Inhaltsverzeichnis 07-2004

„Die Luft war noch nie so klar“

Inhalt

Wetterdaten und Planerforum

Terminkalender

Hoch gesteckte Ziele

In den nächsten fünf Jahren wollen die Fränkischen Rohrwerke ihren Umsatz im Geschäftsbereich Haustechnik verdoppeln und in die europäische Top 3 der Verbundrohrhersteller aufsteigen. Bis 2013 soll auch der Umsatz der gesamten Gruppe verdoppelt werden.

Ist Kompetenz noch geil?

„Bei der rasanten Zunahme der Schnäppchenjäger-Mentalität als Folge radikaler Werbung, die Geiz und Halbwissen zum Zeitgeist erheben, werden Fachwissen und Qualität in gefährlichem Maß bedroht“, so Peter Fröhlich anlässlich des ACO Passavant Fachsymposiums „Brand- und Schallschutz bei Leitungsanlagen“ am 17. Mai in Mainz. In Anbetracht dieser Entwicklung riet der ACO Passavant-Geschäftsführer seriösen Haustechnikherstellern schnell und innovativ am Markt zu reagieren, allerdings nicht auf Kosten von Gründlichkeit und Kompetenz.

Bedingungen für sicheren Kesselbetrieb

Eine Kesselanlage ist ein Wirtschaftsgut. Betriebsstörungen oder Schäden dürfen möglichst nicht vorkommen. Trotzdem passiert es, dass selbst hochwertige Anlagen schon nach kurzer Betriebszeit ausfallen. Die Ursachen hierfür sind oft in der Planung oder Installation sowie der Qualität von Füllwasser und Verbrennungsluft begründet.

Raumheizflächen und Heizungstechnik

Für die Bereiche Wärmeerzeugung und Wärmeabgabe hat sich mit den Frühjahrsmessen die immer stärkere Ausrichtung auf den Modernisierungsmarkt weiter fortgesetzt. Insbesondere im Segment Flächenheizungen, wo praktisch kein Austauschgeschäft existiert und im Neubau die Konjunkturschwäche Expansion nur durch Verdrängung ermöglicht, konzentriert man Entwicklungspotenzial für sanierungsgerechte Systemlösungen. Das führt zu immer leichteren und schneller zu verlegenden Systemen mit minimalen Aufbauhöhen. Aber auch etliche neue Design-Heizkörper und Anlagen zur Nutzung Regenerativer Energie wurden in Essen und Nürnberg vorgestellt.

Nicht zum Schornstein raus lüften

In der Stillstandszeit von raumluftabhängigen Gasgeräten mit Strömungssicherung sind Abgasanlagen permanent aufgrund des thermischen Auftriebs und Wind von Luft durchströmt. Hieraus ergeben sich Energieverluste in erheblichen Größenordnungen. Abgasklappen können diese Energieverluste auf einfache und wirtschaftliche Art drastisch reduzieren.

Mehr Planungsverantwortung

Zum 1. April 2004 hat DIN EN 12 828 „Heizungssysteme in Gebäuden“ endgültig DIN 4751 Teile 1 bis 3 und teilweise auch DIN 4807 Teil 2 abgelöst. Detaillierte Planungsregeln werden damit durch Schutzzielanforderungen abgelöst und geben Planern und Ausführenden mehr Handlungsspielraum, aber auch mehr Verantwortung.

Lüftungs- und Klimatechnik

Mit Spannung wird erwartet, ob in diesem Jahr die Klimatisierung im privaten Bereich Einzug hält. Der Jahrhundertsommer sorgte zwar in den letzten Monaten für reichlich Aktivitäten, doch wie viele Privatkunden sich in diesem Jahr eine stationäre Klimaanlage zulegen werden, wagt noch niemand zu prognostizieren. Technisch gerüstet haben sich die Hersteller jedenfalls mit hochwertigen Geräten. Auch bei der Wohnungslüftung setzt man auf ein neues Bewusstsein beim Endverbraucher und richtet sich noch stärker auf spezifische Anforderungen aus. Im Bereich Büroklimatisierung hofft man ebenfalls aufgrund des letzten Sommers und des 26 °C-Urteils auf eine Nachrüstungsoffensive.

Eine Frage der Koordinierung

Am 17. Mai informierten sich rund 300 Architekten, Fachplaner, Ausführende und Brandschutzexperten beim ersten ACO Passavant Fachsymposium „Brand- und Schallschutz bei Leitungsanlagen“ im ZDF-Konferenzzentrum in Mainz. Dabei sparten die insgesamt neun Referenten nicht mit Informationen aus erster Hand, übten aber auch Kritik an Verantwortlichen, Herstellern und Regelwerken.

Keine Krücke: Barrierefreie Planung

Sowohl im öffentlich-gewerblichen Baubereich als auch im privaten Wohnungsbau findet barriere- freie Planung oft in einer ungeliebten Randzone aller Planungsabläufe statt. Kennzeichnend dafür ist, dass Entwurfsplanungen sich regelmäßig am stärksten durch die Nachrüstung der Barrierefreiheit von der realen Umsetzung unterscheiden.

Barrierefrei

Auf Barrierefreiheit ausgerichtete Produkte werden „salonfähig“. Schluss mit dem Zweckraum- Image. Was die Selbständigkeit in der Bewegungsfreiheit eingeschränkter Menschen unterstützt, kann allen Menschen den Alltag erleichtern. Und auf dem Weg ins Alter stellt sich der Bedarf oft plötzlich ein. Gut beraten ist daher, wer die Nachrüstung rechtzeitig vorrüstet.

Busankopplung von Gebläsebrennern

In den letzten Jahren haben sich aufgrund anwendungsspezifischer Vorteile mehrere Bussysteme für Steuerungsanwendungen etabliert. Um die Systemgrenzen zu überwinden und Daten nutzbringend zwischen unterschiedlichen Bussystemen austauschen zu können, werden verstärkt kostengünstige Ankopplungen entwickelt.

Installationstechnik

Systemtechnik hat sich seit mehreren Jahren in unterschiedlichsten Definitionstiefen und Umsetzungsgraden in der Installationstechnik etabliert: Vereinfachte, schnittstellenfreie, besser kalkulierbare und schnellere, oft werkzeuglose Montage. Trotzdem überraschen die Hersteller immer wieder mit Detailverbesserungen und neuen Features, füllen Lücken im Produktsortiment und können ungeschminkt mit Montagezeitrekorden werben. Und SYR hat mit der Vorstellung des Regel- und Sicherungszentrums RESI auf der IFH/Intherm bereits die Grenze zur Modultechnik überschritten. Ein gelungener Vorgeschmack auf eine Entwicklung, die in den nächsten Jahren in bislang nicht für möglich gehaltene TGA-Bereiche vordringen kann und dem relativ jungen Begriff „Werkstattvorfertigung“ eine ganz neue Bedeutung verleihen wird.

Aus den Hochschulen

Schwarze Attacke

Seit Mitte der neunziger Jahre treten Fälle mit plötzlichen schwarzen Staubablagerungen in Wohnungen auf. Die Schäden reichen bis zu Verschmutzungen, die aussehen, als hätte in der Wohnung ein Schwelbrand stattgefunden.

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