TGA Solartechnik

TGA Ausgabe 12-2014
PV-Schindeldach

„Die Amortisation eines Daches ist möglich“


1 Historisches Fachwerkgebäude mit PV-Schindeldach. Ausschlaggebend für die Genehmigung durch die Denkmalschutzbehörde waren das geringe Gewicht, die Anmutung von Schindeln und die Blindmodule.

1  Historisches Fachwerkgebäude mit PV-Schindeldach. Ausschlaggebend für die Genehmigung durch die Denkmalschutzbehörde waren das geringe Gewicht, die Anmutung von Schindeln und die Blindmodule.

Renditeüberlegungen führten mit klassischen Photovoltaik-Modulen oft zu Lösungen, die weder ästhetischen, technischen noch wirtschaftlichen Ansprüchen dauerhaft standhalten. Die nD-System GmbH ist überzeugt, mit ihrem integrierten PV-System „nD-Energiedach“ die Weichen in die richtige Richtung zu stellen.

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Das nD-Energiedach vereint Dacheindeckung und Solarmodul in einem Bauteil. Durch das Schindelprinzip wird die wetterfeste Dichtigkeit rein konstruktiv erreicht.

Eine gleitende Lagerung sorgt dafür, dass die Module nicht den auf dem Dach entstehenden Spannungen durch Temperaturdifferenzen ausgesetzt werden.

Der Solarertrag ist mit dem von Auf-Dach-PV-Anlagen vergleichbar.

„Die klassische Auf-Dach-Lösung von Photovoltaik(PV)-Anlagen ist ein Finanzprodukt der Energiewende. Dabei stand mehr die Rendite im Vordergrund, weniger die Ästhetik“, sagt Georg Fröling, Vertrieb Elodrive, Mutterunternehmen der nD-System GmbH, Peine. Fröling sieht deshalb einen Paradigmenwechsel bei der Konzeption von PV-Anlagen: „Die optische Gestaltung einer PV-Anlage auf einem Hausdach wird künftig eine viel größere Rolle spielen. Durch steigende Strompreise bei gleichzeitig sinkenden Kosten für PV-Komponenten und der sinkenden Einspeisevergütung wird eine möglichst hohe Eigenstromnutzung immer wichtiger. Mit der Integration von PV-Anlage und Dach ist erstmals eine Amortisationsberechnung eines Daches möglich.“

nD-System beschreibt den Aufbau ihres Daches so: Das nD-Energiedach vereint Dacheindeckung und Solarmodul in einem Bauteil. Durch das bewährte Schindelprinzip wird die wetterfeste Dichtigkeit des Daches rein konstruktiv erreicht. Die PV-Module werden auf einer Tragkonstruktion aus Aluminium- und Edelstahlprofilen montiert. Eine patentierte, gleitende Lagerung sorgt dafür, dass die Glasmodule nicht den auf dem Dach entstehenden Spannungen durch Temperaturdifferenzen ausgesetzt sind.

Die Kühlung der Solarmodule erfolgt durch eine konstruktiv bedingte Hinterlüftung mit regendichten Spaltöffnungen und einem patentierten Lüftungselement an den Modulunterkanten. Die durchströmende Luft kühlt die Module. Zudem reduzieren die Spaltöffnungen zwischen den Modulen die Windangriffskräfte im Vergleich zu einer geschlossenen Dachfläche erheblich; damit ist eine hohe Sturmsicherheit gegeben.

Das nD-Energiedach eignet sich für Dachneigungen von 5 bis 60° bis Windzone 4 sowie für Schneelasten von 6 kN/m2. Durch die kantenfreie Konstruktion der hagelschlagfesten Glasoberfläche gleitet Schnee ungehindert ab und Schmutz wird vom Regen abgewaschen. Der Solarertrag ist mit dem von Auf-Dach-PV-Anlagen vergleichbar. Aufgrund der vollständigen Integration der Solarmodule in das nD-Energiedach sowie des optisch abgestimmten Zubehörs ergibt sich eine durchgehende, einheitlich wirkende Dachfläche. Durch das geringe Gewicht von < 20 kg/m2 (ca. 60 kg/m2 beim Ziegeldach mit PV-Anlage) lässt sich das nD-Energiedach auch bei denkmalgeschützten Gebäuden einsetzen.

Fröling kündigte auf dem 11. Presseevent bei Kutzner + Weber im September 2014 an, nD-System werde das Systemdach zum Flachdachsystem und zur Energiefassade weiterentwickeln, auch wärmebrückenfrei im Passivhausstandard. Auch an eine Kombination mit thermischen Absorbern unter der Glasschindelfläche sei gedacht.Wolfgang Schmid, München

http://www.nd-system.de

Inhaltsübersicht

  1. Teil: „Die Amortisation eines Daches ist möglich“
  2. Teil: Das nD-System …
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