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21.11.2013
Wildeboer

Umweltdeklaration für Brandschutzklappen

Dr.-Ing. Jürgen Wildeboer, Dipl.-Ing. Hans Peters (IBU) und Dipl.-Ing. Werner Wildeboer bei der Übergabe von Umwelt-Produktdeklarationen für Brandschutzklappen (v.l.). (Quelle: Wildeboer)
Dr.-Ing. Jürgen Wildeboer, Dipl.-Ing. Hans Peters (IBU) und Dipl.-Ing. Werner Wildeboer bei der Übergabe von Umwelt-Produktdeklarationen für Brandschutzklappen (v.l.).
Als erstes Unternehmen seiner Branche verfügt die Wildeboer Bauteile GmbH, Weener, jetzt über Umwelt-Produktdeklarationen (Environmental Product Declaration, EPD) für drei ihrer Brandschutzklappen. Die Typ-III-Deklarationen erfüllen die Anforderungen des Instituts Bauen und Umwelt (IBU) sowie der DIN EN 15804 und bilden eine systematische, standardisierte Datensammlung für die Nachhaltigkeitsbewertung dieser Produkte.

Sie stellen eine wesentliche Grundlage für Gebäudezertifizierungssysteme wie DGNB und BNB dar. Auditoren, Planer sowie Bauherren und Architekten erhalten damit zuverlässige und umfassende Informationen für die Auswahl von Brandschutzklappen nach standardisierten Nachhaltigkeitskriterien. Die zertifizierten Modelle FK90, FR90 und FK90K der Baureihe 92 zeichnen sich hier durch eine sehr gute Ökobilanz über den gesamten Lebenszyklus aus.

Zertifizierung nach einheitlichen Kriterien


Nachdem Umwelt-Produktdeklarationen im Baustoffbereich bereits üblich sind, setzen sie sich zunehmend auch in der Gebäudetechnik durch. So weist die neue EU-Bauproduktenverordnung ausdrücklich darauf hin, dass für eine Nachhaltigkeitsbewertung von Bauprodukten EPDs herangezogen werden sollten. „Die Grundlage einer EPD in Deutschland bildet die Produktgruppen-Regel (PCR) des IBU. Sie ermöglicht es, Brandschutzklappen nach einheitlichen und vergleichbaren Kriterien zu zertifizieren“, erläutert Geschäftsführer Dr.-Ing. Jürgen Wildeboer.

„Bei Produkten mit einer EPD müssen alle Beteiligten für eine Gebäudezertifizierung nicht mehr aufwendig recherchieren, sondern haben alle erforderlichen Angaben zum Lebenszyklus und zur Funktionsweise sofort zur Hand. Hier werden wir zudem eine Software zur Verfügung stellen, die für jede Einbausituation und Produktgröße der drei Brandschutzklappen alle erforderlichen Werte schnell und einfach berechnet.“

Lebenszyklusbetrachtung


Die Umwelt-Produktdeklaration enthält im Rahmen der Lebenszyklusbetrachtung neben den geforderten Angaben zur Produktion, Montage und Entsorgung auch detaillierte Informationen über das Nutzungsstadium der Brandschutzklappen. Weitere wichtige Aspekte für die Ökobilanz der Brandschutzklappen sind die umweltschonende Produktion und Materialauswahl.

Die für diese Bereiche der Umwelt-Produktdeklaration erforderliche umfassende Bestandsaufnahme und Bewertung lieferte Wildeboer gleichzeitig eine Grundlage für die weitere Optimierung. So sollen beispielsweise durch die Einführung eines Energiemanagements zusätzliche Ressourcen eingespart werden. Um derartige Verbesserungen in den Deklarationen abzubilden, sollen diese künftig in regelmäßigen Abständen aktualisiert werden. ■
Jochen Vorländer

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