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Energiewende

Solarisierung in deutschen Metropolen: Oft im Schneckentempo

SolarCheck 2022: Ranking für Deutschlands 14 Metropolen. In Nürnberg erreicht die Fläche der neu gebauten Photovoltaik-Anlagen 69 % der neuen Dachflächen, in Berlin sind es fast 28 % und in Hamburg lediglich 10 %.

LichtBlick SolarCheck 2022

SolarCheck 2022: Ranking für Deutschlands 14 Metropolen. In Nürnberg erreicht die Fläche der neu gebauten Photovoltaik-Anlagen 69 % der neuen Dachflächen, in Berlin sind es fast 28 % und in Hamburg lediglich 10 %.

Der LichtBlick SolarCheck untersucht jährlich, inwiefern in Deutschlands 14 größten Metropolen mit mehr als 500 000 Einwohnern das Potenzial neu gebauter Dächer zur Solarstromerzeugung ausgeschöpft wird. Das Ergebnis für den SolarCheck 2022: Es geht voran – allerdings eher im Schneckentempo.

Der Solar-Faktor – das Verhältnis der Fläche neu errichteter Solaranlagen zu den neu gebauten Dachflächen – zeigt, wie ambitioniert der Solarausbau verfolgt wird. Das Ergebnis ist mäßig: In 9 von 14 untersuchten Metropolen liegt der Solarfaktor unter 50 %. Im Durchschnitt wird weniger als die Hälfte des Potenzials neuer Dachflächen erschlossen.

Die Unterschiede sind enorm. Nürnberg hat sich mit einem Solar-Faktor von 69,2 % (2021: 44,3 %) an die Spitze geschoben, Hamburg kam erneut nur knapp über 10 %. An neuer Fläche mangelt es nicht: Gegenüber dem Vorjahr verzeichnen deutsche Metropolen einen Neubau-Boom. Besonders stark war das Wachstum der Neubau-Dachflächen in Hamburg, München, Berlin und Frankfurt – alles Städte in der unteren Hälfte des Rankings. Und in einigen Städten werden vor allem wenige Großanlagen installiert. Ein hoher Solarfaktor lässt damit nicht gleichzeitig auf einen breiten Einsatz schließen.  www.lichtblick.de