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24.08.2010
Verein Deutscher Ingenieure

VDI lehnt pauschale Duschkopf-Pläne der EU ab

Der VDI lehnt die Pläne der EU-Kommission ab, nur noch Duschköpfe mit Wassersparfunktion verkaufen zu lassen. „Positiv ist zwar, dass mit dem geplanten Energiestandard Wasser und Energie eingespart werden, aber eine pauschale Vorschrift hat auch Nachteile“, sagt Thomas Terhorst, Geschäftsführer der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik. „Wird der Wasserdurchfluss einheitlich geregelt, treten Probleme im gesamten Wassersystem auf.“ Im Trinkwasserbereich werden die Rohrleitungen und Apparate sowohl in der Hausinstallation als auch von den kommunalen Versorgern auf einen bestimmten Durchfluss ausgelegt. Wird dieser Durchfluss nicht mehr erreicht (Stagnation), kann es zur Keimbildung im Trinkwasser kommen. Insbesondere beim Duschen, wenn feinste Wassertröpfchen (Aerosole) eingeatmet werden können, bestehe dann die Gefahr von Erkrankungen, z.B. mit Legionellen. Weniger Abwasser könne zudem bei alten Leitungssystemen schnell zu unerwünschten Verstopfungen führen.

Terhorst: Keine finanziellen Vorteile für Verbraucher
Auch rechnet der VDI nicht mit finanziellen Vorteilen für die Verbraucher. „Bei der Herstellung von Trinkwasser sind die Fixkosten der Wasserwirtschaft maßgeblich, die durch die Vorschrift nicht sinken werden“, erwartet Terhorst. Warum die Verbraucher keinen Vorteil aus der Energieeinsparung haben, ließ Terhorst offen. ToR


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