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10.02.2012
BDH

2011: +1,6 % Heizungsindustrie-Umsatz

Der weltweite Umsatz der deutschen Heizungsindustrie ist 2011 um 1,6 % auf 12,5 Mrd. Euro auf den bisher höchsten Stand gestiegen. Zusätzlich gab es einen Arbeitsplatzrekord: Die 100 im Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) organisierten, größtenteils mittelständischen Unternehmen beschäftigten 2011 in Deutschland 33.000 Menschen, das sind rund 1,5 % mehr als im Jahr 2010. Bei den internationalen Vertretungen und Tochterunternehmen waren weitere 30.000 Personen angestellt. Der Modernisierungsstau in deutschen Heizkellern hat sich allerdings nicht aufgelöst. 78 % der Heizanlagen in Deutschland sind laut BDH weiterhin nicht auf dem aktuellen Stand der Technik und verbrauchen zu viel Energie.

„In Deutschland mit angezogener Handbremse“


„Die aktuellen Zahlen geben gleichzeitig Anlass zur Freude wie auch zur Sorge. Dass die deutsche Heizungsindustrie neue Arbeitsplätze schafft, spricht für die internationale Wettbewerbsfähigkeit von Spitzentechnologie Made in Germany. Das haben die Unternehmen erkannt und investierten im vergangenen Jahr über 450 Mio. Euro in Forschung und Entwicklung. Gleichzeitig ist in Deutschland weiterhin viel zu häufig veraltete Heiztechnik in Betrieb. Statt die Fahrt in Richtung Energiewende zu beschleunigen, sind wir mit angezogener Bremse unterwegs“, so Klaus Jesse, Präsident der BDH.

Wärmeerzeugerabsatz bleibt auf der Talsohle


Laut den aktuellen Zahlen des BDH kaufen die Deutschen, trotz leichter Erholungstendenzen, noch immer weit weniger moderne Wärmeerzeuger als in den Jahren vor 2007. Davon ist auch die Nutzung erneuerbarer Energien betroffen: In nur 25 % aller Investitionsfälle wurden in 2011 Biomasse-Heizungen, Wärmepumpen oder solarthermische Anlagen eingebaut. Einer der wesentlichen Gründe für die anhaltende Investitionszurückhaltung ist aus Sicht der Heizungsindustrie das Stop-and-Go in der Förderpolitik (TGAgrafik mit politischen Aktionen): „Die Bürger in Deutschland brauchen verlässliche Rahmenbedingungen für ihre Investitionen. Der Klima- und Ressourcenschutz benötigt eine Verdopplung des Modernisierungstempos. Dies gelingt nur durch eine verstetigte Politik der Anreize“, so Andreas Lücke, Hauptgeschäftsführer des BDH. ■
Jochen Vorländer

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