TGA-Newsletter: 12-2010 | 03.09.2010 (35.KW)

ENERGIE

Erneuerbare überspringen 10-%-Marke

Im Jahr 2009 lag der Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch bei 10,3 % und damit erstmals über der 10-%-Marke. So wurde im Jahr 2009 der Ausstoß von rund 107 Mio. t CO2 vermieden. Dies dokumentiert die Broschüre „Erneuerbare Energien in Zahlen“ die jetzt vom Bundesumweltministerium in aktualisierter Fassung veröffentlich worden ist.

Insbesondere glänzt die prozentuale Entwicklung der Anteile: 2009 deckten erneuerbare Energien 16,1 % vom Bruttostromverbrauch (2008: 15,2 %), 8,8 % am Endenergieverbrauch für Wärme (2008: 7,4 %) und 5,5 % am Kraftstoffverbrauch (2008: 5,9 %). Dabei ist zu berücksichtigen, dass infolge der Wirtschaftskrise der Energieverbrauch in Deutschland im vergangenen Jahr um rund 6 % zurückgegangen ist. Betrachtet man die absoluten Zahlen, relativiert sich die Erfolgsbilanz deutlich: 2009 stellten Erneuerbare 242.312 GWh vom Endenergieverbrauch, 2008 lag dieser Wert bei 236.155 GWh, wobei zwei Drittel der Differenz sogar noch auf einem statistischen Effekt beruhen.

Tatsächlich ist die Stromerzeugung von 93.269 GWh in 2008 nur marginal auf 93.543 GWh in 2009 gestiegen, was insbesondere auf ein außergewöhnlich windschwaches Jahr zurückzuführen war. Parallel gab es aber bei Photovoltaik und Biogas durch den Anlagenzubau sehr deutliche Steigerungen. Für das Jahr 2009 weist die Broschüre für die Wärmeerzeugung 115.006 GWh aus (2008: 106.192 GWh). Etwa die Hälfte des Mehrbetrags stammt jedoch aus einer statistischen Anpassung beim biogenen Anteil des Abfalls. Mit 58.000 GWh wurde die Hälfte des Beitrags in Haushalten mit biogenen Festbrennstoffen (überwiegend Holz) erzeugt. Solarthermie mit 4725 GWh und Wärmepumpen mit 4740 GWh deckten jeweils 0,4 % des gesamten Endenergieverbrauchs für Wärme.

Die Broschüre Erneuerbare Energien in Zahlen (PDF-Download) enthält zahlreiche Abbildungen und Tabellen mit Werten von 1990 bis 2009. Neben dem nationalen Zahlenwerk finden sich Angaben zu erneuerbaren Energien in der Europäischen Union (Zahlenbasis überwiegend nur bis 2007 bzw. bis 2008). ToR

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