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Wollen Unternehmen ihre Wärmetechnik zukunftsfest aufstellen, existieren angesichts dieser umfassenden Herausforderung, die tief in Produktionsprozesse eingreift, nicht immer klare Vorstellungen über die ersten Schritte. Diese Lücke schließt ein kostenfreies Web-Tool, an dem Fraunhofer IEG im Rahmen einer ExpertInnengruppe des Cluster Dekarbonisierung der Industrie (CDI) mitgearbeitet hat.
Prozesswärme stellt in energieintensiven Branchen der größte Energieverbraucher dar und ist zugleich eine der zentralen technischen Herausforderungen der industriellen Transformation. Die Auswahl geeigneter Technologien, von der Elektrifizierung unter Einsatz erneuerbarer Energien über maßgeschneiderte Anlagentechnik bis hin zur Nutzung von Abwärme, ist komplex und erfordert eine Vielzahl betriebsindividueller Entscheidungen, unter anderem zu Investitionen, Fördermöglichkeiten und regulatorischen Rahmenbedingungen.
Das CDI-Tool bietet insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen einen einfachen Zugang, um Effizienzpotenziale zu identifizieren und konkrete Dekarbonisierungsmaßnahmen für ihre Prozesswärme abzuleiten. Dabei berücksichtigt die Anwendung unterschiedliche Temperaturniveaus, vielfältige Anwendungsfälle und ordnet die verfügbaren technologischen Optionen systematisch ein. Eine digitale Checkliste führt Anwender in fünf Stufen durch die Analyse ihrer Prozesswärmeanforderungen. Auf Basis der eingegebenen Informationen erhalten sie am Ende konkrete Vorschläge zur CO2-Reduzierung ihrer Prozesswärme. www.cluster-dekarbonisierung.de/tool
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