TGA Management

TGA Ausgabe 08-2014
BIM-Praxis

3D oder 7D, Little oder Big, Closed oder Open?


1 Ganzheitlich planen: die automatische Generierung von Plänen und Visualisierungen ist nur einer der vielen Vorteile von BIM.

1  Ganzheitlich planen: die automatische Generierung von Plänen und Visualisierungen ist nur einer der vielen Vorteile von BIM.

Building Information Modeling (BIM) bietet viele Vorteile. Zugleich stellt die neue Planungsmethode aber auch Anforderungen an Programme, Anwender und Projektbeteiligte. Was muss man bei der BIM-Einführung und -Nutzung im TGA-Bereich beachten?

Kompakt informieren

Building Information Modeling (BIM) wird die Bauplanung und alle daran angegliederten Prozesse nachhaltig verändern.

Die neue Planungsmethode schafft viele Vorteile, hilft Mehrfacheingaben zu vermeiden, Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten, die Produktivität und Planungsqualität zu steigern.

BIM schafft aber auch Unsicherheiten und wirft viele Fragen auf, die sich beispielsweise aus der Verlagerung des Arbeitsaufwands innerhalb der HOAI-Leistungsphasen ergeben.

In vielen Fällen ist BIM vom Idealbild noch weit entfernt. Das zeigt sich vor allem dann, wenn fachübergreifend geplant werden soll und Daten zwischen CAD-, Berechnungs-, Simulations- und CFD-Programmen unterschiedlicher Hersteller ausgetauscht werden müssen.

Dennoch kommt man mittel- und langfristig an BIM nicht vorbei, will man alle Möglichkeiten der computergestützten Planung ausschöpfen.

Building Information Modeling (BIM) wird von Experten als das derzeit wichtigste Bau-Trendthema gehandelt, das die Bauplanung und alle daran angegliederten Bereiche in den nächsten Jahren nachhaltig verändern wird (siehe auch TGA-Fachplaner 08-2012: BIM – Wege aus der Sackgasse,  Webcode  369732). Im Wesentlichen versteht man unter BIM alle Arbeitsweisen, Prozesse und Technologien, die für die Erstellung, Koordination und Übergabe eines fachübergreifenden virtuellen Gebäudemodells erforderlich sind.

Technisch gesehen steht BIM für eine durchgängige Integration planungs-, ausführungs- und nutzungsrelevanter Bauwerksdaten in einer zentralen Datenbank. Als Idee dahinter steckt die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks – von der Konzeption, über die Konstruktion, Erstellung und Wartung, bis zu dessen Entsorgung, respektive Wiederverwertung.

Doch was in einigen Ländern Europas, in Asien oder in den USA bei Großprojekten längst schon Standard ist, hat bei es uns noch schwer. Zwar wird auch in Deutschland an einer „Nationalen BIM-Strategie“ gearbeitet, von Planungs- und Bauwirtschaftsverbänden so-wie Unternehmen eine „BIM Task Group“ ins Leben gerufen etc. Doch andere Länder sind weiter: In Großbritannien etwa müssen ab 2016 alle öffentlichen Bauprojekte ge-mäß nationalen BIM-Standards durchgeführt werden.

Kürzlich empfahl auch das Europäische Parlament den BIM-Einsatz, um das Vergaberecht in der Europäischen Union zu modernisieren. Es ist also abzusehen, dass BIM über kurz oder lang auch hierzu-lande den gesamten Baubereich betreffen wird – vom Großkonzern bis zum kleinen Subunternehmen.

BIM schafft Vorteile, …

Eine konsequent BIM-orientierte Arbeitsweise hat viele Vorteile: Zeitraubende Mehrfacheingaben, eine fehlerträchtige redundante Datenhaltung werden vermieden, Arbeitsabläufe effizienter gestaltet, die Produktivität und Planungsqualität gesteigert. Gebäudedaten können parallel bearbeitet werden – an verschiedenen Standorten und von mehreren Bearbeitern. BIM-Modelserver (siehe Info-Kasten) machen das möglich.

