Springe auf Hauptinhalt Springe auf Hauptmenü Springe auf SiteSearch
Rauwarnmelder-Report

Rauchwarnmelder: Fern­in­spek­ti­on bie­tet neue Chan­cen fürs E-Hand­werk

Der Rauchwarnmelder-Report 2026 zeigt Sicherheitsdefizite im Betrieb und neue Geschäftsfelder für das Elektrohandwerk. Besonders die Ferninspektion von Rauchwarnmeldern bietet Wachstumspotenzial. Nur 20 % der Geräte sind aktuell ferninspizierbar.

Der Rauchwarnmelder-Report 2026, den das Marktforschungsinstitut Innofact im Auftrag von Ei Electronics erstellt hat, liefert aufschlussreiche Ergebnisse für die Branche. Während die gesetzliche Ausstattung mit Rauchwarnmeldern in deutschen Mehrfamilienhäusern zu 97 % abgeschlossen ist, gibt es im laufenden Betrieb erhebliche Sicherheitsdefizite. In 14 % der Wohnungen findet keine Überprüfung der Geräte statt, obwohl dies für deren Funktionstüchtigkeit entscheidend ist. Zudem liegt die Störungsquote bei 16 %, und bei einem Viertel der defekten Rauchwarnmelder dauert die Behebung des Problems vier Wochen oder länger.

Im laufenden Betrieb zeigen sich deutliche Defizite bei der Sicherstellung der Betriebsbereitschaft von Rauchwarnmeldern.

Ei Electronics

Im laufenden Betrieb zeigen sich deutliche Defizite bei der Sicherstellung der Betriebsbereitschaft von Rauchwarnmeldern.

Ferninspektion als Wachstumsfeld

Ein besonders vielversprechendes Geschäftsfeld für Elektrofachbetriebe ist die Ferninspektion. Aktuell sind nur 20 % der Rauchwarnmelder in deutschen Haushalten ferninspizierbar, obwohl dies neben einer Vor-Ort-Prüfung eine effiziente Möglichkeit zur Sicherstellung der Betriebsbereitschaft bietet. Trotz ihres technischen Kompetenzprofils werden Elektrofachbetriebe lediglich von 7 % der Haushalte als verantwortlicher Dienstleister genannt. Hier besteht ein enormes Ausbaupotenzial, das den Fachbetrieben neue Märkte erschließen könnte.

In knapp einem Viertel der Haushalte werden die normativen Vorgaben zur Inspektion nicht umgesetzt.

Ei Electronics

In knapp einem Viertel der Haushalte werden die normativen Vorgaben zur Inspektion nicht umgesetzt.

Haftungsrisiken für Eigentümer

Die rechtliche Verantwortung für die Betriebsbereitschaft liegt bei den Eigentümern, wie Prof. Dr. Florian Ebrecht, Geschäftsführer der meravis Immobiliengruppe und Professor für Immobilienmanagement, betont. Mangelhaft organisierte Prüf- und Instandhaltungsprozesse erhöhen Haftungsrisiken, insbesondere im Hinblick auf die Verkehrssicherungspflicht. Für Wohnungsunternehmen, Hausverwaltungen und private Vermieter wird die technische Kompetenz bei der Wahl ihrer Partner daher immer wichtiger.

Mit einem Anteil von bundesweit 20 Prozent kommt die Ferninspektion noch viel zu selten zum Einsatz.

Ei Electronics

Mit einem Anteil von bundesweit 20 Prozent kommt die Ferninspektion noch viel zu selten zum Einsatz.

Integration in bestehende Leistungen

Elektrofachbetriebe haben die Möglichkeit, Rauchwarnmelder-Services nahtlos in bestehende Angebote zu integrieren. Ob E-Check, Modernisierung von Zählerschränken oder der Smart-Meter-Rollout – die fachgerechte Inspektion, Störungsdiagnose und der turnusmäßige Austausch von Rauchwarnmeldern können bestehende Kundenbeziehungen stärken, ohne dass ein komplett neues Geschäftsfeld aufgebaut werden muss. ■
Quelle: Ei Electronics / fl