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Objekt des Monats 2026-11

Mobilfunk­rauch­melder auch in den Ein­satz­fahr­zeugen

Bosch Building Technologies

Die Freiwillige Feuerwehr Buchen im Neckar-Odenwald-Kreis sichert ihre Einsatz­fähigkeit und schützt ihre Mitarbeitenden mit einer vernetzten Präventions­lösung, die über die gesetzlichen Vorgaben beim Brand­schutz hinausgeht. Freiwillig. Aber nicht ohne Grund.

Andreas Hollerbach, Feuerwehrkommandant der Freiwilligen Feuerwehr Buchen: „Löschgruppen- oder Tanklöschfahrzeuge kosten jeweils mehrere Hunderttausend Euro. Diese Fahrzeuge sind eine Lebensversicherung für unsere Bürger und lassen sich nicht so einfach ersetzen.“ Moderne Einsatzfahrzeuge stecken voller Elektronik und Akkutechnologie. Ein Brand darin lässt sich nicht nur schwer löschen, er kann auch zu einem Ausfall von Fahrzeugen führen und auf die Fahrzeughalle überspringen.

Tom Ueckmann, Sales Manager bei Bosch Building Technologies: „Wenn Lithium-Ionen-Akkus von elektronischen Rettungswerkzeugen in Einsatzfahrzeugen brennen, geht es vor allem darum, Menschen und im besten Fall auch die Gerätschaften zu schützen. Mit unserer Lösung können wir auch in Einsatzfahrzeugen Brände frühzeitig detektieren, bevor sie auf die Elektronik übergreifen.“

Brandschutz-Experten von Bosch Building Technologies haben für die Feuerwache eine umfassende Lösung zur frühzeitigen Branddetektion geplant und umgesetzt. Da bei Freiwilligen Feuerwehren die Wachen in der Regel nicht rund um die Uhr besetzt sind, hat sich die Stadt Buchen für eine Brandwarnanlage als Basis entschieden, die im Brandfall den Alarm unmittelbar an die Notruf- und Serviceleitstelle von Bosch weiterleitet. In der Fahrzeughalle wurde die Brandwarnanlage mit der videobasierten Brandfrüherkennung Aviotec ergänzt, die Entstehungsbrände auch in Gebäuden mit hohen Decken und halboffenen Bereichen in wenigen Sekunden erkennt und ein Live-Bild zur Verfügung stellt.

End-to-End-Alarmkette

In den 13 Einsatzfahrzeugen wurden spezielle Mobilfunkrauchmelder installiert, die bei Rauchentwicklung Alarm schlagen. Über eine integrierte Mobilfunkverbindung senden sie eine Push-Nachricht mit dem genauen Standort des betroffenen Fahrzeugs an die Smartphones der verantwortlichen Personen, sodass diese umgehend Maßnahmen einleiten können. Einer der Vorteile des Systems liegt in der Vernetzung über einen Alarmserver, der die Informationen der Brandmelder im Gebäude, der Aviotec-Kamera und der mobilen Melder in den Fahrzeugen bündelt. Im Alarmfall wird eine vollautomatische End-to-End-Alarmkette ausgelöst, die wertvolle Zeit für das Löschen des Brandes gewinnt.

Sensorik zur Waldbrandfrüherkennung

Über den Alarmserver sind auch 30 Wildfire-Detektoren eingebunden, die im Rahmen eines Pilotprojekts in einem Waldgebiet bei Buchen installiert sind. Die Sensoren sind als „elektronische Nase“ in rund 3 m Höhe an Bäumen befestigt und erkennen Gase, die bei Vegetationsbränden früh freigesetzt werden. So können Schwelbrände detektiert werden, bevor sie sich zu einem Flächenbrand ausweiten. Mit dieser ganzheitlichen Brandschutzlösung nimmt die Stadt Buchen eine Vorreiterrolle ein und zeigt, wie moderne Technologie gleichzeitig den Schutz von kritischen Infrastrukturen und der Natur sowie von Einsatzkräften erhöht.

www.feuerwehr-buchen.de  www.boschbuildingtechnologies.com/de