Haustechniksysteme zunehmend an Bedeutung gewinnen. ■
Jochen Vorländer

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