Schnabl Stecktechnik
Bei einem Großprojekt setzte die EAB Elektroanlagenbau GmbH Rhein/Main erneut auf das steckbare Befestigungssystem von Schnabl Stecktechnik. Das Beispiel verdeutlicht, wie eine durchgängig einheitliche Systemlogik Installationsrisiken senkt, Planungsprozesse stabilisiert und eine reproduzierbare Ausführung über unterschiedliche Untergründe hinweg ermöglicht – mit minimalem Werkzeugeinsatz und vollständig ohne Verschraubungen. Der zentrale Vorteil im eng getakteten Bauablauf: Die Installationszeiten reduzierten sich mit dem durchgängigen System um rund 60 %.
Auch die Menge macht’s: In Summe montierte das 25-köpfige EAB-RM-Team bei einem Infrastrukturprojekt in Hessen über 4500 m Installationsrohr und mehr als 10.000 Befestigungspunkte – vollständig in Steckmontage. Dass diese Mengen in kurzer Zeit realisierbar waren, liegt am Kernprinzip der verwendeten Schnabl-Technik: Ein 6-mm-Bohrloch genügt, das Befestigungselement wird eingesteckt und hält kraftschlüssig über die durch Exzenterzähne erzeugte Spreizwirkung. Die Montagequalität ist damit weitgehend unabhängig von Werkzeugzustand, Drehmoment, Schraubenvarianten oder individueller Erfahrung – klassische Fehlerquellen bei der Ausführung entfallen. Für TGA+E-Planer und -Anlagenbauer bedeutet das: definierte Leistungswerte, klare Einbaubedingungen und eine Befestigungstechnik, die unabhängig vom Handling funktioniert.
Dort, wo ein Bohrloch erforderlich ist – etwa bei Betonbefestigungen mit dem Euro-Steckdübel ESD 30 – wird ein 6-mm-Loch gesetzt; weitere maschinelle oder manuelle Nacharbeiten entfallen. Die Reduktion auf das Prinzip „Bohren und Stecken“ eliminiert gleichzeitig typische Störfaktoren im Ausbau wie Maschinenengpässe, Werkzeugwechsel oder verlorenes bzw. gestohlenes Spezialwerkzeug. In eng getakteten Ausbauphasen führt diese Reduktion auf ein einziges Montageprinzip zu messbar kürzeren Installationszeiten und einem kontinuierlichen Arbeitsfortschritt ohne Unterbrechungen.
Schnabl Stecktechnik
Eine klare Systemlogik schafft planerische Verlässlichkeit
Da alle Komponenten dem gleichen Funktionsprinzip folgen, entsteht eine überschaubare Systemarchitektur mit wenigen, klar definierten Befestigungstypen. Ausschreibungen werden schlanker, Variantenvielfalt sinkt, und Befestigungspunkte lassen sich eindeutig definieren. Für koordinationsintensive TGA+E-Installationsbereiche mit hohem Leitungsaufkommen bedeutet das eine zuverlässige Kalkulierbarkeit von Befestigungsabständen, Lastannahmen und Einbaubedingungen ohne die Unsicherheiten klassischer Schraubmontagen.
Die identische Montageabfolge – bohren, stecken, einlegen – erzeugt einen klar definierten, gleichförmigen Arbeitsrhythmus, der die Installationsgeschwindigkeit realistisch kalkulierbar macht. Gerade in typischen kollisionskritischen Bereichen wie MSR- und SHK-Technik bietet die werkzeuglose Stecktechnik einen systembedingten Vorteil, weil Leitungswege bei Bedarf schnell und ohne Nacharbeit angepasst werden können. Auch wechselnde Teams oder parallele Gewerke beeinflussen das Ergebnis kaum, da die Befestigungslogik unverändert bleibt.
