In vielen BACnet-Projekten gehen Zeit und Qualität an denselben Stellen verloren: Daten werden manuell übertragen, Engineering-Schritte mehrfach erledigt und die Dokumentation entsteht erst am Ende unter Zeitdruck. Ein durchgängiger Workflow kann die Prozesskette von der Planung bis zur Inbetriebnahme stabilisieren – und Nacharbeit reduzieren.
Auf einen Blick: 5 Punkte, die für die Praxis zählen
- Planungsdaten weiterverwenden statt neu erfassen (weniger Medienbrüche, weniger Übertragungsfehler)
- Engineering-Schritte bündeln: Programmierung, Visualisierung und Dokumentation in einem kombinierten Schritt
- Inbetriebnahme als geführten Prozess: I/O-Abgleich inkl. Live-Dokumentation
- Abweichungen sauber belegen: Fotos/Notizen plus optionaler Korrekturzeit-Aufwand
- Automatisierte Protokolle als Grundlage für Übergabe, Nachbesserungen oder Nachforderungen
Warum sich der Blick auf den Workflow lohnt
Zeitdruck, Fachkräftemangel und steigende Projektkomplexität sind in der MSR längst Normalzustand. Verzögerungen entstehen dabei selten nur durch „zu wenig Zeit für Programmierung“, sondern häufig durch Schnittstellen: Planungsstände werden nicht konsistent übernommen, Informationen wandern manuell zwischen Tools und Prüf-/Dokumentationsaufgaben werden nach hinten geschoben — bis sie das Projektende dominieren.
Ein durchgängiger Ansatz soll genau hier ansetzen: Daten konsistent übernehmen, wiederkehrende Schritte standardisieren und die Dokumentation eng an die tatsächliche Umsetzung koppeln.
Durchgängiges Engineering: Daten übernehmen, Schritte zusammenführen
Der Workflow Efficient BACnet Engineering (EBE) setzt bereits in der Planung an. Planungsergebnisse aus marktüblichen Planungstools können importiert werden, sodass Daten nicht manuell zwischen Systemen übertragen werden müssen. Ziel ist eine konsistente Projektierung über alle Phasen hinweg — bei gleichzeitig geringerem Risiko von Übertragungsfehlern.
Ein zweiter Hebel ist die Bündelung typischer Engineering-Schritte. Mithilfe einer AMEV-konformen BACnet-Makro- und Template-Bibliothek lassen sich Programmierung, grafische Visualisierung und Dokumentation in einem kombinierten Arbeitsschritt erstellen. Für Teams bedeutet das vor allem: weniger repetitive Tätigkeiten, weniger Abstimmungsaufwand und kürzere Durchlaufzeiten in der Projektierungsphase.
Geführter Prüfprozess statt „Checkliste auf Papier“
Mit DEOS onSite kann eine einzelne Person den I/O-Abgleich (1:1-Test) sowie die Prüfung installierter Feldgeräte eigenständig durchführen – ohne dass parallel ein zweiter Mitarbeiter am Schaltschrank benötigt wird. Die App führt Schritt für Schritt durch die Prüfung: Ein- und Ausgänge werden direkt am Feldgerät abgeglichen; Funktionen, Einbautypen und Abweichungen werden live dokumentiert, ergänzt um Fotos und Texteingaben.
Zusätzlich kann der Zeitaufwand für Korrekturen erfasst werden, sodass Nacharbeiten und Zusatzaufwände nachvollziehbar belegbar werden. Aus den erfassten Daten erstellt die Anwendung automatisch ein Prüfprotokoll für Übergabe, Nachbesserungen oder Nachforderungen.
Verbindungssicherheit als Praxisfaktor
Die onSite-Box stellt dabei eine stabile WLAN- oder LTE-Verbindung zwischen Programmierwerkzeug und Anwender-App sicher und reduziert typische Funkprobleme auf Baustellen.
Praxiserfahrungen: Zeitersparnis je nach Ausgangslage
Nach Angaben der DEOS AG berichten Systempartner bereits in kleineren Projekten von Zeitersparnissen von bis zu 30 % durch den Einsatz von DEOS onSite — abhängig von Projektumfang und Ausgangslage entspricht das in der Praxis häufig einem zusätzlichen Arbeitstag. In der Programmierung mit EBE berichten MSR-Integratoren zudem von Zeiteinsparungen von bis zu 50 %.
Wichtig ist dabei die Einordnung: Der Effekt hängt von Projektstandardisierung, Datenqualität und Ausgangslage ab – typischerweise entsteht der Nutzen dort, wo bisher viel manuell übertragen, geprüft und nachdokumentiert wurde.
Planer-Checkliste: Diese Punkte machen Übergaben robuster
Wer den Prozess von der Planung bis zur Übergabe stabilisieren will, kann (je nach Projektkontext) frühzeitig auf folgende Anforderungen achten:
- Import- und Weiterverwendbarkeit von Planungsdaten (statt Nacherfassung)
- Standardisierte Funktionsbausteine/Template-Ansatz für wiederkehrende BACnet-Objekte
- Strukturierte Prüflogik für I/O-Abgleich inkl. Fotodokumentation
- Automatisierte Protokollausgabe als definierter Übergabe-Standard
- Transparente Abweichungsdokumentation (was geprüft wurde, was abweicht, welcher Aufwand anfiel)
„In vielen Gesprächen mit unseren Systempartnern sehen wir immer wieder dieselben Engpässe: knappe Ressourcen, hoher Termindruck und ein großer Anteil manueller Routinearbeiten“, sagt Fabian Gödker, Leiter Business Development & Produktmanagement der DEOS AG. „Unser Ansatz ist, Engineering- und Inbetriebnahmeprozesse so zu strukturieren, dass Daten konsistent übernommen werden können, Arbeitsschritte zusammenfallen und die Dokumentation automatisch mitläuft. So lassen sich Projektzeiten reduzieren — und Teams werden spürbar entlastet.“
Für eine Demo von EBE und onSite, Beispielprotokolle oder einen praxisnahen Ablauf (vom Planungsimport bis zur Übergabe) können Interessierte direkt Kontakt zu DEOS aufnehmen oder weiterführende Informationen anfordern.