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12.06.2013
Blue Responsibility

GfK-Studie: Wie baden die Deutschen?

„Wie und warum baden die Deutschen?“ Die Initiative Blue Responsibility, ein Zusammenschluss aus 24 führenden Badherstellern, wollte es genauer wissen und beauftragte eine GfK-Studie zum Thema. Das Ergebnis: Baden ist eine individuelle Angelegenheit. Und wie in vielen Lebensbereichen legen Männer und Frauen auch beim Thema Baden unterschiedliches Verhalten an den Tag. Während 41 % aller Männer beim Baden entspannen, indem sie nichts tun, nutzen 82 % aller Frauen die Zeit in der Wanne für Beauty-Rituale und andere Aktivitäten.

Männer sind hier weniger multitasking-willig


43,1 % aller befragten Frauen gehen während des Badens Beauty-Ritualen wie Rasieren oder Fußpflege nach, knapp gefolgt von der Tätigkeit Lesen (42,1 %). Mehr als jede zehnte Frau (12,8 %) kann sich selbst in der Badewanne nicht von ihrem Handy trennen und nutzt die Zeit zum Telefonieren oder SMS schreiben. Auch Essen und Getränke kommen bei fast jeder zehnten Frau (9,8 %) mit ins Badezimmer. Männer sind hier weniger multitasking-willig: 41,2 %t der Befragten gaben an, sich ausschließlich zu entspannen. Mit Lesen beschäftigt sich nur knapp ein Viertel der Männer (24,5 %), das Handy sowie Essen und Getränke bleiben bei einem Großteil der Herren draußen (4,7 % nutzen ein Telefon, 2,9 % essen oder trinken). Musikhören beim Baden ist hingegen bei beiden Geschlechtern beliebt: 32,6 % der Männer und 48,2 % der Frauen relaxen mit Musik.

Beamte lesen, Azubis machen sich hübsch


Welcher Nebenbeschäftigung die Deutschen am liebsten nachgehen, unterscheidet sich nicht nur nach Geschlecht: Beruf, Haushaltseinkommen und der Wohnort spielen ebenfalls eine Rolle. Beamte zum Beispiel lesen besonders gerne in der Badewanne. Fast die Hälfte (45,9 %) widmet sich einem guten Buch, einer Zeitung oder Zeitschrift. Azubis, Arbeiter und Angestellte hören hauptsächlich Musik. Doch auch Beauty-Rituale werden bei Auszubildenden häufig mit dem Baden kombiniert (44,1 %). Während sich Personen mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von 3000 Euro und mehr vornehmlich auf ihre Entspannung konzentrieren (66,5 %), nutzen Personen mit einem Haushaltseinkommen von unter 1000 Euro die Badezeit beispielsweise für Beauty-Rituale (49,1 %) oder zum Lesen (30,7 %). Besonders relaxt baden übrigens die Schleswig-Holsteiner: 42 % genießen das Nichtstun. Die meisten Nebenbeschäftigungen haben die Sachsen, denn nur 11,4 % genießen ausschließlich das Badeerlebnis selbst.

Entspannung alleine oder zu zweit


Auch bei der Motivation für ein Bad gibt es einen klaren Favoriten: 85,2 % aller Befragten gaben Entspannung als Hauptgrund an. Besonders wichtig ist dieser Aspekt Nutzern in großen Haushalten. 93,7 % der Befragten, die in Haushalten mit vier und mehr Personen leben, nutzen ein heißes Bad für eine Auszeit vom trubeligen Familienleben. Bei Ein-Personen-Haushalten sind es hingegen nur 76,3 %. Badevergnügen zu zweit ist vor allem bei jungen Personen beliebt: Im Alter zwischen 18 und 29 Jahren badet fast ein Viertel der Befragten (23,4 %) gemeinsam. Auch regional gibt es Unterschiede: Während 24,9 % aller Sachsen gerne zu zweit baden, sind es in NRW nur 9,3 %. ■

www.blue-responsibility.com
www.bewegung-im-bad.net
Jochen Vorländer

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