Schnabl Stecktechnik
Einheitliche Ablauf bei allen Untergründen
Im Infrastrukturprojekt von EAB RM stand die Befestigung der 4,5 km Installationsrohre mit über 10.000 Rohrbefestigungen im Mittelpunkt. Eingesetzt wurden Rohrclips der „FC Flexi-Clip“-Reihe, ausgelegt für Durchmesser von 16 bis 50 mm; projektspezifisch kam der FC 20–25 zum Einsatz, der zwei Dimensionen mit nur einer Schelle abdecken kann. Das Rohr wird eingelegt und mit leichtem Druck eingerastet. Der Clip bleibt stets der gleiche – lediglich das Befestigungselement darunter variiert je nach Untergrund. Die Auszugskraft des FC Flexi-Clips liegt bei bis zu 40 kg und bietet damit eine klare, belastbare Planungsgrundlage.
Auf Betonflächen kombinierte EAB den FC mit dem Steckdübel ESD 30 Euro, der sich kraftschlüssig über Spreizwirkung im Bohrloch verankert. Auf Kabeltrassen kam die Drehverriegelung EDV Euro zum Einsatz, die sich mit einer kurzen Drehbewegung im Rundloch fixiert und eine Rohrführung unter oder neben der Trasse ermöglicht, ohne deren Tragreserven nennenswert zu beeinflussen.
Schnabl Stecktechnik
Insbesondere die Montagen auf Sandwichpaneelen und Gewindestangen zeigten sich als erhebliche Zeitgewinner: Auf den Metall-Sandwichpaneelen wurde die Steckverriegelung ESV Euro eingesetzt, die sich in der äußeren Blechlage verriegelt – vollständig werkzeuglos und ohne die Paneelstruktur zu schwächen. An die Gewindestangen wurden SGC-Gewinde-Clips als Adapterelemente aufgerastet, die die Euro-Clips an Ort und Stelle halten. Sowohl eine horizontale als auch eine vertikale Verlegung von Rohren sind so möglich. Der Euro-Clip und der SGC sorgen im Duo für eine geordnete, sichere Rohrführung nach DIN. Da die Halter aus Polypropylen bzw. Polyamid gefertigt sind, eignen sie sich – im Vergleich zu starren Stahlschellen – besonders gut für den MSR-Bereich, wo auch die Vibrationsdämpfung eine Rolle spielt. Der entscheidende planerische Vorteil: Das Montageverfahren bleibt auf allen Untergründen identisch. Ein System, ein Ablauf.
Zusätzlich verbaute EAB rund 5000 Sammelhalter der Typen SH40 und SH80 zur geordneten Leitungsbündelung sowie eine größere Anzahl an DHI-Dämmstoffhaltern für variierende Dämmstoffstärken – beide Lösungen beschleunigten die Linienführung und sorgten für klare Strukturen in Bereichen mit hohem Leitungsaufkommen.
Werkzeuglose Kanalbefestigung mit gleichmäßigem Takt
Für die Befestigung der Brüstungskanäle nutzte das Team von EAB zwei Stecklösungen von Schnabl – den Steckdübel SD 30 und den Daumenstecknagel DSN 30. Der Steckdübel verankert sich im vorgebohrten Loch per Spreizwirkung, der Daumenstecknagel fixiert den Kanal unmittelbar per Daumendruck. Über 200 m Brüstungskanal wurden so im gleichen Steckprinzip installiert. Gerade bei den im Projekt umfangreichen Kanalstrecken entsteht so ein gleichmäßiger Montagefluss ohne Werkzeugwechsel oder Drehmomentkontrollen – ein entscheidender Faktor in terminintensiven Ausbauphasen.
Die Befestigungen bleiben lösbar, sodass Anpassungen während der Koordination – etwa bei Leitungsnachläufen oder späten Nutzeranforderungen – ohne Beschädigung des Untergrunds möglich bleiben. Das reduziert Eingriffe in andere Gewerke und senkt den Revisionsaufwand.
Schnabl Stecktechnik
Planungssicherheit durch einheitliche Befestigungssysteme
Das Projekt zeigt exemplarisch, wie die Reduktion auf wenige, logisch aufgebaute Befestigungskomponenten die Planbarkeit verbessert und die zeitliche Effizienz um bis zu 60 % erhöht. Die definierte Spreizwirkung schafft klare Parameter; der konsequente Verzicht auf Schraubtechnik minimiert Abweichungen; die Montage per Stecken stabilisiert die Bauabläufe. Für die Projektverantwortlichen entsteht so ein Befestigungskonzept, das Ausschreibungen vereinfacht, Schnittstellenrisiken reduziert und die Ausführungsqualität in jeder Projektphase stützt.