Planungsalternativen lassen sich schneller analysieren und bewerten, Gebäude, Bauteile und die Haustechnik auf Kollisionen gewerkübergreifend überprüfen. Letzteres ist auch deshalb notwendig, weil insbesondere bei größeren Projekten das BIM-Modell in der Regel aus mehreren fachspezifischen Bauwerksmodellen (Architektur, Tragwerksplanung, TGA etc.), auch als „Fachmodelle“ bezeichnet, besteht. Gebäudeentwürfe lassen sich zudem schneller und einfacher statisch, bau- und haustechnisch, bauphysikalisch oder energetisch optimieren. In der Ausschreibungsphase ist eine präzisere und schnellere Kostenkalkulation und Bauzeitenplanung möglich.

Das dreidimensionale BIM-Gebäudemodell kann sukzessive für die Planung detailliert ausgearbeitet werden, sodass man es vielfältig nutzen und nach Mengen-, Kosten- und Zeitkriterien auswerten kann. Werden alle für die Produktion, Lieferung und Montage relevanten Informationen in das BIM-Bauteil eingepflegt, können entsprechende Prozesse optimiert werden. TGA-Bauteile, beispielsweise Lüftungsschächte, lassen sich passgenau virtuell „vorproduzieren“ und dabei optimieren. Sogar Montageabläufe lassen sich anhand des Modells bis ins kleinste Detail simulieren, um Überraschungen auf der Baustelle vorzubeugen.

Planer und Ausführende können jederzeit – beispielsweise mobil am Tablet-PC – auf das aktuelle Modell zugreifen und den neuesten Projektstand abfragen. Mit sogenannten BIM-Viewern lassen sich klassische Papierpläne teilweise ersetzen. Kommentarfunktionen vereinfachen zusätzlich die Plankorrektur und ermöglichen eine schnelle Reaktion auf Änderungswünsche, weil die aus den Korrekturen oder Änderungen resultierenden Aufgaben unmittelbar den Projektbeteiligten zugewiesen werden können.

… aber auch Unsicherheiten

BIM ist keine Software – auch wenn heute viele Softwareprodukte, insbesondere CAD-Systeme, unter diesem Begriff vermarktet werden. BIM stellt aber bestimmte Anforderungen an Programme, damit sie „BIM-fähig“ ind. Dazu gehören unter anderem parametrisierbare 3D-Objekte mit assoziierten alphanumerischen Objektinformationen, eine die Planung vereinfachende Bauwerksstrukturierung, automatische Planableitungen und Auswertungen sowie eine IFC-Schnittstelle für den Datenaustausch [2].

Die meisten bauspezifischen CAD-Programme erfüllen diese Anforderungen bereits, aber längst nicht alle. So ist im TGA-Bereich erst etwa ein Drittel aller CAD-Programme BIM-tauglich. Doch die Einführung und Umsetzung von BIM ist nicht nur eine IT-, sondern vor allem eine Managementaufgabe. Weit umfassender sind nämlich die Anforderungen an Beteiligte, Planungsprozesse und -abläufe, die Kommunikation und Koordination.

Bereits der Aufbau und die Pflege des BIM-Datenmodells sind deutlich aufwendiger, als bei der zeichnungsorientierten Arbeitsweise. Dieser Mehraufwand wird später zwar ausgeglichen, da die nachfolgende Planung davon profitiert und auch in der Bauphase dank einer detaillierten, fachübergreifenden Planung weniger Fehler entstehen. Dennoch entstehen in dieser Phase Konflikte, da das BIM-Modell Informationen voraussetzt, die zum Planungszeitpunkt häufig noch nicht feststehen.

Zudem verschiebt sich der Arbeitsaufwand: So bekommt die Vor- und Entwurfsplanung ein stärkeres Gewicht, weil in dieser Phase das BIM-Basismodell generiert wird. Das hat zur Folge, dass der Entwurfsverfasser (Architekt oder Bauingenieur) viel Zeit in das 3D-Modell investieren muss, ohne daraus unmittelbar einen Nutzen ziehen zu können. Andererseits vermindert sich der Aufwand für die Genehmigungs-, Ausführungs- und Fachplanung, da sich vieles aus dem Modell automatisch ableiten lässt. Zu einer Herausforderung können auch der Datenumfang und das Datenmanagement werden. Insbesondere Großprojekte müssen gewerk-/fachbereichsweise unterteilt werden, damit sie bearbeitbar bleiben.

