Inhaltsverzeichnis 01-2006

Schöne Bescherung

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Deutlich neben dem Kurs

Mit gerade einmal 13 669 Fachbesuchern bliebt die 26. IKK vom 2. bis 4. November in Hannover deutlich hinter den Erwartungen zurück. Obwohl schon weit unter den Vorjahren angesetzt, hatten die Veranstalter doch mit wenigstens 18 000 Fachbesuchern gerechnet. Für eine internationale Leitmesse war das zu schwach, denn in einer Krise steckt die Branche nicht.

Mehr Lob als Tadel

226 Seiten stark ist der Koalitionsvertrag vom 11. November zwischen CDU, CSU und SPD für die laufende Wahlperiode. „Harte Verhandlungen“ ermöglichten dabei den Parteien, gegensätzliche und bei einer Volksabstimmung wohl kaum mehrheitsfähige Wahlversprechen ohne allzu großen Gesichtverlust ad acta zu legen. Wie rund der Vertrag ist, wird sich erst im Laufe der Legislaturperiode beim tatsächlichen Umsetzen zeigen, handelt er doch trotz leerer Kassen vorwiegend vom Geben und kaum vom Nehmen. Einschlägige Verbände und Organisationen haben sich zum Vertrag bereits deutlich stärker lobend als tadelnd geäußert. Das ist auch wenig verwunderlich, wurden doch die zentralen Botschaften diverser Forderungskataloge oft nahezu im Wortlaut übernommen. Die TGA-Redaktion hat den Koalitionsvertrag hinsichtlich branchenrelevanter Punkte, insbesondere aus den Bereichen Energie und Gebäudeeffizienz, ausgewertet und die entsprechenden Passagen nachstehend zusammengefasst1).

Erreichbarkeit ein Muss

Elco1) will sich vom (Einzel-)Produktanbieter schrittweise zum Lösungsexperten mit Systemkompetenz entwickeln. Parallel zur Weiterentwicklung des Sortiments und der Integration bisheriger Produkte in Systeme oder Teilsysteme werden die Serviceaktivitäten ausgebaut: Unterstützung von 30 Meistern, 290 Servicetechnikern, 24- Stunden-Notdienst an 365 Tagen im Jahr, individuelle Rundum-Sorglos-Pakete. Und auf Wunsch wird nach der Montage die Anlage in Betrieb genommen oder auch vorher der Kessel mit reingetragen . . .

Sprachrohr einer zersplitterten Verbandslandschaft

Das Fachinstitut Gebäude-Klima (FGK) entwickelt sich immer stärker zum Kompetenzzentrum für die Lüftungs- und Klimaindustrie. Aktuelle Schwerpunkte sind Lobby arbeit, Normung sowie der Ausbau der Messeaktivitäten. Durch Kooperationsvereinbarungen mit anderen SHK-Branchenverbänden will man künftig – insbesondere gegenüber dem Gesetzgeber – den eigenen Anliegen durch eine Bündelung der Kräfte mehr Nachdruck verleihen.

Unerwartet gut besucht

Obwohl die shk Hamburg nur eine Branchenmesse mit regionaler Prägung ist, war sie in den letzten Monaten so häufig Gesprächsthema wie eine internationale Leit- messe. Trotz zuletzt 40 000 Besuchern im Jahr 2002 hatten die meisten Branchenexperten starke Zweifel, dass die von der (Heizungs-)Industrie intern auferlegte Hürde „deutlich über 30 000 Besucher“ für eine nächste Veranstaltung zu überspringen ist. Schlussendlich kamen 39 000 Besucher und unterstrichen, dass für die SHK-Branche örtliche Nähe ein wichtiger Faktor ist.

Neue Heizkörper sparen Energie

Bis vor kurzem war die Amortisationszeit für eine Heizungserneuerung zu lang, um sie als Argument im Markt zu nutzen. Jetzt sieht die Heizungsindustrie ein Niveau erreicht, bei dem ökologisch sinnvolle Maßnahmen auch ökonomisch sind. Das Problem: Potenzielle Investoren verbinden Energiesparen vornehmlich mit Dämmmaßnahmen und Fenstererneuerung, weniger mit Anlagentechnik.

