TGA Meinung

TGA Ausgabe 04-2011
Ralf Habermann vom Siemens Solution Partner IPM:

„Wir sehen uns als Partner der TGA-Fachplaner“

Abb. 2 PumaVision Headquarters, Herzogenaurach: Die Siemens-IPM-Referenz ist die erste klimaneutrale Unternehmenszentrale in der Sportartikelindustrie. Um den Leistungsbezug zu limitieren, werden alle HLK- und ­Beleuchtungsanlagen nur dann und nur mit de
Abb. 2 PumaVision Headquarters, Herzogenaurach: Die Siemens-IPM-Referenz ist die erste klimaneutrale Unternehmenszentrale in der Sportartikelindustrie. Um den Leistungsbezug zu limitieren, werden alle HLK- und ­Beleuchtungsanlagen nur dann und nur mit der Leistung in Betrieb gesetzt, wie sie von den Räumen tatsächlich angefordert werden: „Bedarfsgeführtes Wohlfühlklima“, TGA 03-2011, Webcode 309664.

Systemhäuser mit dem Schwerpunkt MSR-Technik und Gebäudeautomation profi­tieren vom wachsenden Markt für gewerkeübergreifende Systemkopplungen. Durch den Trend zu Hocheffizienzgebäuden und die Fokussierung auf eine hohe Wirtschaftlichkeit kommt dem Projektmanagement eine stetig wachsende Bedeutung zu. Einer der Pioniere in diesem Marktsegment ist die IPM, Innovatives Projekt Management für Gebäudeleittechnik GmbH.

Studien zufolge werden die MSR-Technik sowie Raum- und Gebäudeautomationssysteme künftig eine weitaus wichtigere Rolle spielen als bisher. Ralf Habermann, Geschäftsführer des Systemhauses IPM, bestätigt diese Marktentwicklung: „Der Trend geht zu mehr und zu komplexeren Funktionalitäten. Gleichzeitig wächst das Bedürfnis vieler Bauherren und Planer nach gewerkeübergreifenden Lösungen. Es ist schon erstaunlich, welche Möglichkeiten Gebäudeautomationssysteme heute bieten.“

IPM zählt in der Branche zu den System­häusern der ersten Stunde. Bereits im Jahr 1993 entschloss sich Ralf Habermann mit Unter­stützung der damaligen Landis & Gyr, ein ­Systemhaus für MSR- und GLT-Technik auf­zubauen. Heute ist das Gebäudeautomationssystem Desigo von Siemens das Leitfabrikat von IPM, und das – so Habermann – mit gutem Grund. „Ich kenne kein anderes Fabrikat, mit dem man komplexe Funktionalitäten so einfach und sicher umsetzen kann wie mit Desigo.“ Da IPM in Zusammenarbeit mit Anlagenbauern national, aber auch international tätig sei, spiele natürlich auch das Renommee des ­Fabrikats eine wichtige Rolle. „Der Name Siemens ist weltweit bekannt. Das erspart mir eine detaillierte Erklärung des eingesetzten Fabrikats bei Bauherr, Investor oder Architekt zum Thema Zuverlässigkeit, Ersatzteilversorgung und Garantieleistungen.“

Rolle der Hydraulik wird unterschätzt

Leider sei es in der Gebäudetechnikbranche immer noch Usus, das Gewerk MSR-Technik/Gebäudeautomation zuletzt auszuschreiben, trotz bekannter Synergien und Energieeffizienzpotenziale zu den peripheren Gewerken, stellt Habermann fest. Dennoch zeichne sich ein Umdenken ab. „Unser Know-how über gewerkeübergreifende Funktionalitäten ist mehr und mehr gefragt. Wir werden deshalb immer häufiger schon bei der Vorplanung der gebäudetechnischen Gewerke mit einbezogen. Denn je früher wir in ein Projekt eingeschaltet werden, desto größer ist das Optimierungspotenzial – energetisch wie wirtschaftlich.“

IPM verfügt über eine große Bibliothek mit technisch ausgereiften und erprobten Anlagenkonfigurationen und Regelprozessen, die den Entscheidungsfindungsprozess unterstützen. Habermann: „Unser Ziel ist die Optimierung der HLK-Technik unter dem Aspekt eines wirtschaftlichen Regelungs- und Automatisierungskonzeptes. Wir können aufgrund unserer Erfahrung sehr genau abschätzen, welche Anlagenkonzepte gut zu regeln sind und wo garantiert mit Nachbesserungen zu rechnen ist.“

Ein besonderes Augenmerk widmen die MSR-Fachleute von IPM der Hydraulik von Kälte-, Heizungs- und Klimaanlagen. Besonders bei energetisch hocheffizienten Gebäuden werde die Rolle der Hydraulik unterschätzt. Oft werde hier gegen Grundprinzipien der Hydraulik verstoßen.

Utopie wird Realität

Eine wichtige Zukunftsaufgabe sieht Habermann in der Zusammenführung bisher getrennt operierender Gebäudesysteme. „Der Markt für solche Lösungen expandiert kräftig. Heute sind Funktionalitäten realisierbar, die vor zehn Jahren noch als utopisch galten.“ Die Regelungsspezialisten von IPM haben dabei nicht nur die Verknüpfung mit der Brandschutz- und Sicherheitstechnik im Fokus, sondern in erster Linie die Raumautomationsebene.

„Die Vernetzung von Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik mit Beleuchtung und Sonnenschutz auf Raumebene ist eine logische Konsequenz, um die Bedienung für den Nutzer zu vereinfachen und weitere Energiesparpotenziale zu erschließen“, erklärt Habermann, schränkt aber ein: „Nicht jede Integration ist sinnvoll, da muss man das richtige Maß finden.“ Seiner Auffassung nach sind die Akzeptanz und damit der Erfolg von Raum- und Gebäudeautomationssystemen eng mit der Bedienfreundlichkeit verbunden. „Wir gestalten unsere Bedienoberflächen so, dass Betreiber und Nutzer sich intuitiv mit den Funktionen vertraut machen können.“

Dasselbe gelte für das immer wichtiger werdende Energiemanagement: Der Kunde will heute wissen, wie viel Energie er wann mit welchen Anlagen verbraucht, aber auch, woran es liegt, wenn eine Anlage nicht zufriedenstellend arbeitet. „Eine Störmeldung ohne Angabe möglicher Gründe sollte es heute nicht mehr geben“, betont Habermann. „Die Meldung „Pumpe AUS“ reicht nicht mehr aus, um eine Anlage qualifiziert zu betreiben.“ IPM hat deshalb die im Gebäudeleitsystem Desigo bereits vorhandenen Elemente mit anlagenspezifischen Informationen ergänzt, damit der Betreiber die Fehleranalyse gleichsam am Bildschirm nachvollziehen kann. „Wir geben unseren Kunden Hilfestellung, wo wir nur können, auch online. Oberstes Ziel ist es aber, dass der Kunde möglichst schnell lernt, die Anlage selbst zu betreiben und zu optimieren.“ 

http://www.ipmglt.de

http://www.siemens.com/buildingtechnologies

Mehr Infos zum Thema in den TGAdossiers Gebäudeautomation bzw. Gebäudeautomation-Produkte: Webcode 740 bzw. 741

Inhaltsübersicht

  1. Teil: „Wir sehen uns als Partner der TGA-Fachplaner“
  2. Teil: Thomas Kerz
  3. Teil: Im Kontext
  4. Teil: Trend zum Systemhaus
  • Abb. 3 Ein ausgefeiltes Projektmanagement versetzt IPM in die Lage, auch geo­graphisch weit ­entfernte Aufträge ­sicher umzusetzen.
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