BIM-Manager wachen über Standards

Entscheidend ist die Projektkoordination, denn die neue Planungsmethode setzt eine frühzeitigere, engere gewerk- und fachübergreifende Zusammenarbeit voraus: Absprachen und Vorgaben müssen getroffen, Arbeitsschritte abgestimmt werden etc. Ohne eine, respektive mehrere koordinierende Schnittstellen, funktioniert fachübergreifendes BIM nicht.

Die Funktion eines „BIM-Managers“ kann dabei der Architekt oder Bauingenieur, der Generalplaner, der Facility Manager oder ein eigens dafür engagierter Dienstleister übernehmen. Er sorgt für die Einhaltung von Vorgaben zur Bauteilmodellierung, Gebäudestrukturierung oder der Datenübergabe und achtet darauf, dass das gemeinsame Datenmodell und alle Fachmodelle konsistent bleiben und anderes mehr.

BIM wirft nicht zuletzt auch berufspolitische Fragen auf [1]: Wie werden der erhöhte Planungsaufwand honoriert, respektive die durch BIM veränderten Leistungsphasen-Anteile? Wie wirkt sich BIM auf den Berufsstand des Planers und auf die Struktur von Planungsbüros aus? Es ist abzusehen, dass Planungsleistungen aus einer Hand mehr Bedeutung bekommen, da die komplette Architektur-, Statik- und Haustechnikplanung derzeit am besten in einem zentralen Datenmodell eines Softwareherstellers abgebildet werden kann.

Unternehmen, die alle planungs- und nutzungsrelevanten Informationen in einem Modell abbilden, respektive die komplette Architektur-, Haustechnik-, Tragwerksplanung mit einem Programm ausführen können, sind gegenüber spezialisierten Mitbewerbern im Vorteil. Das könnte mittel- und langfristig dazu führen, dass sich etablierte Berufsbilder verändern, Planungsabteilungen neu strukturiert sowie Hard- und Softwarewerkzeuge angepasst werden müssen. Größere Büros bekommen zusätzlichen Aufwind, kleinere müssen sich für neue Formen der Zusammenarbeit öffnen.

BIM ist (fast) überall

BIM ist mittlerweile in vielen Bausparten präsent – im Hoch- und Tiefbau ebenso, wie im Massiv-, Betonfertigteil-, Stahl- oder Holzbau. Wird das dreidimensionale BIM-Datenmodell mit unterschiedlichen Parametern verknüpft, entstehen vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Erweitert man es beispielsweise um die vierte Dimension Zeit, kann der komplette Bauablauf geplant und visualisiert werden. Damit lassen sich geometrische Konflikte gewerkübergreifend aufdecken oder Baustellen-, Montage- und Logistikabläufe optimieren.

Die 5D-Simulation berücksichtigt neben dem 3D-Gebäudemodell und der Zeit auch Mengen, Baukosten und Ressourcen, wie etwa Baustoffe, Maschinen oder Personal. Damit lassen sich Bau-, Montage- und Installationsprozesse vorab simulieren, Abläufe und Termine präziser vorhersagen, Kollisionen und Probleme frühzeitig erkennen.

Werden zusätzlich Lebenszyklusaspekte wie die Gebäudebewirtschaftung, der Abriss und die Entsorgung/Materialwiederverwertung berücksichtigt, erhält man 6D-BIM. Dabei kann das Gebäude im Sinne der Nachhaltigkeit optimiert werden, um bestimmten Nachhaltigkeits-Standards (DGNB, LEED etc.) zu entsprechen.

Auch 7D-BIM gibt es bereits: dabei werden im Hinblick auf eine möglichst effiziente Liegenschaftsverwaltung (Facility Management) Aspekte der Gebäude-Nutzung wie Wartung, Instandhaltung etc. berücksichtigt. Kein Wunder also, dass sich mittlerweile zahlreiche Software-Lösungen am BIM-Standard orientieren – Programme für die Gebäude- und Tragwerksplanung ebenso wie Haustechnik-CAD1). BIM-Daten nutzen zunehmend auch Programme für die Kostenplanung und -steuerung2), für die Bauzeiten- und Ressourcenplanung3), für bauphysikalische Untersuchungen bzw. die energetische Gebäudeoptimierung4), oder für strömungstechnische Simulationen5). Auch aktuelle Trends, wie die Visualisierung und 3D-Präsentation innerhalb virtueller oder erweiterter Realitäten6) sowie die dreidimensionale Ausgabe über 3D-Drucker erhalten durch die 3D-Planung neue Impulse.

