Inhaltsverzeichnis 10-2006

Große Koalition für Energiepass

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KWK und Energieeffizienz

Im Fokus der Enkon dezentral – Fachmesse für dezentrale Energietechnik, Energiewirtschaft und Energieeffizienz – vom 18. bis 20. Oktober im Nürnberger Messezentrum stehen dieses Jahr Kraft-Wärme-Kopplung, Contracting, Energieeffizienz und alternative Energiequellen zur dezentralen Verwendung wie Biomasse und Biogas.

HOAI neu in 2006?

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) will noch in diesem Jahr die HOAI novellieren. Die Planerverbände sind allerdings nicht von allen Einzelvorschlägen begeistert.

Bundestag im Bundestag

Ein Hammelsprung1) wäre am 21. September für eine Abstimmung über Energieeinsparverordnung und Energieausweise nicht erforderlich gewesen: Im Plenum saßen rund 1000 hochgradig an Energieberatung Interessierte.

Eiskalt informieren

Die IKK ist eine der weltweit führenden Fachmessen für Kälte, Klima und Lüftung. Zur 27. Veranstaltung in Nürnberg werden rund 28 000 Fachbesucher erwartet, so viele wie noch nie. Für TGA-Planer mit klima-/kältetechnischer Ausrichtung ist die IKK 2006 eine Pflichtveranstaltung.

Mit Kanban mehr Arbeitsplätze

Was macht ein Unternehmen, wenn der Markt brummt, seine Fertigungskapazität aber an die Grenze gestoßen ist? Es könnte die „gute“ Gelegenheit nutzen und ins Ausland verlagern. Oder es tüftelt für die vorhandenen Ressourcen eine neue Lösung aus, wird selbst zum Maschinenkonstrukteur und vervielfacht die Fertigungskapazität. Zumindest hat es das Wasseraufbereitungsunternehmen Grünbeck in Höchstädt an der Donau so (vor-)gemacht. Und das so effektiv, dass anschließend noch Platz übrig war, eine andere Produktion aus dem Ausland an den Firmensitz zurückzuholen.

Klimatechnik für Teleskope

Einen besonderen Auftrag hat kürzlich der Klimasystemtechnik- Hersteller Menerga erhalten: 25 neuartige Teleskope in der chilenischen Atacamawüste wird das Mülheimer Unternehmen klimatisieren. Und damit die Voraussetzungen schaffen, in bislang unerforschte Tiefen des Weltraums zu blicken.

Streit ums Lebenselixier

Nichts scheint uns in Deutschland so selbstverständlich wie das Wasser zu sein. Wir drehen den Hahn auf – und es fließt. Wir verwenden es zum Kochen, Baden und Gartenwässern – und es geht nie aus. Wir trinken es – und müssen so gut wie nie Angst haben, dass es verdorben sein könnte. Ab und zu wird aber aus dem Selbstverständlichen doch ein Problem. Nämlich dann, wenn es um Kostenaufteilung, Qualität und Gefahren des Wassers geht.

Nebel schafft Klarheit

Architektur, Raumhöhe, hohe Lasten, maximale Lastschwankungen, Raumklima sowie Klimaunterschiede zwischen Innen und Außen stellen höchste Anforderungen an die Raumlufttechnik in Schwimmhallen. Per Laborversuch kann die Auswahl der Luftdurchlässe verifiziert werden.

Weniger Energie, mehr Komfort

30 Jahre alt waren die Lüftungsgeräte im Werk Ohle/Plettenberg von Novelis Deutschland. Nach 30 Jahren Außenluftbetrieb mit entsprechend hohem Energieverbrauch wurde jetzt ein Schlussstrich gezogen: Das neue Lüftungskonzept spart aber nicht nur Energie, es hat auch die Arbeitsbedingungen spürbar verbessert.

Spülung mit Druckluft

Mit UPpowerflush von Geberit kommt eine neue Toilettengeneration. Den größten Nutzen bietet das System im öffentlichen und halböffentlichen Sanitärraum. Es kann aber auch im exklusiven privaten Bereich eingesetzt werden. Über die neue Spültechnik mit komprimierter Luft als Energiespeicher wird die Reinigungswirkung optimiert.

Technik in Achsen

Mit rund 2000 LON-Knoten und LON-Komponenten von acht Herstellern gehört das Capricorn-Haus im Düsseldorfer Medienhafen zu den komplexesten Projekten der Branche. Der Bauherr investierte als Standortvorteil gezielt in niedrige Betriebskosten und maximale Nutzungsflexibilität. Dazu wurde die Gebäudetechnik dezentral in vorgefertigten Fassadenmodulen integriert.

Energiekosten im Griff

Gebäudeleittechnik leistet heute einen wichtigen Beitrag zur Prozessvereinfachung und Energieeffizienz von Gebäuden. Bei den Stulz Klimatagen 2006 stellten Informations- und Klimatechnik-Experten Lösungen und Trends zum Thema „Modernes Gebäudemanagement“ vor.

produkte

Viel Potenzial für Planer

Während im Industriekältebereich schon länger die Lebenszyklusbetrachtung energieeffiziente Kälteanlagen hervorbringt, liegt im Gewerbe und vor allem im Klimakältebereich noch vieles im Argen. TGA Fachplaner sprach zu diesem Thema beim TÜV SÜD Industrie Service in München mit Bernhard Schrempf, Leiter Center of Competence für Kälte- und Klimatechnik, Obmann für CEN TC 182, und Marcus Breidenbach, Referatsleiter Kältetechnik.