Michael Schmidt, verantwortlicher Abteilungsleiter der EAB Rhein-Main, fasst zusammen: „Man bleibt selbst bei komplexen Installationen im Zeitplan, weil jeder Handgriff sitzt und die Systemkomponenten logisch ineinandergreifen.“ Das Resultat ist eine systembedingte Zeitersparnis, die sich über die Vielzahl der Befestigungspunkte zu einem spürbaren Beschleunigungseffekt summiert.
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Kontakt
Schnabl Stecktechnik
A-3100 St. Pölten
Telefon +43 27 42 2 21 67
office@schnabl.works
www.schnabl.works
Technische Kennwerte der eingesetzten Befestigungselemente
Flexi-Clip FC 20-25 (Rohrhalter)
- Material: PP, UV-stabilisiert, silikonfrei
- Temperaturbereich: −10 °C bis 85 °C
- geprüft nach OVE-Richtlinie LSF0H halogenfrei / raucharm
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Euro-Steckdübel ESD 30 (Betonbefestigung)
- Material: PA 6, UV-stabilisiert, silikonfrei, halogenfrei
- Temperaturbereich: −20 °C bis 85 °C
- Wirkprinzip: kraftschlüssige Verankerung über Exzenterzähne (Spreizwirkung)
- Bohrloch: Ø 6 mm
- maximale Belastung, Referenzwerte (abgerundet): 143 N in Beton, 130 N in Vollziegel, 134 N in Hohlziegel, 60 N in Gasbeton und 90 N in Gipskarton 25 mm
- Bruchlast, Referenzwerte: 359 N in Beton, 325 N in Vollziegel, 335 N in Hohlziegel, 151 N in Gasbeton, 225 N in Gipskarton 25 mm
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Euro-Steckverriegelung ESV (Metall-Sandwichpaneele)
- Material: PA 6, UV-stabilisiert, halogenfrei, silikonfrei
- Temperaturbereich: −20 °C bis 85 °C
- werkzeuglose Verriegelung per Einrasten ins Rundloch
- Auszugskraft: bis zu 40 kg
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Euro-Drehverriegelung EDV (Kabeltrassen)
- Material: PA 6, UV-stabilisiert, halogenfrei, silikonfrei
- Temperaturbereich: −20 °C bis 85 °C
- werkzeuglose Verankerung durch Drehverriegelung in der Blechlage
- Auszugskraft: bis zu 40 kg
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Gewinde-Clip SGC (Gewindestangen M8 – M12)
- Adapterelement zur Aufnahme des EC Euro-Clips
- Material: PP, UV-stabilisiert, halogenfrei, silikonfrei, geprüft nach OVE R14 (LSF0H)
- Temperaturbereich: −10 °C bis 85 °C
- geeignet für horizontale und vertikale Rohrführung
- Montage: EC an SGC aufclipsen, SGC mit Klemmvorrichtung an Gewindestange anbringen
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Steckdübel SD 30 (Brüstungskanäle und Befestigungen mit Kabelbinder bis 9 mm)
- Material: PP, silikonfrei, halogenfrei, geprüft nach OVE R14 (LSF0H)
- Temperaturbereich: −10 °C bis 85 °C
- Wirkprinzip: kraftschlüssige Verankerung über Exzenterzähne (Spreizwirkung)
- Bohrloch: Ø 6 mm
- maximale Belastung: 30 N in Beton
- Bruchlast: 203 N in Beton
- werkzeuglose Montage per Daumendruck
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DSN 30 Daumenstecknagel (Brüstungs- und Leitungsführungskanäle)
- Material: PP, UV-stabilisiert, silikonfrei, geprüft nach OVE R14 (LSF0H)
- Temperaturbereich: −10 °C bis 85 °C
- maximale Belastung: 93 N in Beton
- Bruchlast: 233 N in Beton
- werkzeuglose Montage per Daumendruck