Vom Little BIM zum Big BIM

Oben genannte BIM-Vorteile und Möglichkeiten können in der Praxis häufig nicht greifen, weil noch immer überholte Arbeitsweisen vorherrschen: Pläne werden zeichnungsorientiert erstellt, Bauwerksdaten aufgrund von Schnittstellenproblemen von den Projektbeteiligten mehrfach eingegeben, Geometrie-, Objekt- und Berechnungsdaten getrennt gehalten, Änderungen nicht in allen Plänen und Gewerken konsequent nachvollzogen und anderes mehr.

Erhält der TGA-Planer vom Architekten einen Plansatz, nicht selten in 2D im DXF-Format, wird auf dieser Datenbasis die Gebäudestruktur im eigenen System komplett neu erstellt. Zum einen, weil teilweise Fehler beim Import entstehen, zum anderen weil eine Anpassung der importierten Informationen an die Daten- und Objektstruktur des eigenen Programms aufwendiger wäre, als eine Neueingabe. Mit BIM kann man diese Mehrfacheingaben vermeiden, Fehlerquellen minimieren, die Produktivität steigern und Arbeitsabläufe effizienter gestalten.

Das lässt sich jedoch nur mithilfe von „Big BIM“ erreichen. Darunter versteht man die fachübergreifende Zusammenarbeit aller an der Planung, Ausführung und Nutzung eines Bauwerks beteiligter Partner und deren Softwarewerkzeuge unterschiedlicher Hersteller. Das ist derzeit noch weitgehend Vision, wird aber in Teilbereichen schon praktiziert, etwa im Rahmen der Entwurfs- und Ausführungsplanung zwischen Tragwerks- und Haustechnik-Planer.

Weit häufiger agiert derzeit „Little BIM“ in den Unternehmen: Darunter versteht man den BIM-Einsatz als „Insellösung“ innerhalb eines Unternehmens oder einer Planungsdisziplin und einer Softwarelösung eines Herstellers. Angesichts einer hierzulande vorherrschenden arbeitsteiligen Planung und einer kleinteiligen, heterogenen Unternehmensstruktur, innerhalb derer mehrere Büros mit unterschiedlichen Softwarewerkzeugen an einem Projekt arbeiten, sind für eine fachübergreifende Zusammenarbeit leistungsfähige Schnittstellen erforderlich.

Schließlich wird von der Konzeption und dem Entwurf, über die Planung, den Bau, die Nutzung und Bewirtschaftung, bis zum Rückbau von Bauwerken eine Fülle geometrischer und alphanumerischer Informationen unterschiedlicher Datenformate erzeugt. Damit sie sich effizient verwalten, dokumentieren, archivieren und zwischen den Beteiligten verlustfrei austauschen lassen, wurde mit den objektorientierten Basisdatenmodellen IFC (Industry Foundation Classes) von BuildingSmart International eine gemeinsame Basis für den Austausch von BIM-Daten geschaffen.

BIM in der TGA-Planung

Die Grundlage für TGA-Modelle bildet das in der Regel vom Architekten erstellte Raummodell. Es dient der Zuordnung und Auslegung der Haustechnikkomponenten, während das Rohbau- und Ausbaumodell bei der Trassenplanung berücksichtigt wird. Typische TGA-Modelle sind Fachmodelle für die Heizungs-, Klima- und Lüftungsplanung, für die Sanitärplanung und für die Elektro- und Fernmeldetechnik.

Aufgrund des vergleichsweise hohen Berechnungsaufwands und der engen Verzahnung mit anderen Gewerken bietet der BIM-Einsatz bei der Auslegung, Berechnung und Planung haustechnischer Anlagen besondere Vorteile: Viele der für die Berechnung relevanten Bauteilinformationen sind im digitalen Raum- bzw. Gebäudemodell bereits enthalten. Dadurch reduziert sich der Aufwand für Heiz- und Kühllastberechnungen, Luftkanal- oder Rohrnetzberechnungen, bauphysikalische oder thermische Simulationen etc. Schließlich ist die Aufbereitung und Eingabe der Raum-/Gebäudedaten in vielen Fällen aufwendiger als die eigentliche Berechnung.