„Viele Planer wenden die VDI 6022 noch nicht richtig an“

Seit Juli 1998 gilt die VDI-Richtlinie 6022 „Hygienische Anforderungen an raumlufttechnische Anlagen“, auch Hygienerichtlinie genannt. Sie definiert Hygiene-Ziele für RLT-Anlagen in mechanisch belüfteten Büros und Verwaltungsgebäuden sowie vergleichbaren Aufenthaltsräumen. Im November 2002 wurde der Geltungsbereich auch auf Gewerbe- und Produktionsbereiche ausgedehnt. Über eine jetzt explizit genannte Zuständigkeit im seit Februar 2005 vorliegenden Gründruck für die Wohnungslüftung wird zurzeit in der Branche heftig gestritten. Über die Hygienerichtlinie sprach Wolfgang Schmid für den TGA Fachplaner mit Dr. Achim Keune, Obmann der VDI 6022.

Risikoreiche Informationslücken

Mit Nasskühltürmen kann überschüssige Wärme sehr effektiv abgeführt werden. Ein wirtschaftlicher, hygiene- und umweltgerechter Betrieb ohne Haftungsrisiken wird durch die richtige Umlaufwasserbehandlung erreicht.

IKK-Nachlese

Eine Frage der Berufsehre

Im Oktober wurde Hans-Helmut Schaper1) zum neuen Leiter der Fachgruppe Technische Ausrüstung „Heizung – Lüftung – Sanitär – Kälte“ im Verband Beratender Ingenieure (VBI) gewählt. Aktuelles Schwerpunktthema der zweitstärksten VBI-Fachgruppe: Einen Listenplatz für Ingenieure der Technischen Gebäudeausrüstung in der Energieeinsparverordnung 2006 durchzusetzen. Über dieses Vorhaben, mit Signalwirkung für das Selbstverständnis der TGA-Planer, stand Hans-Helmut Schaper dem TGA-Redakteur Jochen Vorländer am 18. November Rede und Antwort.

Auch Europa formiert sich

Erst vor wenigen Wochen wurde nach einem wahren Kraftakt DIN V 18 599 als technische Regel zur energetischen Bewertung von Gebäuden aus der Taufe gehoben. Parallel dazu sind vom CEN die ersten europäischen Normenentwürfe zur Umsetzung der Gebäuderichtlinie vorgelegt worden. Fast zwangsläufig werden die TGA-Planer also bald mit inhaltlich konkurrierenden Regelwerken konfrontiert.

Software und Internet

Genaue Berechnung tut Not

Vereinfachte Pauschalwerte als Auslegungskriterien werden von der Branche häufig geradezu aufgesogen – leider oft, ohne diese kritisch zu hinterfragen. So auch bei dem System Scheitholzvergaserkessel plus Heizwasserpufferspeicher über die Beziehung 55 Liter Puffervolumen pro kW Kesselleistung entsprechend der gleich lautenden BAFA-Förderkriterien. Wer diesen Ansatz zur Auslegung benutzt, baut seinem Auftraggeber allerdings höchstens zufällig eine gut funktionierende und umweltverträgliche Heizungsanlage.

Keine laxe Prophylaxe

Kann Legionellenprophylaxe im Eigentumsbereich Privatsache sein? Wohl kaum: Die höchste jemals festgestellte Legionellen-Konzentration haben Mikrobiologen in einem Einfamilienhaus nachgewiesen. Die Anlage wurde durch den Betreiber für mehrere Wochen außer Betrieb gesetzt, wodurch weder eine ausreichende Zirkulation stattfand, noch die hygienischen Mindesttemperaturen eingehalten wurden. Nur ein Blick in die Leerstandstatistik zeigt, dass lange Nutzungsunterbrechungen an der Tagesordnung sind.

Produkte

Alle 72 Stunden einmal am Seil

Der Bau von Hochhäusern wäre ohne die Erfindung des absturzsicheren Fahrstuhls nicht denkbar gewesen. Es hätten sich wohl kaum so viele sportbegeisterte Mieter für die oberen Etagen gefunden. 1903 überwand der erste elektrische Fahrstuhl 55 m Höhe und schon zehn Jahre später verkehrte im Woolworth Building ein Fahrstuhl über eine Höhe von 241 m.

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Jahresinhaltsverzeichnis 2005