Sandwichelement mit Entwicklungspotenzial

Oft liegt ein großer Nutzen in der Kombination. Eine Erkenntnis, die für eine Neuentwicklung des Isoliertechnikspezialisten Ilkazell unter Anwendung eines Produkts der BASF AG treffender nicht formuliert werden könnte. Was aber hat es damit auf sich und wer sind die Macher hinter diesem neuen System, das in der Gebäudetechnik sicher noch von sich reden machen wird?

Cooler Kunstgenuss

Optisch dezent, aber wirkungsvoll wünschten sich die Inhaber der Galerie Kunst-Schaefer ihre neue Klimatisierungslösung: Kunden sollen ungestört stöbern, genießen und kaufen können. Ein wasserbasiertes Kleinklimasystem sorgt nun das ganze Jahr über für Wohlfühlatmosphäre im Ladenlokal. Zu sehen ist von der Technik nichts. Außer zwei schlanken Deckengeräten und Luftauslässen.

Broschüren

Blumenkohle

Markus Antonietti, Direktor am Potsdamer Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich pflanzliche Biomasse ohne Umwege und komplizierte Zwischenschritte vollständig in Kohlenstoff und Wasser umarbeiten lässt. Hydrothermale Karbonisierung könnte die Grundlage für eine nachhaltige und umweltneutrale Energiewirtschaft liefern, berichtet das Wissenschaftsmagazin MaxPlanckForschung1).

Abwärme aus Mikrogasturbine treibt Absorber-Kältemaschine

Modernste Energie- und Gebäudetechnik sucht man nicht in uralten Fachwerkbauten mit Lehmausfachungen. Auch das Privileg der ursprünglichen Besitzer der Buhlschen Mühle in Ettlingen, „zollfrei Lumpen sammeln“ zu dürfen, deutet nicht unbedingt auf Hightech hin. In Ettlingen ist der Spagat vom historischen Industriedenkmal zu einem modernen Tagungs- und Kongresszentrum gelungen: Die erstmals 1462 erwähnte Papiermühle ist heute eine der gefragtesten Tagungsadressen in der Region. Ein Novum: Das Mühlengebäude und Gästehaus werden über eine Mikrogasturbine mit angekoppelter Absorptionskältemaschine mit Wärme und Kälte versorgt.

Literatur

Gemäß DIN 18 379 „sind Bauteile von raumlufttechnischen Anlagen so aufeinander abzustimmen, dass […] ein sparsamer und wirtschaftlicher Betrieb möglich ist […]“. Die EU-Gebäuderichtlinie fordert Energieausweise und im Bereich Klimatechnik die Inspektion einschließlich Ratschlägen zur Verbesserung der Energieeffizienz. So kann der Betreiber künftig Neuanlagen bewerten und das Sanierungspotenzial von Bestandsanlagen abschätzen. Eine hinreichend genaue Bewertung gewährleistet nur die Berechnung der Lebenszykluskosten (LCC: life cycle costs). Sie wird zum unabdingbaren Planungsinstrument.

Automatischer Abgleich

Um schlummernde Energieeinsparpotenziale erschließen zu können, will die Real Hydraulik GmbH künftig Heizungsanlagen ohne Hydraulischen Abgleich mit einer neuartigen Methode ins Gleichgewicht bringen. Der Clou an dem einzigartigen Konzept: Der Hydraulische Abgleich erfolgt (nur) mittels Adapter zwischen Thermostatventil und Thermostatkopf durch eine Hubbegrenzung – ohne „ nassen“ Eingriff, ohne Berechnungen, ohne Rohrnetzaufnahme und vollautomatisch gesteuert.

Deutsche wollen’s erneuerbar

Angesichts steigender Kosten für Heizöl und Erdgas machen sich die Menschen verstärkt Gedanken über alternative Heizmethoden. Bei Heizsystemen mit erneuerbaren Energien übersteigt die gewünschte Nutzung die tatsächliche Nutzung so deutlich, dass in den nächsten Jahren eine weitere rasante Entwicklung bei Solarsystemen, Pellet-Heizkesseln und Wärmepumpen zu erwarten ist.

LCC für RLT-Konzepte

Wie kommen wir an unser Geld?

Die schlechte Zahlungsmoral der privaten wie der öffentlichen Auftraggeber gefährdet viele Planungsbüros in ihrer Existenz. Gerade Ingenieurbüros, die branchenüblich mit einer geringen Eigenkapitalquote ausgestattet sind, geraten durch verschleppte Zahlungen ihrer Auftraggeber oft in eine katastrophale wirtschaftliche Situation. Ein Forderungsmanagement hilft, den Überblick zu behalten, um handeln zu können, bevor es zu spät ist.

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