Allerdings ist die Übergabe von Raum-/Gebäudedaten an Berechnungsprogramme und das Zurückschreiben der berechneten Werte in das Fachmodell nicht immer einfach. So müssen etwa bei thermischen Simulationen aus dem 3D-Volumenmodell des Architekturmodells zunächst die Raumhüllflächen generiert und das Gebäude in thermische Zonen eingeteilt werden. Erst danach können diese Informationen dem Berechnungsprogramm per IFC- oder gbXML-Schnittstelle übergeben werden. Wird diese Übergabe nicht sorgfältig vorbereitet, kommt es insbesondere bei komplexen Bauwerksgeometrien zu Problemen, die einen nicht unerheblichen Nachbearbeitungsaufwand verursachen.

Auch die Rückmeldung der Berechnungsergebnisse der Heiz- oder Kühllastberechnung, die als neues Raumattribut wieder in die Fachmodelle zurückfließen müssen, ist nicht trivial. Da der Architekt sein Modell in der Regel parallel weiterentwickelt, können die Räume des Architekturmodells dabei nicht einfach überschrieben, sondern müssen ergänzt werden. Das setzt einen intelligenten Datenabgleich voraus, an dem derzeit noch gefeilt wird.

Zu den weiteren BIM-Vorteilen zählen eine bessere Verständigung mit Planungsbeteiligten durch die Visualisierung technikintensiver Bereiche, wie Haustechnik-Zentralen oder Installationsschächten. Die Visualisierung beliebiger Details aus beliebiger Perspektive ermöglicht zugleich eine wirksame Kollisionskontrolle: Rohrleitungen oder Lüftungskanäle können nicht nur per Sichtkontrolle auf mögliche Kollisionen mit der Architektur-, Tragwerks- oder Elektroplanung überprüft werden. Darüber hinaus ist auch eine Optimierung der Leitungsführung möglich. Das setzt jedoch eine konsequente Koordination und einen kontinuierlichen Abgleich der Fachmodelle voraus. Schließlich lassen sich haustechnische Anlagen einfacher dokumentieren und per IFC-Schnittstelle an Gebäudebewirtschaftungs-Systeme (CAFM) für die Wartungs- und Serviceplanung übergeben.

Noch hakt es, aber ohne geht es nicht …

BIM wird von vielen Softwareanbietern als zukunftsweisende Lösung angepriesen. Reibungslos funktioniert BIM derzeit aber nur mit den Produkten eines Softwareherstellers. Doch in der Realität sind immer mehrere Büros und mehrere, teilweise auch nicht BIM-konforme Programme an der Planung beteiligt, was zwangsweise zu Dateninkonsistenzen führt.

Sobald Daten zwischen Bau- oder TGA-CAD-, Berechnungs-, Simulations- oder CFD-Programmen unterschiedlicher Hersteller ausgetauscht werden müssen, hakt es. Hier liegen BIM-Theorie und -Praxis noch weit auseinander.

Trotz dieser und weiterer Unzulänglichkeiten und Probleme – an einem zentralen, digitalen Bauwerksmodell kommt man mittel- und langfristig nicht vorbei, will man alle Möglichkeiten und Vorteile der computergestützten Bau- und TGA-Planung voll ausschöpfen.

Wer von der neuen Planungsmethode profitieren will, muss aber bereit sein, bisherige, scheinbar bewährte Arbeitsabläufe zu hinterfragen, Zeit und Geld in die Einarbeitung in die neue Arbeitsweise, teilweise auch in neue Planungswerkzeuge und entsprechende Schulungen zu investieren.Marian Behaneck

Literatur und weitere Infos (Auswahl)

[1] Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR, Hrsg.): Die Auswirkungen von Building Information Modeling (BIM) auf die Leistungsbilder und Vergütungsstruktur für Architekten und Ingenieure sowie auf die Vertragsgestaltung, Eigenverlag, Berlin 2011

[2] Egger, M., Hausknecht, K., Liebich, T./ Przybylo, J., Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR, Hrsg.): BIM-Leitfaden für Deutschland, Eigenverlag, Berlin 2014

[3] Günthner, W.; Borrmann, A.: Digitale Baustelle – innovativer Planen, effizienter Ausführen, Werkzeuge und Methoden für das 21. Jahrundert, Springer, Heidelberg 2011

