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01.10.2009
Hansgrohe AG

10.000 Raindance-Kopien vernichtet

„Kein Pardon für Produktkopierer“: Am 30. September 2009 haben die Hansgrohe-Vorstände Richard Grohe (rechts) und Karl-Heinz Hammann (links) 10.000 beschlagnahmte Kopien der Handbrause Raindance vernichtet. (Quelle: Hansgrohe AG)
„Kein Pardon für Produktkopierer“: Am 30. September 2009 haben die Hansgrohe-Vorstände Richard Grohe (rechts) und Karl-Heinz Hammann (links) 10.000 beschlagnahmte Kopien der Handbrause Raindance vernichtet.
„Die Kopie ist die ehrlichste Form des Kompliments“, lautet ein geflügeltes Wort aus Fernost. In der Tat werden erfolgreiche Qualitätsprodukte „Made in Germany“ nur allzu oft kopiert. Diese durchaus zweifelhafte Ehre wird immer wieder auch Armaturen und Brausen der Hansgrohe AG zuteil.

Dabei wird häufig nicht nur das Produktdesign imitiert, sondern selbst Produktverpackungen, Logos und Schriftzüge werden nachgeahmt, um sich die hohe Bekanntheit und das gute Image der Marke Hansgrohe zunutze zu machen.


Produktpiraterie: 20 Mio. Euro wirtschaftlicher Schaden
Auf rund 3 % des Gesamtumsatzes – das entspricht etwa 20 Mio. Euro – schätzt der international tätige Bad- und Sanitärspezialist aus dem Schwarzwald den wirtschaftlichen Schaden, der durch Produktpiraterie entsteht. Entsprechend konsequent geht die Hansgrohe AG gegen alle Versuche vor, Kopien ihrer Armaturen und Brausen in Umlauf zubringen. Gleich 10.000 im Sommer in Belgien beschlagnahmte Kopien des Erfolgsprodukts Raindance haben die Hansgrohe-Vorstände Siegfried Gänßlen, Richard Grohe und Karl-Heinz Hammann am 30. September 2009 in einer öffentlichkeitswirksamen Aktion in Offenburg zerstört (Filmbericht).

Konsequentes Vorgehen gegen Produktpiraten
„Das Design lässt sich vielleicht noch nachahmen und kopieren, Qualität ‚Made in Germany’ aber nicht“, hebt Richard Grohe, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, hervor. „Im schlimmsten Fall können diese Kopien gesundheitliche Risiken mit sich bringen, denn minderwertiges Material und falsche Verarbeitung führen zu Ausschwemmungen von gesundheitsgefährdenden Substanzen oder zu frühzeitiger Abnutzung.“ Tatsächlich halten die Kopien bei aller äußeren Ähnlichkeit zum Originalprodukt nicht deren Produktversprechen. So auch im Fall der jetzt vernichteten Brausenplagiate. Untersuchungen in den Hansgrohe-Labors ergaben nicht nur, dass die Kopien eine deutlich schlechtere Performance und damit weniger Duschkomfort als das Original bieten, sondern auch mehr Metalle wie etwa Kupfer ins Trinkwasser freisetzen. ToR

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