[4] Jernigan, F.: Big BIM little BIM, The practical approach to Building Information Modeling, 4Site Press, Salisbury 2008

[5] Smith, D.K./Tardif, M.: Building Information Modeling: A Strategic Implementation Guide for Architects, Engineers, Constructors, and Real Estate Asset Managers, Wiley & Sons, Hoboken 2009

http://www.5d-initiative.eu  5D-Initiative von ENCORD

http://www.aec3.de  BIM-Prozessoptimierung

http://www.autodesk.de/bim  BIM-Basisinfos

http://www.bentley.com  Suchwort „BIM“

http://www.bim4you.de  5D-BIM-Lösung BIM4You

http://www.bimserver.org  BIM-Modelserver

http://www.buildingsmart.de  IFC/BIM-Anwendergruppe

http://www.buildingsmart-tech.org  BuildingSmart International

http://www.graphisoft.de  BIM-Server, BIMx, OpenBIM

http://www.rib-software.com/itwo  5D-Planung mit RIB iTWO

http://www.solibri.com  BIM-Modellverifikation

http://www.wikipedia.de  Suchwort „BIM“

http://www.youtube.de  Suchwort „BIM“

1) Marktübersicht TGA-CAD – So finden Sie die Richtige, TGA 10-2012,  Webcode  377088

2) Baukostenmanagement-Software – Damit die Kosten nicht aus dem Ruder laufen, TGA 07-2012,  Webcode  366361

3) Projekt-, Termin- und Ressourcenmanagement – Die Planung planen, TGA 04-2011,  Webcode  313127

4) Marktübersicht EnEV-Software – Digitale Helfer für Beratung und Planung, TGA 11-2013,  Webcode  559846

5) CFD-Luftströmungssimulation – Digitale Winde, TGA 01-2011,  Webcode  303612

6) Virtual / Augmented Reality: Sehen, was noch gar nicht existiert, TGA 12-2012,  Webcode  386110

Inhaltsübersicht

  1. Teil: 3D oder 7D, Little oder Big, Closed oder Open?
  2. Teil: BIM-Leitfaden
  3. Teil: BIM-Glossar
  • 2  Basis einer effizienten Zusammenarbeit ist ein zentrales BIM-Datenmodell, das alle Fachbereiche zusammenführt.

  • 3 Über das fachübergreifende BIM-Modell lässt sich die gesamte Prozesskette abbilden – von der Erstellung, über die Ausführung und Nutzung bis zum Rückbau von Bauwerken.

  • 4  Das BIM-Modell ist bei Bedarf per Cloud jederzeit und überall verfügbar und ermöglicht beispielsweise das Arbeiten in virtuellen Teams.

  • 5  Das BIM-Modell besteht in der Regel aus mehreren Fachmodellen, die koordiniert werden müssen. Die Übergabe von Raum- und Gebäudedaten an Berechnungs- oder Simulationsprogramme sowie die Rückmeldung der Berechnungsergebnisse erfordern einen hohen Abstimmungsaufwand.

  • 6  Wird das BIM-Modell bis ins Detail dreidimensional geplant und visualisiert, lassen sich Fehler bei der Mon-tage und Installation minimieren.

  • 7  Zu den vielen BIM-Vorteilen zählen die automatische Plangenerierung …

  • 8  … und Auswertungen, die sich bei Änderungen automatisch aktualisieren.

  • 9  Auch Visualisierungen und Kollisionsprüfungen innerhalb der TGA-Gewerke oder fachüber-greifend helfen, Fehler und Folgekosten zu vermeiden.

  • 10  In der Praxis generiert BIM teilweise noch Unsicherheiten, denn das BIM-Modell führt zu neuen Aufgabenteilungen, …

  • 11  … zu einer Verschiebung der Leistungsphasen-Anteile …

  • 12  … und zur Verschiebung des Arbeitsaufwands.

Bild: Obermeyer Planen + Beraten

Bild: buildipedia.com

Bild: Tekla

Bild: AEC3

Bild: Data Design System

Bild: Data Design System

Bild: Hottgenroth / ETU

Bild: RIB Software

Bild: AEC3 / RAUE LLP / Wernik Architekten

Bild: AEC3 / RAUE LLP / Wernik Architekten

Bild: AEC3 / RAUE LLP / Wernik Architekten, nach Patrick MacLeamy

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